Gumpersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Untersteinach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Gumpersdorf liegt in der Gemarkung Untersteinach.

Geografie Das Dorf liegt im Tal des Kesselbachs, eines rechten Zuflusses des Weißen Mains. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kauernburg (3 km südlich), an Ramscheid vorbei nach Baumgarten (1,5 km nordwestlich), nach Stadtsteinach (2,4 km nordöstlich) und nach Untersteinach (3,1 km östlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Oberndorf (1,1 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde wahrscheinlich schon während der Fränkischen Landnahme (5. bis 8. Jahrhundert) gegründet. Das Bestimmungswort des Ortsnamens der Personenname Gumpert. Ein fränkische Dienstmann dieses Namens erhielt von den Grafen von Henneberg einen Teil des Herrschaftsgebiet Steinaha.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 190.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Gumpersdorf aus 11 Anwesen. Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach mittelbar für das Bayreuthische Kanzleilehen (1 Halbhof, 1 Gütlein), das Gotteshaus St. Peter, Kulmbach (1 Gut), das Klosteramt Kulmbach unmittelbar für 1 Hof, mittelbar für das Bürgerhospital Kulmbach (1 Gut), die Verwaltung Burghaig (1 Gut, 3 Gütlein), das Ritterkanton Gebürg mittelbar für das Rittergut Steinenhausen (1 Hof), die Vogtländische Ritterschaft mittelbar für das Rittergut Fischbach (1 Halbhof).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 597f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Gumpersdorf dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Untersteinach und der im gleichen Jahr gebildeten Ruralgemeinde Untersteinach zugewiesen. Zwei Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1848 dem Patrimonialgericht Steinenhausen.

Baudenkmäler Haus Nr. 9, 10, 12 14 und 22

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 142 105 95 106 113 99 94 116 71 75 63HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 14 15 15 14 14 14 20Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 725.

Religion Gumpersdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Oswald (Untersteinach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Untersteinach Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach