Good Luck, Have Fun, Don’t Die ist ein Science-Fiction-Action-Abenteuer von Gore Verbinski. Die in einer Zeitschleife spielende Tragikomödie mit Sam Rockwell, Haley Lu Richardson, Michael Peña, Zazie Beetz, Juno Temple und Asim Chaudhry ist eine deutsch-US-amerikanische Produktion und feierte Ende September 2025 beim Fantastic Fest in Texas ihre Premiere und am 13. Februar 2026 auf der Berlinale ihre europäische Premiere. Am gleichen Tag kam der Film in die US-amerikanischen und am 12. März 2026 in die deutschen Kinos.
Handlung Um Punkt 10:10 abends betritt ein Mann ein unscheinbares, geschäftiges kleines Franchisediner. Er trägt ein heruntergekommenes Outfit, bestehend aus abgenutzter, zusammengewürfelter Kleidung, einem Plastikponcho, einem Kinderrucksack, allerlei Schläuchen und Elektroschrott, und hält in der Hand etwas, das nach einem Zünder aussieht. Niemand scheint ihn zu bemerken.
Also richtet er sich an alle im Raum und erklärt ihnen, dass er ein Zeitreisender aus einer nahen, postapokalyptischen Zukunft sei, auf welche sich die momentane Entwicklung der Menschheit hinbewegt, und dass genau heute, in genau diesem Diner die Revolution zur Rettung der Menschheit ihren Anfang nehmen würde und er Freiwillige suche. Sowie, dass dies bereits sein 117ter Versuch wäre, da er anscheinend nicht weiß, wer unter den 47 Anwesenden sich als Rebellenkommando eignet und daher, wenn nötig, alle möglichen Kombinationen durchprobieren würde.
Dieser „inspirierende“ Vortrag, untermalt durch Selbstbedienung am Essen der Gäste, Zerstörung von Smartphones und Einrichtungsgegenständen und dem Versuch, einzelne „Bekannte“ zu grüßen oder auszuschließen, bleibt wider Erwarten ohne Erfolg. Auch die Drohung, den Laden in die Luft zu sprengen, scheint wenig Überzeugungskraft zu entfalten. Im Gegenteil, man hält ihn für einen verrückten Obdachlosen.
Als er schon überlegt, Versuch 118 zu starten, meldet sich Susan freiwillig. Woraufhin er doch sein Glück versuchen möchte und Scott sowie Mark und Janet zwangsrekrutiert. Daraufhin meldet sich Bob, der Leiter einer Pfadfindergruppe, freiwillig, um weiter willkürliche Geiseln zu vermeiden. Ingrid meldet sich ebenfalls freiwillig, wird aber abgelehnt, stattdessen komplettiert die zwangsrekrutierte Marie die Gruppe. Als eine merkwürdig fallende Ketchupflasche allerdings scheinbar zufällig auf Ingrid zeigt, wird diese dennoch mitgenommen.
In Rückblenden wird die Vorgeschichte einiger Mitstreiter erzählt:
Susan hat ihren Sohn Darren bei einem Amoklauf an seiner Schule verloren. Von einer anderen Mutter erhält sie eine weiße Visitenkarte, welche sie zu einem seltsamen Firmengebäude führt, wo ihr angeboten wird, einen Klon ihres Sohnes herzustellen. Worauf sie sich einlässt, allerdings schon bald feststellt, dass dieser ihrem Sohn zwar äußerlich ähnelt, aber nur stereotype Phrasen inklusive Werbung von sich gibt. Ein Leidensgenosse überreicht ihr eine schwarze Visitenkarte sowie eine Festplatte und Kopfhörer. Hiermit hört sie eine KI-Stimme, die tatsächlich wie ihr Sohn spricht, allerdings keinen Körper hat. Er sagt ihr, sie solle „dem Mann folgen“.
Ingrid arbeitet als Prinzessin auf Kindergeburtstagen. Sie leidet unter einer Allergie gegen elektronische Geräte und WLAN und lebt deshalb gänzlich analog. Sie lernt einen jungen Mann namens Tim kennen, der zunächst auch ohne Handy lebt. Als er jedoch per Post eine VR-Brille bekommt, taucht er in die virtuelle Welt ab und verlässt Ingrid mit der Behauptung, die virtuelle Realität, von der er besessen ist, sei besser als die reale Welt.
An einer High School, an der auch Janet arbeitet, wird Mark als Aushilfslehrer eingestellt, da immer mehr Lehrer fehlen, die angeblich ein Sabbatical machen. Er soll Literatur unterrichten, was sich als schwierig erweist, weil alle Schülerinnen und Schüler unentwegt auf ihre Handys starren. Er versucht erfolglos, sie davon abzubringen. Als er eins der Handys berührt, zeigen plötzlich alle Bildschirme ein seltsames Prisma und die Schüler verfolgen Mark wie eine Armee von Zombies. Mit der Hilfe von Janet und einer Art waffenähnlichen Störsender, den ein Kollege entwickelt hat, können beide knapp entkommen.
