Schakla (), geb. im 8. Jahrhundert, gest. im 8. oder 9. Jahrhundert, war eine Sängersklavin und Konkubine des dritten Abbasiden-Kalifen Al-Mahdi (um 744–785, reg. 775–785) und Mutter des berühmten Abbasiden-Prinzen Ibrahim ibn al-Mahdi (779–839).
Leben Schakla war ein dunkelhäutiges Kind.Nabia Abbott: Two Queens of Baghdad: Mother and Wife of Hārūn Al Rashīd, University of Chicago Press, Chicago, 1946, S. 33f. Sie hatte einen Bruder namens Humaid.Al-Tabari: The History of al-Tabari, Vol 31: The War between Brothers, State University of New York Press, New York 1992, S. 187. Sie gehörte zum Harem des Persers Ustadhsis, der im Jahr 767 in Chorasan gegen die Abbasiden rebellierte.Arezou Azad: The Beginnings of Islam in Afghanistan – Conquest, Acculturation, and Islamization (S. 41–55). In: Nile Green (Hrsg.): Afghanistan's Islam, University of California Press 2016, S. 49. 767/768 schlug der Abbasiden-Kalif al-Mansur die Revolte unter Führung seines al-Mahdi und General Khazim ibn Khuzayma al-Tamimi nieder.Al-Tabari: The History of al-Tabari, Vol 29: Al-Mansur and al-Mahdi, State University of New York Press, New York 1990, S. 44–49. Die Mitglieder von Ustadhsis Harem gerieten in Kriegsgefangenschaft und wurde als Sklaven nach Bagdad gebracht. Unter den versklavten Kindern waren sowohl Schakla als auch Maradschil,Mausu'a al-mudschiza fi tarikh al-islam (الموسوعة الموجزة في التاريخ الإسلامي), 2019, S. 1062 f.Ibn al-Athir: Al-Kamil fi al-tarikh muradschi'a (الكامل في التاريخ، مراجعة), 2005, S. 828. die spätere Konkubine Harun al-Raschids und Mutter des siebten Abbasiden-Kalifen al-Ma'mun.Nabia Abbott: Two Queens of Baghdad: Mother and Wife of Hārūn Al Rashīd, University of Chicago Press, Chicago, 1946, S. 141.
So kam Schakla noch als Kind in den Besitz al-Mahdis, der sie seiner Konkubine Muhayyat gab. Muhayyat erkannte Schaklas musikalisches Talent und schickte sie auf die berühmte Musikschule von Taif im Hidschaz im heutigen Westen Saudi-Arabiens, wo Schakla zu einer Sängersklavin ausgebildet wurde. Schließlich präsentierte al-Muhayyat sie al-Mahdi, inzwischen Kalif, der an ihr Gefallen als Konkubine fand.
Im Jahr 779 gebar sie al-Mahdi den dunkelhäutigen Prinzen Ibrahim ibn al-Mahdi, der das musikalische Talent seiner Mutter erbte und zu einem der bekanntesten Dichter, Musiker und Musikgelehrten im Abbasiden-Kalifat wurde.
Rezeption In der klassisch-arabischen Literatur findet Schakla unter anderem Erwähnung im Taʾrīḫ aṭ-Ṭabarī – Taʾrīḫ ar-Rusūl wa-l-Mulūk von al-Tabari (839–923),Al-Tabari: The History of al-Tabari, Vol 31: The War between Brothers, State University of New York Press, New York 1992, S. 187. im Kitab al-Aghani von Abū l-Faradsch al-Isfahānī (897–967) und bei Ibn Challikān (1211–1282).
Siehe auch
Liste bekannter Sängersklavinnen
Einzelnachweise
Kategorie:Konkubine (al-Mahdi, Abbaside) Kategorie:Sängersklavin im Abbasiden-Kalifat Kategorie:Geboren im 8. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 8. oder 9. Jahrhundert Kategorie:Frau