mini|alt= Paul Werner Glaser bei der Verleihung des Theaterpreises Rolf Mares 2023 in Hamburg. Er steht an einem Rednerpult und hält anscheinend eine Rede hält. Er trägt einen dunklen Anzug und ein weißes Hemd, was einen formellen Anlass suggeriert. Vor der Person befindet sich ein Mikrofon, das am Rednerpult befestigt ist. Auf dem Rednerpult ist ein Schild angebracht, auf dem der Text „THEATERPREIS HAMBURG“ deutlich zu lesen ist. Im Hintergrund ist ein blauer Bildschirm zu sehen, der mit weißen und blauen Kreisen gestaltet ist.|Paul Glaser hält eine Dankesrede nach Erhalt des Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares (2023). Paul Werner Glaser (* 14. Dezember 1963 in Uppsala, Schweden) ist ein schwedischer Theaterregisseur, Autor und Komponist. Er ist Intendant des The English Theatre of Hamburg und wurde 2023 mit dem Rolf-Mares-Preis als „Bester Regisseur“ ausgezeichnet.

Leben Paul Glaser nahm ab 1980 Gesangs- und Schauspielunterricht. Er wurde zunächst von 1983 bis 1985 als klassischer Tänzer am Royal Swedish Ballet in Stockholm von Konstantin Damianov ausgebildet. Zum Studienabschluss erhielt er ein Carina Ari-Stipendium. Erste Rollen hatte er am Parkteatern in Stockholm am Oscars Teatern in Stockholm.

1985 wurde er als Solo-Tänzer mit einem Dreijahresvertrag an das Malmö Stadsteater engagiert, wo er unter anderem in den Ballettproduktionen Gaîté Parisienne (nach der Choreographie von Léonide Massine), Symphony in D (Choreographie: Jiří Kylián), Coppélia (inszeniert von Hans Brenaa) und Der Nussknacker (Choreographie: Marius Petipa) auftrat. Während seines Engagements am Malmö Stadsteater erhielt er ergänzendes Ballett-Coaching von Olga Lepeshinskaya.

Gleichzeitig begann er als Schauspieler und Sänger in Operetten und Musicals aufzutreten. Von 1988 bis 1990 war er am Operettenhaus Hamburg für das Musical Cats von Andrew Lloyd Webber engagiert, wo er der erste Darsteller in der Produktionsgeschichte des Musicals war, der sowohl die Gesangs-Hauptrolle des „Rum Tum Tugger“ als auch die Tanz-Hauptrolle des „Mr. Mistoffelees“ im selben Vertrag erhielt. Anschließend trat er in Schweden und Deutschland in verschiedenen Musicalproduktionen auf.

1999 veröffentlichte Glaser mit Peggy sein erstes eigenes Musical, dessen Uraufführung im Star-Theater Hamburg statt, mit Buch, Gesangstexten und Musik von Glaser sowie Annika Bruhns in der Hauptrolle stattfand.

Zwischen 2016 und 2019 wurde Glaser von der Komödie am Winterhuder Fährhaus beauftragt, die Musik für insgesamt sechs Kinder-Musicals von Christian Berg zu komponieren.

Seit 2017 ist Glaser als geschäftsführender und künstlerischer Leiter des The English Theatre of Hamburg tätig und dort für seine Inszenierungen des klassischen englischsprachigen Theaters und modernen Bühnenadaptionen bekannt.

Im November 2023 erhielt Glaser den Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares für seine englische Theaterproduktion und Regie von The Pride, ein Stück von Alexi Kaye Campbell.

Privates Glasers Großvater war der deutsch-dänisch-schwedische Komponist, Psychologe und Dirigent Werner Wolf Glaser. Sein Onkel ist der schwedische Schauspieler und Regisseur Etienne Glaser.

Er ist mit Petter Bjällö verheiratet. Mit Ingela Santesson, der Mutter von Awa Santesson-Sey (der 2012 Gewinnerin der schwedischen Version der Musikwettbewerb-Fernsehshow The X Factor) hat er einen Sohn. Dieser ist verheiratet und hat drei Kinder.

Regie (Auswahl) Ausgewählte Bühnenproduktionen als Theaterregisseur:

Internationale Produktionen 2016: Thrill Me: The Leopold and Loeb Story (Jermyn Street Theater, London) 2017: Mary Stuart, auch Komposition (British Theater, London) 2024: HAP (Teatret ved sorte hest, Kopenhagen) 2026: Anthropology (Düsseldorf English Theatre, Düsseldorf)

Produktionen für das The English Theatre of Hamburg (Hamburg) 2018: Death Knell 2018: The Picture of Dorian Gray 2018: I Love You, You’re Perfect, Now Change 2019:The Woman in Black 2019: Moonlight And Magnolias 2020: Apologia 2021: Shirley Valentine 2021: The 39 Steps 2022: Great Expectations 2023: The Hound of the Baskervilles 2023: The Pride 2024: Jeeves and Wooster in Perfect Nonsense 2024: Lizard Boy 2025: Gaslight 2025: Little Red Riding Hood 2026: All New People

Musikproduktion (Auswahl) Musikkompositionen für Christian Berg (Buch und Regie)

2016: Vom Fischer und seiner Frau 2017: Das Phantom von Opa 2017: Rapunzel 2018: Bambi 2019: Das Gespenst von Canterville 2019: Frau Holle

Hörspiele (Sprecher) 2003: Albert Vigoleis Thelen: Die Insel des zweiten Gesichts (2. Teil) (Graves/Brite) – Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer (Hörspielbearbeitung – NDR/WDR)ARD-Hörspieldatenbank (Die Insel des zweiten Gesichts (2. Teil), NDR/WDR 2002)

Weblinks Paul Glaser – Internetpräsenz

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Musicaldarsteller Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Darstellender Künstler (Hamburg) Kategorie:Balletttänzer (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Komponist Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann