mini|Marie von Bülow(Karl Schenker, um 1920) Marie Adelheid Elise Gräfin von Bülow (* 13. April 1874 in Graz; † 22. Mai 1947 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben und Wirken Die gebürtige Grazerin war eine Tochter der aus dem Theatermilieu stammenden Barbara Diedrich.Taufbuch der Heilandskirche (Graz), Nr. 68/1883. Als diese 1882 in Kronberg im Taunus den Grafen Hans Gottfried Georg von Bülow heiratete, ließ sich letzterer als Vater der 1874 geborenen Marie eintragen.Personenstandsarchiv Hessen, Heiratsregister Standesamt Cronberg, Nr. 10/1882 (online bei Ancestry, kostenpflichtig).
Über Marie von Bülows Jugend und Ausbildung ist derzeit nichts bekannt. 1899 brachte sie im hessischen Eberstadt eine Tochter zur Welt, lebte aber zu dieser Zeit in Deutsch Lissa bei Breslau.Personenstandsarchiv Hessen, Geburtsregister Standesamt Eberstadt, Nr. 86/1899 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). Als Schauspielerin ist sie erstmals in der Saison 1908/09 am Düsseldorfer Lustspielhaus nachweisbar. 1910/11 war sie Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, 1914/15 am Neuen Stadttheater Spandau.
Während des Ersten Weltkriegs stieß Marie von Bülow zum Stummfilm und avancierte rasch zu einer gefragten Nebendarstellerin. 1918 und 1919 steigerte sich ihr Pensum auf über ein Dutzend Produktionen pro Jahr. Sie spielte unter anderem Mütter und Gutsbesitzerinnen, aber auch Mägde, Bettlerinnen und Hexen. Zu den wichtigsten Regisseuren, die sie mehrfach besetzten, gehörten Richard Oswald, Jaap Speyer, Richard Eichberg, Fern Andra, Martin Berger, Viggo Larsen, Friedrich Wilhelm Murnau und immer wieder Hubert Moest.
Marie von Bülow war ab 1912 mit dem Verlagsbuchhändler Wolfgang J. Mörlins verheiratet.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 892/1912 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). Seit 1945 verwitwet,Landesarchiv Berlin, Sterbebuch Standesamt Charlottenburg von Berlin, Nr. 6930/1945 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). starb sie 1947 im Städtischen Bürgerhaus-Hospital in Berlin-Charlottenburg.Landesarchiv Berlin, Sterbebuch Standesamt Charlottenburg von Berlin, Nr. 2676/1947 (online bei Ancestry, kostenpflichtig).
Filmografie 1915: Der ewige Friede. Ein Ausgestoßener, 2. Teil 1916: Der unsichtbare Mensch 1916: Nirwâna 1916: Mein ist die Rache 1916: Wenn Menschen reif zur Liebe werden 1916: Die Richterin von Solvingsholm 1917: Stiefkinder des Glücks 1917: Der Herr Assessor 1917: Das Bacchanal des Todes 1917: Das Spitzentuch der Fürstin Wolkowska 1917: Die Schuld des Dr. Adrian Dorczy 1918: …um eine Stunde Glück 1918: Wo ein Wille, ist ein Weg 1918: Wenn Frauen lieben und hassen 1918: Lejah 1918: Das Mädchen aus der Opiumhöhle 1918: Paulchen Pechnelke 1918: Antons Sofakissen 1918: Der Zauberer von Gundelfing 1918: Sein letzter Seitensprung 1918: Das Tagebuch einer Verlorenen 1918: Der Weg, der zur Verdammnis führt 1919: Der Weg, der zur Verdammnis führt, 2. Teil. Hyänen der Lust 1919: Eugen Onegin 1919: Mazeppa, der Volksheld der Ukraine 1919: Kinder der Liebe, 1. Teil 1919: Ut mine Stromtid 1919: Die Fee von Saint Ménard 1919: Todesurteil 1919: Der goldene Klub 1919: Nonne und Tänzerin 1919: König Nicolo 1919: Taumel 1919: Todesurteil 1919: Die Nackten. Ein sozialpolitischer Film 1919: Sie geht denselben Weg 1919: Blondes Gift 1919: Wenn das Leben Nein sagt 1919: Menschen 1919: Die Berliner Range, 1. Streich: Lotte als Schulschreck 1919: Der Knabe in Blau 1920: Monte Carlo 1920: Klatsch 1921: Aus dem Schwarzbuch eines Polizeikommissars, 2. Teil: Verbrechen aus Leidenschaft 1922: Bardame 1922: Fridericus Rex (1. und 2. Teil) 1923: Die Sonne von St. Moritz
Literatur Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger (Hrsg.): Neuer Theater-Almanach. F. A. Günther & Sohn, Berlin 1909 ff. Victor Neuenberg (Hrsg.): Film-Magazin. Reinhold Kühn, Berlin 1920, , S. 67.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Stummfilmschauspieler Marie Kategorie:Titulargraf Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1874 Kategorie:Gestorben 1947 Kategorie:Frau