Sophie Thun (geb. 1985 in Frankfurt am Main) ist eine deutsch-polnische Künstlerin. Sie arbeitet hauptsächlich mit den Möglichkeiten der analogen Fotografie. Seit 2026 leitet sie die Klasse Fotografie, Bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Herkunft und Ausbildung Sophie Thun kam 1985 in Frankfurt am Main zur Welt. Sie wuchs in Warschau auf, studierte bis 2010 an der Krakauer Akademie unter anderem bei Agata Pankiewicz und Jacek Gaj Kunst, bis 2017 absolvierte sie ein Masterstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Martin Guttmann und Daniel Richter.

Werk Zu Beginn ihres künstlerischen Schaffens beschäftigte sich Sophie Thun schwerpunktmäßig mit klassischer Malerei. Heute arbeitet sie vor allem mit der Analogfotografie, zentral für sie sind die Räume, die Ausbelichtung, die technischen und chemischen Prozesse sowie die Produktions- und Ausstellungsbedingungen.

Häufig stellt sie sich in ihren Fotografien selbst dar, sie bildet sich mehrfach ab, immer wieder Mise en abyme, in positiver und negativer Form, mit dem Selbstauslöser in der Hand, Collagen aus Fotografien. Wichtig sind ihr 1:1-Abbildungen, so hängen riesige Bahnen aus Fotopapier von der Decke mit lebensgroßen Fotogrammen als Hintergründe und Projektionsflächen, das Fotopapier ist mindestens so groß, wie das dargestellte Objekt. Ein entscheidender Teil des Kunstprozesses findet in der Dunkelkammer statt, wo sie direkt auf das lichtempfindliche Papier einwirkt. Die Artefakte werden zerschnitten, aufgespalten und multipliziert und schließlich in komplexen Arrangements neu kombiniert.

2020 erstellte sie gemeinsam mit İpek Hamzaoğlu und Laura Nitsch den Film This year’s girl.

Sophie Thun lebt und arbeitet in Wien. Nach einer Interimsprofessur für Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf ist sie seit Anfang 2026 Professorin an der Universität für angewandte Kunst Wien und leitet dort die Klasse Fotografie, Bildende Kunst.

Auszeichnungen 2025: Hans-Purrmann-Preis 2024: Otto-Breicha-Preis 2024: Förderpreis beim Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst

Ausstellungen (Auswahl) 2024: „Zwischen Licht und Wand“, Museum der Moderne Salzburg 2024: „What do you do in bed?“, Gdańska Galeria Miejska, Danzig 2024: „Stolberggasse zu Friedrichstraße zu Grabbeplatz“, Kunsthalle Düsseldorf 2024: „the uncontrolled aspect of rushing into position“, Sophie Tappeiner, Wien 2023: „Leaking Times“, Cukrarna (Museum und Galerie, Ljubljana) 2021: „Songs of Experience“ (Gruppenausstellung) im Museo d’Arte Contemporanea di Roma 2022: „Working Title“, Galeria Madragoa, Lissabon 2022: „Trails and Tributes“, Kunstverein Hildesheim 2022: „Merge Layers“, Sophie Tappeiner, Wien 2021: „SHIFTS (RAL5014)“, Rosa Stern Space, München 2021: Förderstipendiums des DZ Bank Work Grant, Art Foyer, Frankfurt 2021: „I don’t Remember a Thing. Entering the Elusive Estate of ZDZ“, Contemporary Art Center, Riga 2020: „Stolberggasse“, Wiener Secession, Wien 2020: „Room Tour“ gemeinsam mit Karolina Jablońska, Galeria Raster, Warschau, C/O, Berlin 2019: „Interiors of Photography“, Camera Austria, Graz 2019: „Extended Double Release“, Galerie 52, Folkwang Universität der Künste, Essen 2019: „After Hours“, Sophie Tappeiner, Wien 2018: „Les Rencontres d’Arles“, Arles 2018: „Double Release“, Sophie Tappeiner, Wien

Weblinks Webpräsenz von Sophie Thun

Einzelnachweise

Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Fotograf (21. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1985 Kategorie:Frau Kategorie:Hochschullehrer (Kunstakademie Düsseldorf)