Der Mann aus der Zukunft erklärt der Gruppe, dass sie einen neunjährigen Jungen finden müssten, der im Begriff sei, eine KI zu erschaffen, welche die Welt übernehmen werde. Der Mann hält es für aussichtslos, das Entstehen einer solchen KI zu verhindern, sieht das Wissen, wo es passieren wird, allerdings als Chance, ein in der Zukunft entwickeltes Sicherheitsprotokoll einzuschleusen. Denn wie er der Gruppe erläutert, würden die Menschen in der düsteren Zukunft so besessen von der virtuellen Realität sein, dass die Ressourcen der realen Welt zur Neige gehen und es zu einem Massensterben kommen werde. Er offenbart von sich, in einer sonnenlosen, postapokalyptischen Welt in einem Bunker bei seiner Mutter aufgewachsen zu sein, wobei er sich selbst die Schuld an ihrem Tod gibt, weil eine Drohne sie tötete, kaum dass er eine VR-Brille im Schnee gefunden und sie benutzt hatte.
Zunächst aber muss die Gruppe das Diner verlassen, das aufgrund der Bombendrohung von der Polizei umstellt ist. Der Mann überredet Bob dazu, die Polizei abzulenken, wobei dieser erschossen wird, ohne dass es der Gruppe nützt. Durch einen Geheimgang, den nur Susan kennt und von dem auch der Mann aus der Zukunft nichts wusste, gelingt ihnen die Flucht. Die Gruppe wird von zwei maskierten Männern verfolgt, die versuchen, sie zu töten. Dabei kommen sowohl Marie als auch einer der maskierten Männer ums Leben. Die Gruppe erreicht schließlich ein Haus neben ihrem Ziel, und der Mann warnt sie, bald angegriffen zu werden, doch bei jedem seiner vorherigen Versuche anders. Er berichtet von unüberwindbaren Hindernissen, hochgerüsteten Organisationen etc., während seine Mitstreiter hoffen, dass es diesmal etwas Harmloses würde. Kurz darauf wird das Haus von den immer noch wie Zombies auf ihre Handys starrenden Teenagern umstellt, die nun versuchen, es zu stürmen. Mark und Janet opfern sich, ihre Handy-Blocker in der Hand, um damit einige der Teenager wegzulocken, so dass der Rest der Gruppe es schließlich bis zum Ziel schafft. Unterwegs begegnet ihnen noch ein überdimensionaler Katzen-Zentaur, eine Art KI-Slop aller vordem geäußerten Ideen, worum es sich bei dem vielleicht doch nur „harmlosen“ Endgegner handeln könnte. Doch bevor sie in die Villa, in der sie den neunjährigen Jungen vermuten, eindringen können, wird die Gruppe von Doug, dem Überlebenden der beiden sie zuvor verfolgenden maskierten Männer, mit vorgehaltener Waffe gestellt. Als der Mann aus der Zukunft den Bewaffneten gerade beruhigt hat, wird dieser von Scott mit einem Auto überfahren, und der Weg in die Villa des neunjährigen Jungen ist frei.
Dort finden sie – nach Überwindung von dessen Fake-Eltern und Scotts Ableben – den Jungen, der auf einem Berg von Elektroschrott unentwegt auf einer Tastatur hämmert. In Ermangelung eines USB-Ports, über den der Mann aus der Zukunft das Sicherheitsprotokoll hochladen könnte, bietet sich Susans virtueller „Sohn“, also die Festplatte mit dessen KI-Nachbildung, als Adapter an. Allerdings widersetzt sich der Elektroschrottberg und fixiert Susan sowie den Mann aus der Zukunft mit Kabeltentakeln, woraus er sie mit Spielzeugrobotern attackiert und den Mann schwer verletzt. Letztlich aber gelingt es Ingrid, ihre Elektrosmog-Allergie zu überwinden und die Sicherheitsprotokolle zu installieren, wobei ihr die KI eröffnet, dass sie die Mutter des Mannes aus der Zukunft sei.
Die Überlebenden verlassen das Haus, Susan wird von ihrem Sohn begrüßt, Ingrid von ihrem Ex, der sich aber gleich zu Mark und Janet gesellt, während Ingrid den schwer verletzten Mann aus der Zukunft tröstet. Dem fällt allerdings auf, dass es etwas zu harmonisch zugehe und man sich womöglich nur in einem KI-generiertes Happy End befinde, weshalb er den Resetknopf drückt, den er immer noch in der Hand hält, und für ein weiteres Mal in den Diner zurückkehrt. Kurz nach seinem Verschwinden wird Mark von der Slop-Katze gefressen und Ingrid gegen ihren Willen von Rettungssanitätern mitgenommen.
