Lösten ist ein Gemeindeteil des Marktes Zell im Fichtelgebirge im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Lösten liegt in der Gemarkung Kleinlosnitz.
Geografie Das Dorf besteht neben der Hauptsiedlung noch aus drei weiteren Siedlungen circa einen Kilometer westlich an der Kreisstraße HO 44. Sie sind von Acker- und Grünland umgeben, die Hauptsiedlung liegt am Löstenbach, einem linken Zufluss des Haidbachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt 0,7 km nördlich zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße, die unmittelbar westlich zur HO 44 bzw. östlich nach Kleinlosnitz verläuft. Ein Wirtschaftsweg führt zu einer Nebensiedlung an der HO 44 (1,4 km südwestlich) bzw. nach Erbsbühl zur Kreisstraße HO 19 (1,7 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1346 als „Lesten“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 391.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Lösten aus 13 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit südlich des Löstenbachs stand dem bayreuthischen Amt Stockenroth zu, nördlich des Löstenbachs war es das bayreuthische Stadtrichteramt Münchberg. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Stockenroth. Grundherren waren das Kastenamt Stockenroth (3 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 2 Tropfhäuser), die Hofkanzlei Bayreuth (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Höflein) und das Gotteshaus Stammbach (1 Halbhof).A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 420.
Von 1797 bis 1810 unterstand Lösten dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Lösten dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Kleinlosnitz und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Kleinlosnitz zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 490. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Lösten am 1. Juli 1972 nach Zell im Fichtelgebirge eingemeindet.
Baudenkmäler
Haus Nr. 8: Wohnstallhaus Steinkreuz
ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 3: Zugehöriger Stadel mit Riegelwand und strohgedecktem Satteldach, 18. Jahrhundert, sowie ein gleichzeitiger Schuppen mit strohgedecktem Frackdach.T. Breuer: Münchberg, S. 23. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 7: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach, 18./19. Jahrhundert, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss aus verputztem, ursprünglich freiliegendem Fachwerk. Türstock geohrt. Haus Nr. 10: Wohnstallbau mit strohgedecktem Frackdach, wohl 18. Jahrhundert, Erdgeschoss massiv mit geohrtem Türstock, Obergeschoss verschalt. Haus Nr. 13: Ehemaliger Wohnstallbau des 18./19. Jahrhunderts, drei Fenster zur Straße, über dem Wohnteil Satteldach, auf der Ostseite mit Stroh gedeckt; Stallteil modernisiert. Zugehöriger Schuppen mit Frackdach, auf der Ostseite ebenfalls mit Stroh gedeckt.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2010 2015Einwohner 85 87 98 151 127 130 102 96 137 104 101 89 74 62 58HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 13 15 20 19 20 20 21 24 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 315. Dort als Leesten ohnweit Zell aufgelistet.
Religion Lösten ist bis heute nach St. Gallus (Zell im Fichtelgebirge) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Zell im Fichtelgebirge) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1346