Ulrike Eifler (* 28. August 1975 in Eberswalde) ist eine deutsche Journalistin, Schriftstellerin und Politikerin (Die Linke).
Leben, Ausbildung und Beruf Eifler wuchs in Eberswalde auf. Ihr Großvater war der kommunistische Widerstandskämpfer Wilhelm Philipp Eifler, der Häftling im KZ Dachau war. Sie besuchte die Polytechnische Oberschule „Karl Marx“ und machte ihr Abitur an der Westend-Gesamtschule. Nach einem Studium der Philosophie, Politologie und interkulturellen Kommunikation an der Technischen Universität Chemnitz und der Politologie und Sinologie an der Philipps-Universität Marburg arbeitete sie zunächst als Journalistin und Hörbuchrezensentin und von 2009 bis 2019 als Gewerkschaftssekretärin für den Deutschen Gewerkschaftsbund. Von 2019 bis 2020 leitete sie das Auslandsbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Genf. Seit 2023 arbeitet sie bei der Geschäftsstelle der Industriegewerkschaft Metall in Würzburg.
Politischer Werdegang
2007 wurde Eifler gemeinsam mit Ulrich Wilken zu der ersten Vorsitzenden des hessischen Landesverbands der frisch gegründeten Linkspartei gewählt. Zuvor war sie Funktionärin der Wahlalternative soziale Gerechtigkeit. Wegen eines beruflich bedingten Umzugs nach Bayern gab sie 2009 das Landesvorsitzamt ab. Dem trotzkistischen Netzwerk Marx21 gehörte sie bis 2008 an. Ab 2017 war sie Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft ihrer Partei; von 2024 bis 2026 war sie Mitglied des Parteivorstands.
2018 kandidierte Eifler im Wahlkreis Main-Kinzig II zum Hessischen Landtag; 2021 kandidierte sie im Wahlkreis Recklinghausen II für den Bundestag. Sie ist oder war Mitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft und ist Mitglied der IG Metall, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten und des Vereins Fototeam Hessen.
Im Mai 2025 wurde sie für eine auf X gepostete Karte kritisiert, die Israel und die besetzten palästinensischen Gebieten (Westjordanland und Gazastreifen) in den Farben der palästinensischen Flagge zeigte und womit sie nach Meinung einiger Kritiker Israel das Existenzrecht abgesprochen habe. Eifler selbst widersprach dieser Darstellung: Die Auslöschung Israels sei nie ihre Position gewesen. Die Grafik stehe für das Leid der Palästinenser, die im gesamten Territorium, auch in Israel, angegriffen würden.
Schriftstellerische Tätigkeit Eifler verfasst nebenberuflich Lyrik und Prosa. 2014 gewann sie einen 2. Preis bei dem Literaturwettbewerb Holzhäuser Heckethaler.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Sachbücher
Die Rechnung zahlen wir: Aufrüstung, Sozialabbau und die Aufgaben der Gewerkschaften. Das Neue Berlin, Berlin 2026, ISBN 978-3-360-02784-9. als Herausgeberin
Belletristik
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Landesvorsitzender von Die Linke Hessen Kategorie:Die-Linke-Parteivorstand Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Person (Rosa-Luxemburg-Stiftung) Kategorie:WASG-Mitglied Kategorie:Marx21-Mitglied Kategorie:Mitglied der VVN-BdA Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Chemnitz Kategorie:Absolvent der Philipps-Universität Marburg Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau