Schamlesberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Gefrees im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Schamlesberg liegt in der Gemarkung Metzlersreuth. Von besonderer Bedeutung ist der dort vorgefundene Chiastolithschieder, ein schwarzer Tonschiefer des ordovizischen Zeitalters.D. Hermann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 569.

Geografie Das Dorf liegt im Fichtelgebirge westlich des Bischofsgrüner Forstes. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2464 bei Gottmannsberg (0,8 km nördlich) bzw. nach Metzlersreuth (1 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahre 1317 als „Schamansberg“ erstmals urkundlich erwähnt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schamlesberg aus sechs Anwesen (4 Achtelhöfe, 2 Sechstelhöfe). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Gefrees zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kastenamt Gefrees.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 433.

Von 1797 bis 1810 unterstand Schamlesberg dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schamlesberg dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Metzlersreuth und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Metzlersreuth zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 494. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schamlesberg am 1. Januar 1973 nach Gefrees eingemeindet.

Ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 5: Erneuerter, ehemals eingeschossiger Wohnstallbau, der Sturz der Haustür am Scheitelstein bezeichnet „CZ“, die Stalltür an der gleichen Stelle bezeichnet „1828“.T. Breuer: Landkreis Münchberg, S. 36. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 35 41 42 40 47 56 42 59 44 39 45HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 7 8 8 8 9 9 12Quelle

Religion Schamlesberg war ursprünglich nach St. Matthäus (Bischofsgrün) gepfarrt und ist seit der Reformation ist der Ort evangelisch-lutherisch geprägt. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Johannes der Täufer (Gefrees) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Gefrees) Kategorie:Ersterwähnung 1317