Zurück im Diner verkündet der Mann, dass der Plan mit dem Sicherheitsprotokoll fehlgeschlagen sei und sie stattdessen Ingrids Technologie-Allergie verbreiten sollten, woraufhin er eine schwarze Visitenkarte präsentiert, die aussieht wie die, welche Susan zuvor erhalten hatte, als Hinweis auf Hilfe bei der Umsetzung seines Plans.
Produktion Regie, Drehbuch und Filmschnitt
Regie führte Gore Verbinski. Er ist vor allem bekannt für Filme wie The Ring von 2002 und die ersten drei Filme aus der Pirates-of-the-Caribbean-Reihe.https://www.castforward.de/castmag/drehstart-fuer-gore-verbinskis-good-luck-have-fun-dont-die/ Good Luck, Have Fun, Don’t Die ist sein elfter Spielfilm.Good Luck, Have Fun, Don’t Die. In: berlinale.de. Abgerufen am 10. Februar 2026. Das Drehbuch schrieb Matthew Robinson, zu dessen früheren Werken Love and Monsters und Dora und die goldene Stadt gehören.Joey Paur: Sam Rockwell Tries to Save the World in Bonkers New Trailer for 'Good Luck, Have Fun, Don’t Die'. In: geektyrant.com, 8. Januar 2026. Als der Regisseur dieses im Jahr 2020 erstmals gelesen hatte, sei er sofort von Robinsons Eröffnungsmonolog gefesselt gewesen. Zwei Jahre lang arbeiteten sie gemeinsam am Drehbuch, um sicherzustellen, dass die KI-Erzählung der sich schnell entwickelnden Beziehung der Gesellschaft zu ihr entsprach.Presskit 'Good Luck, Have Fun, Don’t Die'. In: berlinale.de. Abgerufen am 10. Februar 2026. (PDF; 501 KB) Der Regisseur äußerte sich über die in seinem Film gezeigte Gefahr durch diese Entwicklung: „Ich persönlich verstehe nicht, warum KI versucht, uns die Dinge wegzunehmen, die wir als Menschen tun müssen. Ich brauche sie nicht, um für mich zu atmen, Geschichten zu erzählen oder Musik zu machen; sie soll Krebs heilen, stabile Kernfusion erfinden oder einen Weg finden, unsere DNA durch Schwarze Löcher zu übertragen. Warum wurde sie damit beauftragt, die Dinge zu tun, die uns Freude bereiten?“
Der australische Filmeditor Craig Wood war in der Vergangenheit für Filme wie Ant-Man and the Wasp, Maleficent: Mächte der Finsternis, Eternals und Kraven the Hunter tätig. Verbinski arbeitete mit ihm für die meisten seiner bisherigen Filme zusammen.
Besetzung, Kostüme und Synchronisation
Sam Rockwell spielt den Mann aus der Zukunft. Michael Peña und die Emmy-nominierte Zazie Beetz spielen zwei Lehrer namens Mark und Janet, die von ihm in dem Diner angesprochen werden.Rafael Motamayor: Good Luck, Have Fun, Don't Die Review: Gore Verbinski Returns With A Bonkers Sci-Fi Movie About The AI Apocalypse. In: slashfilm.com, 26. September 2025. Weiter auf der Besetzungsliste finden sich Haley Lu Richardson und die BAFTA-Preisträgerin Juno Temple, die Ingrid und Susan spielen, die sich ebenfalls für die Mission gewinnen lassen. Asim Chaudhry spielt den Uber-Fahrer Scott, den Fünften im Bunde. Das Casting übernahmen Bonnie Lee Bouman, Francesca Bradley, Denise Chamian und Orla Maxwell.
Die Kostüme gestaltete Neil McClean. Rockwells 18 Kilogramm schweres Outfit sei gewissermaßen eine Metapher für den Film, so Verbinski: „Wir haben alles selbst gemacht. Wir sind zu Apex Surplus Electronics am San Fernando Boulevard gefahren und haben uns sowjetische Schläuche, Katheter, seltsam aussehende Teile eines CPAP-Geräts, einen Schamlatz, verhedderte Kabel und kaputte Schaltkreise ausgesucht, sodass dieser Typ aussieht, als wäre er buchstäblich aus einem Müllcontainer gekrochen.“
Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Christine Roche und der Dialogregie von Marcel Collé im Auftrag der Studio4 GmbH in München.https://www.synchronkartei.de/film/62312