Boris Celeste, [ˈboːʁɪseˈlɛstə] (* 7. Juni 1979 in Marburg; auch Boris Celeste Hoge-Benteler), ist eine in Deutschland lebende, schriftstellerisch tätige Person, deren Werke bis 2025 unter den Namen Boris Hoge und Boris Hoge-Benteler erschienen und die seit 2026 öffentlich als Boris Celeste in Erscheinung tritt.

Leben Boris Celeste wuchs in Salzkotten und Büren (Westfalen) auf, studierte Neuere deutsche Literatur, Italienisch, Geschichte sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Wien und promovierte 2012 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 2014 betreut er in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena verschiedene neuphilologische Fachreferate. und moderiert regelmäßig literarische Lesungen in Schillers Gartenhaus 2022 erschien sein Debütroman Sonnenstadt. Boris Celeste lebt in Weimar.

Boris Celeste identifiziert sich als nichtbinär und akzeptiert alle Pronomen. Er unterstützt die Initiative Weltoffenes Thüringen und beteiligt sich an der Queer Media Society, welche sich für mehr Sichtbarkeit queerer Inhalte und Personen im Literaturbetrieb einsetzt. Er ist Mitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie des PEN Berlin. 2025 erhielt Boris Celeste ein Stipendium der Kulturstiftung Thüringen.

Werke Literarische Werke Einzelveröffentlichungen Klosterberg. Roman. Erfurt: kul-ja! publishing 2025. ISBN 978-3-949260-35-3 Liebe Dunkelheit. Briefroman. Erfurt: kul-ja! publishing 2023. ISBN 978-3-949260-13-1 Sonnenstadt. Roman. Erfurt: kul-ja! publishing 2022. ISBN 978-3-949260-04-9

Veröffentlichungen in Sammelwerken spiegelverkehrt. In: Wunderwerk Text. Literaturwettbewerb 2024. Auslese. Hrsg. für die Gruppe 48 e.V. von Uta Oberkampf und Heiger Ostertag. Bergheim: Mackingerverlag 2024, S. 61–67. ISBN 978-3-7504-9623-1 Apparaturen. In: Lichtungen 43 (2022) 172, S. 29–30. ISSN 1012-4705 Mitwahrnehmen. Marion Poschmanns „Die Sonnenposition“ und „höhere Vernunft“. In: Helmut Hühn, Nancy Hünger, Guido Naschert (Hrsg.): Was hält ein Gedicht zusammen? Einblicke in die Werkstätten deutschsprachiger Gegenwartslyrik. Weimar: Gutenberg 2018, S. 108–111. ISBN 978-3-936305-53-1 Am Hang. In: Rem-Phase Master-Cut. Anthologie. Ausgewählt von Stefan Heuer und Dirk Strauch. Burgdorf: Strauch 2002, S. 12–29. regennacht. In: Federwelt 21 (2000), S. 47. ISSN 1439-8362

Wissenschaftliche Werke Einzelveröffentlichungen Schreiben über Russland. Die Konstruktion von Raum, Geschichte und kultureller Identität in deutschen Erzähltexten seit 1989. Heidelberg: Winter 2012. ISBN 978-3-8253-6133-4

Datenbankbeiträge Büscher, Wolfgang: Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuß. In: Kindlers Literatur-Lexikon (Datenbank, 31. März 2016).siehe Kindlers Literatur-Lexikon, Ressourcen-ID 2562. URL=https://dbis.ur.de/ALL/resources/2562 (nicht allgemein zugänglich)

Veröffentlichungen in Zeitschriften oder Sammelwerken Schacht, Ulrich (2013), Grimsey. Eine Novelle. In: Zielsprache Deutsch 43 (2016) 3, S. 65–67. ISSN 0341-5864 Metakonstruktion. Zu Möglichkeiten des Umgangs mit problematischen Russland-/Russendarstellungen in der jüngsten deutschen Erzählliteratur am Beispiel von Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“. In: Kjl & m – Forschung, Schule, Bibliothek 67, 2015/2 (Sonderheft zum Thema „Russland“), S. 33–42. ISSN 1864-144X Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Roman. In: Bönnighausen, Marion; Vogt, Jochen (Hrsg.): Literatur für die Schule. Ein Werklexikon zum Deutschunterricht. Paderborn: W. Fink 2014, S. 447–448. ISBN 978-3-8252-8522-7 „Du deutscher, deutscher Zwerg“. Individualismus, russische Alterität und deutsche Identität in der deutschen Literatur seit 1989. In: Grucza, Franciszek (Hg.): Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit. Bd. 6. Frankfurt a. M. u. a.: Lang 2012, S. 309–313. ISBN 978-3-631-63206-2 „Kreuzzeitung“ und „russische Grenze“ – Das historische und geographische Detail bei Theodor Fontane und Eduard von Keyserling. In: Moderna språk 104 (2010) Nr. 2, S. 33–44, . „Das zerbrochene Ringlein“. Eduard von Keyserling und Joseph von Eichendorff. In: Aurora 68 (2008/2009), S. 79–88. ISSN 0341-1230

Als Mitherausgeber Zeitenfenster. Aus den Beständen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena. Hrsg. v. Kirsten Gerth, Uwe B. Glatz, Boris Hoge-Benteler u. Joachim Ott. Jena: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek 2021. ISBN 978-3-944919-31-7 Gerhart und Margarete Hauptmann – Oskar Loerke. Briefwechsel. Hrsg. v. Peter Sprengel et al. Bielefeld: Aisthesis 2006. ISBN 978-3-89528-552-3 Theodor Storm – Gebrüder Paetel. Briefwechsel. Hrsg. v. Roland Berbig et al. Berlin: E. Schmidt 2006. ISBN 978-3-503-07950-6

Auszeichnungen 2025: Stipendium der Kulturstiftung Thüringen

Literatur Walter Gödden: Gefährdete Innenwelten ausloten - in Boris Hoge-Bentelers Roman „Klosterberg“ durchwandert der Protagonist die Höllenqualen seiner Psyche. In: querbeet 9. 60 neue Essays, Szenen und Notizen zur westfälischen Literatur. Bielefeld: Aisthesis 2026, S. 466–472. Nils Rottschäfer: „Ich nahm das alles, ausnahmslos alles wahr“. Grenzerfahrungen in Boris Hoge-Bentelers Roman „Sonnenstadt“. In: Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung 21, 2025, S. 95–108. ISBN 978-3-8498-2104-3. Kürschners deutscher Literatur-Kalender 2024/2025 (74). Berlin u. a.: De Gruyter 2025, S. 378. ISBN 978-3-11-138202-9.

Weblinks

Boris Celeste auf literaturport.de Boris Celeste im Autorenlexikon des Thüringer Literaturrats Boris Celeste im Autor*innenverzeichnis des Hessischen Literaturrats Boris Celeste in der Literaturdatenbank LITon.NRW Interview mit Boris Celeste auf literaturoutdoors.com

Einzelnachweise

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