mini|Die Stadtteile Gelsenkirchens mit Feldmark im Südwesten
Feldmark ist ein Stadtteil der Stadt Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Der Stadtteil liegt im Bezirk Gelsenkirchen-Mitte und hat knapp über 10.000 Einwohner.
Geographie Feldmark liegt im Südwesten von Gelsenkirchen und grenzt im Uhrzeigersinn von Nord nach Süd an die Gelsenkirchener Stadtteile Heßler, Schalke, Altstadt und Rotthausen sowie im Westen an Essen-Katernberg. Die Fläche des Stadtteils beträgt etwa 3,89 Quadratkilometer.
Geschichte Bei dem Gebiet der ehemaligen Schalker Feldmark handelte es sich um das bis ins 20. Jahrhundert hinein vor allem landwirtschaftlich genutzte Freiland zwischen Schalke und Katernberg südlich des Dorfes Heßler. Es gehörte zum Außenbereich von Schalke, bevor die Feldmark 1953 ein eigener Stadtteil von Gelsenkirchen wurde. In der Zeit des Ruhrbergbaus waren große Teile des heutigen Stadtteils von industriellen Verschub-, Gleis- und Haldenanlagen der benachbarten Zechen bedeckt, so neben dem heutigen Revierpark Nienhausen auch das Gelände der heutigen JVA und das Gebiet der Küppersbusch-Siedlung (Robert-Geritzmann-Höfe), die beide in den 1990er Jahren erbaut wurden.
Sehenswürdigkeiten In der Feldmark befinden sich mehrere, teils denkmalgeschützte Relikte des Ruhrbergbaus, insbesondere das Jugendstil-Ensemble des ehemaligen Schulbergwerks der Zeche Consolidation (Schacht Oberschuir) an der Boniverstraße. Unmittelbar südlich angrenzend befindet sich die in den 1990er Jahren erbaute postmoderne Wohnanlage der Robert-Geritzmann-Höfe (Deutscher Architekturpreis 1999)Siedlung Küppersbusch Gelsenkirchen, Bild-Nr. 53862 im Architektur-Bildarchiv, abgerufen im September 2026. gegenüber der ehemaligen Firmenzentrale von Küppersbusch. Die heute als Kulturzentrum und überregionaler Veranstaltungsort genutzte ehemalige Waschkaue der Zeche Wilhelmine Victoria (Schachtanlage 1/4) an der Wilhelminenstraße liegt im Grenzeck Schalke-Heßler-Feldmark bereits auf Schalker Gebiet. An der Grenze nach Essen-Katernberg nahe der Trabrennbahn Gelsenkirchen und dem Revierpark liegt das Gelände der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen. Relativ abgelegen ganz im Süden der Feldmark, bereits jenseits des Revierparks an der Grenze nach Rotthausen befindet sich die ebenfalls denkmalgeschützte ehemalige Bergarbeitersiedlung der Zeche Dahlbusch, deren Backstein-Architektur und bewusst nicht asphaltierte Straßen ein authentisches Bild von den Lebensverhältnissen der Ruhrgebietsbevölkerung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vermitteln.
Sport und Freizeit Der Stadtteil bietet zahlreiche Sportmöglichkeiten, unter anderem im GelsenTrabPark. Der Revierpark Nienhausen ist eine der ältesten Grünanlagen im Ruhrgebiet und ermöglicht ebenso wie das fußläufig schnell erreichbare Emscherufer in Heßler mit dem Nordsternpark ausgedehnte Spaziergänge und viele Freizeitaktivitäten.
Verkehr Feldmark ist gut an das Straßennetz angebunden und verfügt über mehrere Buslinien sowie die Kulturlinie 107, die eine Verbindung zu anderen Stadtteilen und dem Gelsenkirchener Hauptbahnhof bieten.
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Einzelnachweise
Feldmark