Olschnitz, früher auch Ollschnitz und Oelschnitz, ist eine Ortschaft in der Gemeinde Straßburg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Lage Olschnitz liegt auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Straßburg Land, etwa 2 ½ km westlich des Gemeindehauptorts Straßburg-Stadt, im Graben des Olschnitzbachs, eines Zubringers zum Langwiesenbach.

Der Weiler Olschnitz, linksseitig an den Hängen des Olschnitzbach-Grabens, besteht aus Jäger-Hube (Nr. 3 und 3a), Strauss-Keusche (Nr. 4 und 7) und Lauchart-Keusche (Nr. 10). Zur Ortschaft gehören auch noch die Königbauer-Hube (Nr. 8; ½ km nördlich des Weilers gelegen) und, rechtsseitig im Graben, gegenüber des Weilers, die Grantner-Keusche (früher Krantnerkeusche, Nr. 5) samt einem benachbarten Haus ohne Vulgonamen (Nr. 11).

Geschichte 1175 wird der Ölsnitzbach genannt; 1370 der Ort Ölsnitz. Der Ortsname leitet sich vermutlich vom slowenischen Dolžnica ab, was lange Gegend heißt und ähnliche Bedeutung wie der Name des benachbarten Langwiesen hat.Eberhard Kranzmayer: Ortsnamenbuch von Kärnten. Alphabetisches Kärntner Siedlungsnamenbuch. Klagenfurt, 1956.

Seit Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts gehört Olschnitz zur Gemeinde Straßburg. Zur Ortschaft wurden damals auch die Häuser Obere Linder-Hube und Untere Linder-Hube gezählt (Ortschaftsbestandteil Lind).

Am 7. September 1911 brannten die Grantnerkeusche und benachbarte Lauchartkeusche ab; die Besitzerin der Lauchartkeusche kam dabei ums Leben.

Im Juli 1943 wurde in Olschnitz eine kirchliche Feier abgehalten. Der Straßburger Gemeindesekretär zeigte danach den Gurker Gendarmeriemeister Rudolf Knoll wegen dessen Teilnahme an dieser angeblich staatsfeindlichen Feier an. Knoll war daraufhin 18 Monate in Haft. 1947 wurde der Denunziant zu 18 Monaten Haft verurteilt.

1971 wurde Lind von Olschnitz abgetrennt und wird seither als eigene Ortschaft Olschnitz-Lind geführt.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft Olschnitz ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: Einschließlich Lind 1869: 8 Häuser, 63 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 68. 1880: 9 Häuser, 60 Einwohner; davon Lind 3 Häuser, 30 Einwohner; Olschnitz 6 Häuser, 30 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 54. 1890: 10 Häuser, 80 Einwohner; davon Lind 2 Häuser, 22 Einwohner; Olschnitz 8 Häuser, 58 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 55. 1900: 10 Häuser, 55 Einwohner; davon Lind 3 Häuser, 6 Einwohner; Olschnitz 7 Häuser, 49 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 74. 1910: 9 Häuser, 71 Einwohner; davon Lind 3 Häuser, 24 Einwohner; Olschnitz 6 Häuser, 47 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 37. 1923: 8 Häuser, 42 Einwohner; davon Lind 2 Häuser, 23 Einwohner; Olschnitz 6 Häuser, 19 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1934: 53 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1951: 8 Häuser, 47 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Wien 1953. S. 175. 1961: 9 Häuser, 41 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255.

Seit 1971: ohne Lind 2001: 8 Gebäude (davon 6 mit Hauptwohnsitz) mit 9 Wohnungen; 26 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 6 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 3 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 124. 2011: 8 Gebäude, 19 Einwohner, 6 Haushalte, 0 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 48. 2021: 8 Gebäude, 19 Einwohner, 6 Haushalte, 2 Arbeitsstätten

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Straßburg, Kärnten) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan