Die Strategic Bitcoin Reserve ist eine von Präsident Donald Trump im März 2025 angekündigte Anlage, die mit den eingezogenen Bitcoin des US-Finanzministeriums finanziert wird.

Strategische Bitcoin-Reserve der Vereinigten Staaten mini|76x76px Die strategische Bitcoin-Reserve der USA wurde durch eine am 6. März 2025 von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Executive Order eingerichtet. Sie dient als dauerhafter Reservebestand für Bitcoin und wird zunächst mit Bitcoin kapitalisiert, die sich bereits im Besitz der US-Bundesregierung befinden, insbesondere aus Beschlagnahmungen. Die in die Reserve eingebrachten Bitcoin sollen nicht verkauft werden. Die Executive Order sieht zudem vor, dass das US-Finanzministerium und das US-Handelsministerium budgetneutrale Strategien zum Erwerb weiterer Bitcoin entwickeln können.

Hintergrund und Zielsetzung Die Bitcoin-Reserve basiert auf der Idee, Bitcoin als strategische Ressource ähnlich wie Gold zu behandeln. Sie soll in Krisenzeiten zur wirtschaftlichen Stabilität beitragen und den Wert der von der US-Regierung beschlagnahmten Bitcoin langfristig maximieren. Die Reserve soll zunächst aus Bitcoin bestehen, die in strafrechtlichen oder zivilrechtlichen Verfahren beschlagnahmt wurden. Für ihren Aufbau sollen daher zunächst keine zusätzlichen Mittel der Steuerzahler erforderlich sein.

Zusammensetzung der Reserve Die Strategic Bitcoin Reserve wird mit Bitcoin kapitalisiert, die sich bereits im Besitz der US-Bundesregierung befinden, insbesondere mit durch Bundesbehörden beschlagnahmten Bitcoin. Nach On-Chain-Daten wurde der Bestand der US-Regierung im Februar 2026 auf etwa 328.372 Bitcoin geschätzt. Andere digitale Vermögenswerte, die von der Bundesregierung beschlagnahmt wurden, werden nicht Bestandteil der Strategic Bitcoin Reserve, sondern im U.S. Digital Asset Stockpile separat verwaltet.

Verwaltung und Ausbau Die Verwaltung der Strategic Bitcoin Reserve obliegt dem US-Finanzministerium. Das US-Finanzministerium und das US-Handelsministerium sind ermächtigt, budgetneutrale Strategien zum Erwerb weiterer Bitcoin zu entwickeln, sofern dadurch keine zusätzlichen Kosten für die US-Steuerzahler entstehen. Die Executive Order verpflichtet die US-Regierung jedoch nicht zu einem bestimmten Umfang zusätzlicher Käufe.

Politische und wirtschaftliche Auswirkungen Die Einrichtung der Strategic Bitcoin Reserve wurde als bedeutender Schritt zur staatlichen Anerkennung von Bitcoin als Reservevermögenswert eingeordnet. Die Executive Order begründet die Einrichtung unter anderem mit der begrenzten Gesamtmenge von Bitcoin und dessen möglicher strategischer Bedeutung im globalen Finanzsystem. Die langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Reserve sind bislang nicht abschließend absehbar.

Weitere Länder erwägen die Einführung von Bitcoin-Reserven, darunter Brasilien, Hongkong, Japan, Polen, Slowenien und Tschechien. Die tschechische Nationalbank plant, bis zu 5 % ihrer 140 Milliarden Euro umfassenden Reserven in Bitcoin zu investieren. Bhutan hat durch Bitcoin-Mining Bestände im Wert von 750 Millionen US-Dollar aufgebaut, was 28 % seines BIP entspricht. El Salvador hält bereits 6.103 BTC (ca. 550 Millionen US-Dollar). Die USA sind mit 207.189 BTC der größte staatliche Bitcoin-Besitzer, gefolgt von China (194.000 BTC) und Großbritannien (61.000 BTC). Diese Entwicklungen könnten durch die US-Strategie zur Einrichtung einer Bitcoin-Reserve beschleunigt werden, was einen globalen Trend zur staatlichen Bitcoin-Adoption auslösen könnte.

Kontroversen Die Initiative hat auch politische Debatten ausgelöst. Während Republikaner wie Senatorin Cynthia Lummis das Projekt unterstützen, sehen Kritiker darin eine riskante Wette auf volatile Märkte. Zudem wird Trumps Engagement in der Kryptobranche als potenzieller Interessenkonflikt diskutiert.

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