Das VE Kombinat Braunkohlekraftwerke Jänschwalde (KBK) mit Sitz in Peitz war ein Kombinat in der Deutschen Demokratischen Republik.
Das Kombinat war durch den Zusammenschluss eines Großteils aller Braunkohlekraftwerke der Republik der Haupterzeuger elektrischer Energie in der DDR und verfügte über rund zwei Drittel der installierten Kraftwerksleistung des Landes. Die restlichen Kraftwerkskapazitäten verteilten sich auf die Kernreaktoren, die dem Kombinat Kernkraftwerke angehörten, und kleinere Laufwasser- und Industriekraftwerke sowie Heizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, die durch die Energiekombinate der Bezirke betrieben wurden. Zum Kombinat Braunkohlekraftwerke gehörten weiterhin zwei Laufwasserkraftwerke und die Pumpspeicherkraftwerke der DDR, die der Spitzenlast-Abdeckung dienten.Die Energiepolitik der DDR - Mängelverwaltung zwischen Kernkraft und Braunkohle, Friedrich-Ebert-Stiftung / Verlag Neue Gesellschaft GmbH, abgerufen auf core.ac.uk, abgerufen am 8. März 2025. In Vockerode und Zschornewitz wurden neben den dort ebenfalls befindlichen Braunkohlekraftwerken auch Gasturbinenkraftwerke mit hohen installierten Leistungen betrieben.
Über die Kombinatsbetriebe Instandsetzung Kraftwerke Peitz, ORGREB-Institut für Kraftwerke Vetschau und Reparaturwerk „Clara Zetkin“ Erfurt wurden Instandhaltungs- und Reparaturdienstleistungen sowie Projektierungsleistungen erbracht.Thüringer LSG, Urteil v. 07.07.2009 - L 6 R 717/05, sozialgerichtsbarkeit.de, abgerufen am 9. März 2025.ORGREB-Institut für Kraftwerke Vetschau, kuladig.de, abgerufen am 9. März 2025.
Das VE Kombinat Braunkohlekraftwerke Jänschwalde unterstand dem Ministerium für Kohle und Energie. Weitere zentral geleitete Kombinate im Zuständigkeitsbereich dieses Ministeriums sind in der Liste von Kombinaten der DDR aufgeführt.
Im Zuge der Wende und der anschließenden Wiedervereinigung wurde das Kombinat 1990 aufgelöst, und seine Betriebe wurden privatisiert. Die Vereinigte Kraftwerks-AG, im Sommer 1990 als Rechtsnachfolger des Kombinats gegründet, verschmolz 1991 mit der Verbundnetz Elektroenergie AG zur Vereinigten Energiewerke AG (VEAG). Die Verbundnetz Elektroenergie AG war der Nachfolger des Kombinats Verbundnetze Energie.Die Gründung der Kraftwerks- und Netzgesellschaft, kraftwerk-rostock.de, abgerufen am 9. März 2025. Im Jahr 1994 wurde die VEAG durch ein Konsortium westdeutscher Energiekonzerne übernommen. 2002 ging die VEAG schließlich in der Vattenfall (Deutschland) auf.
Zugehörige Betriebe Zum Kombinat gehörten zuletzt die folgenden Betriebe: Liste der privatisierten Unternehmen der Treuhandanstalt Liste der Treuhandunternehmen in: Zusammenstellung der beim Versorgungsträger für die Zusatzversorgungssysteme zu den ehemaligen Betrieben und Einrichtungen der DDR vorhandenen Unterlagen bei Deutsche Rentenversicherung (in archive.org)
Weblinks
Einzelnachweise
Braunkohlekraftwerke Kategorie:Energieunternehmen (DDR) Kategorie:Elektrizitätsversorger (Deutschland) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin) Kategorie:Unternehmensgründung 1980 Kategorie:Aufgelöst 1990