Osserich (oberfränkisch ebenfalls OsserichE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach. S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „osseʳich“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Wirsberg im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern. Osserich liegt in der Gemarkung Neufang.

Lage Der Weiler liegt am Nordhang des Lindenbergs () an einem namenlosen linken Zufluss des Koserbachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Weißenbach (0,7 km nordöstlich) bzw. nach Wirsberg zur Kreisstraße KU 1 (1,4 km südwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Cottenau zur KU 1 (1,4 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1402 als „Ossero“ erstmals urkundlich erwähnt, 1495 „Osrach“, 1533 „Osserich“. Dem Ortsnamen liegt das slawische Wort „osa“ mit dem Suffix „-ro“ zugrunde, zu deutsch eine mit Espen bewachsene Örtlichkeit.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 120.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Osserich aus 7 Anwesen (5 Halbhöfe, 2 Sölden). Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen übte das bayreuthische Vogteiamt Wirsberg aus.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 627.

Von 1797 bis 1810 unterstand Osserich dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Wirsberg und der im selben Jahr gebildeten Munizipalgemeinde Wirsberg zugewiesen. 1812 erfolgte die Überweisung an das Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Neufang.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 768. Am 1. April 1971 wurde Osserich in die Gemeinde Wirsberg eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 5: Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 45 51 46 51 51 41 35 51 30 33 30HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 7 7 7 7 7 7 9Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.

Religion Osserich ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannis gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Wirsberg) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1402 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft