mini|alt=Das EWERK ist ein modernes Gebäude mit einer weißen Fassade und großen Fenstern, die viel Licht hereinlassen. Auf dem Dach sind Solarpaneele installiert, die auf eine nachhaltige Energiegewinnung hinweisen. Links auf der Fassade ist der Schriftzug „EWERK“ deutlich sichtbar. Vor dem Gebäude verläuft eine Straße, auf der Verkehrsschilder und Ampeln zu sehen sind. Zwei Radfahrer sind auf der Straße unterwegs, was auf eine belebte Umgebung hinweist. Einige Bäume stehen in der Nähe des Gebäudes, deren Blätter teilweise gefallen sind, was auf die Herbstsaison hindeutet.|E-Werk Freiburg Das E-Werk Freiburg ist ein Kulturzentrum in einem denkmalgeschützten ehemaligen Elektrizitätswerk in Freiburg im Breisgau, das inzwischen Ausstellungen, Konzerte, Tanz und Theaterstücke freier Gruppen präsentiert.

Geschichte Das Gebäude wurde ursprünglich als Elektrizitätswerk im typischen Industrie-Stil um 1900 erbaut, mit großen Rundbögen, kräftigen Pfeilern und Fensterfronten in Reihen. 1989 erfolgte die Umwidmung zum Kulturhaus und Künstler besetzten die ehemaligen Betriebsräume. So legten sie den Grundstein für das E-Werk, das heute eine bedeutende Kulturinstitution in Freiburg ist.

Der Verein E-Werk Freiburg e. V. ist Träger des Kulturzentrums und bietet ein vielfältiges Kulturprogramm in den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Bildende Kunst, mit Schwerpunkten auf kultureller Bildung und interkultureller Arbeit. Der Verein zählt heute 120 Mitglieder und verantwortet das gesamte Kulturzentrum.mini|Skulptur von Matthias Dämpfle am E-Werk FreiburgDas E-Werk fördert die freie Theaterszene in Freiburg, präsentiert Rock- und Pop-Konzerte sowie Klassik-, Jazz- und Neue-Musik-Events. Höhepunkte sind das alle zwei Jahre stattfindende Freiburg Festival und das jährliche Freiburger Jazzfestival im September. Zudem zeigt das E-Werk regelmäßig Kunstausstellungen in der Galerie für Gegenwartskunst. Im Gebäude arbeiten 30 bildende Künstler, die Freiburger Schauspielschule, die Tanzschule „bewegungs-art“ und das Musiktheater „Die Schönen“ sind ebenfalls ansässig. Im Gebäude befindet sich ein Restaurant. Das Kulturprogramm wird durch die Stadt Freiburg und das Land Baden-Württemberg unterstützt.

Leitung Jürgen Eick (2015–2024) Laurence Nagel und Manuela Kowatsch (seit 2024) mini|Bildhauerhalle im E-Werk Freiburg, ehemals Turbinenhalle

Bildhauerhalle In der ehemaligen Turbinenhalle des Elektrizitätswerks befindet sich heute die Bildhauerhalle mit dem Atelierhaus. Dieses umfasst 30 bildende Künstler verschiedener Disziplinen. Der zentrale Raum ist die Bildhauerhalle, die 12 offene Arbeitsplätze bietet. Zusätzlich gibt es 15 Einzelateliers sowie 3 temporär vermietbare Projekträume. Das Kabuff ist ein Gastatelier für erweiterte künstlerische Produktions- und Präsentationsformen und wird über ein Stipendium vergeben. Bekannte Künstler, die ihr Atelier im E-Werk haben, sind Reiner Seliger, Unen Enkh und Hans-Günther van Look.

Galerie für Gegenwartskunst Die Galerie für Gegenwartskunst zeigt Ausstellungen und Projekte zeitgenössischer Künstler, sowohl international als auch aus der Region. Das Programm fokussiert sich auf Multimediakunst- und digitale Formate. Durch das Engagement für die Einbindung des Publikums und die Förderung sozialer sowie gemeinschaftsbasierter Praktiken ermöglicht die Galerie eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen globalen Themen, der künstlerischen Neuverhandlung von Geschichten und Identitäten sowie der Stärkung des Wohlergehens unseres Planeten. Sie dient als Plattform für den Austausch von Wissen, Gespräche, Performances, Ausstellungen, Publikationen und Interventionen im öffentlichen Raum.

Von 2011 bis 2014 leitete Heike Piehler die Galerie für Gegenwartskunst. Seit 2015 ist Heidi Brunnschweiler Kuratorin und Abteilungsleiterin für Bildende Kunst.

Ausstellungen 2015: Bahia Shehab, A 1000 Times No 2015: Florian Schmidt und Jananne Al-Ani, In-Dis-Appearance 2016: Ways of Looking, Rahmen und Rahmungen zwischen Digital und Analog mit Sam Smith, Anna K.E., Jacob Ott 2016: Komplexe Systeme mit Jorinde Voigt und Gabriela Löffel 2016: Performing Grounds mit Dora Garcia, Leonor Serrano Rivas, Samuel Leuenberger 2016: Regionale 16 2017: Vorübergehende Behausungen 2017: Patterns of Influence / Parallelaktion 2017: Van Look Preis 2017: Zora Kreuzer 2017: The Weight of History: Zeitgenössische Kunst aus Russland 100 Jahre nach der Oktoberrevolution mit Mari Bastashevski, Chto Delat?, Arseny Zhilyaev und Ilya Kabakov & Emilia Kabakov sowie Anton Vidokle, Rahul Jain 2017: Regionale 18 2018: Nachtstücke: Von Verdrängtem, der Nacht und der Farbe Schwarz mit Nadia Lichtig, Jaki Irvine, Theo Eshetu, Elisabeth Bereznicki 2018: In a World of Endless Rainfall: Natur als Choreografie des Werdens mit Ika Huber, Johannes Willi & Daniel Lara, Lucia Schmuck, Pauline v. Angerer, Sylvia Schedelbauer, Tino Sehgal 2018: Material Gestures: Material und Materialität in der Gegenwartskunst mit Liesl Raff, Carla Lavin, William Cobbing, Stephan Hasslinger 2018: Regionale 19 2019: Schwarze Frauen, Kunst und Widerstand, Changes in Direction mit Natasha A. Kelly, Naomi Beukes-Meyer, Laura Horelli 2019: Im Zeitalter der Selbstoptimierung, Héloïse Delègue: Spooning Sucks, Hanako Geierhos: Spirit Bodies 2019: Hun Kyu Kim, Big Picture: Another Universe from the Past, Sven Johne: Lieber Wladimir Putin 2019: Regionale 20 2020: Reiner Seliger, Up + Down 2020: Briefe aus Sibirien 2020: Fluid Bodies mit Nicole Bachmann, Natascha Schmitten, Denise Blickhan, JJ Levine, Jake Elwes 2021: Regionale 21 2021: Kunst im Setzkasten 2021: Notstrom Festival 2021, Get Used to It 2021: Urban Ecologies: Vikenti Komitski, Anthroposinic und Patrick Goddard, Die Biester 2022: Regionale 22 2022: Marc Lee, Loss of Diversity 2022: Cäcilia Brown, Landstreicherinnen 2022: Radical Encounters, Perspektiven des Afropäischen mit John Akomfrah, Mohamed Bourouissa, Johny Pitts, Jasmine Tutum 2022: Susanne Kühn, Proliferation – Vasa, Auginella & Other Sprouts 2022: Regionale 23 2023: Maeve Brennan, Horses and Angels 2023: Carina Emery, Spindle Still 2023: Van Look Preis 2023: Vika Prokopaviciute 2023: Highlights aus der Sammlung Jakob mit Neckar Doll, Evgenij Gottfried, Constantin Hartenstein, Thomas Liu Le Lann, Gabriella Torres-Ferrer, Karla Zipfel 2023: Tom Bull, Under Cover of Darkness 2024: Homeland in Transit, Artists from Hong Kong, Taipei and the Diaspora mit Oscar Chan Yik Long, Isaac Chong Wai, Leung Chi Wo, Hedy Leung, Anson Mak, Musquiqui Chihying, Winnie Soon, Angela Su 2024: Regionale 24 2024: Steph Huang, The Water that Bears the Boat 2024: Solmaz Daryani & Sabina Shikhlinskaya 2024: Thomas Liu Le Lann, Entertain 2024: Jaime Welsh, The Inheritors 2025: Regionale 25 2025: Damien Juillard, Liminal Tears 2025: Ceidra Moon Murphy, Groundwork

Südufer Seit Herbst 2015 ist der E-Werk Freiburg e. V. auch der Träger der Spielstätte Sudufer. Das Südufer | Tanz – Theater – Performance, ist ein Spielort der Freien Szene Freiburg und bietet, unabhängig von der Form, professionellen Freiburger Künstlern und Kollektiven Raum, sich temporär auszuprobieren, zu experimentieren, einen Stil zu erforschen und sich zu erproben. Neben Künstler-Residenzen, der Umsetzung des „TanzPakts“ und künstlerischer Forschung bietet das Südufer eine Plattform für Produktionen, Workshops, als Probenraum und für den JugendKunstParkour. Das Südufer soll unter der Leitung des E-Werk Freiburg einen offenen Prozess des Forschens und künstlerischen Austauschs anregen.

Literatur Rieke Kersting, Philipp Appenzeller: Endlich Freiburg!: Dein Stadtführer. rap Verlag. 2018, ISBN 9783942733564. Rita Gerlach-March, Lorenz Pöllmann: Kulturfinanzierung. Springer. ISBN 9783658020163. Susanne Kühn, Proliferation – Vasa, Augginella and Other Sprouts, hrsg. v. Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK, Wien: VfmK Verlag für moderne Kunst GmbH 2002. ISBN 978-3-99153-094-7. Patrick Goddard, Die Biester, hrsg. v. Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK, Basel: Sphere Publication 2022. ISBN 978-3-9525645-0-9. Laura Horelli, Changes in Direction – A Journal, Laura Horelli / Heidi Brunnschweiler (Hg.), Berlin: Archive Books, 2021. ISBN 978-3-948212-44-5. Heidi Brunnschweiler, Leonie Pfenning: Natascha Schmitten, Fluo, Natascha Schmitten / Heidi Brunnschweiler (Hg.), Brauweiler: grass publishers 2021. ISBN 978-3-946848-14-1. Heidi Brunnschweiler und Paolo Bianchi: Reiner Seliger, up and down – Kreidearbeiten. Raumskizzen, Freiburg: syntagma-verlag 2020. ISBN 978-3-940548-71-9. Dora Garcia (Hg.), On Reconciliation / Über Versöhnung, in Kooperation mit der Galerie für Gegenwartskunst – E-WERK Freiburg und der Kunsthochschule Oslo (Oslo National Academy of the Arts), K. Verlag 2018. ISBN 978-3-9818635-2-9

Weblinks

Website des E-Werk Freiburg Website der Galerie für Gegenwartskunst

Einzelnachweise

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