Tadeusz Lasocki (* 28. November 1950 in Nowy Skarżyn) ist ein ehemaliger polnischer Politiker (PFChD). Von 1991 bis 1993 gehörte er dem Sejm in dessen I. Wahlperiode an.

Leben und Beruf Nachdem Lasocki 1977 sein Studium an der Akademia Rolnicza w Lublinie abgeschlossen hatte, absolvierte er ein Aufbaustudium an der Warschauer Naturwissenschaftlichen Universität. Später gründete er ein eigenes Unternehmen.

Lasocki ist verheiratet und hat drei Söhne. Er lebt in Wysokie Mazowieckie.

Politik Lasocki gehörte von 1975 bis 1981 der regierenden PZPR an. In den 1980er Jahren engagierte er sich in der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność und beteiligte sich an der Gründung von deren Strukturen in Wysokie Mazowieckie. Nach der politischen Wende in Polen war er 1990/91 stellvertretender Woiwode in der Woiwodschaft Łomża.

Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er als einziger Vertreter des Polskie Forum Chrześcijańsko-Demokratyczne (PFChD) auf der Liste des Wahlbündnisses Chrześcijańskiej Demokracji in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 474. Am 4. Juni 1992 übergab der damalige Innenminister Antoni Macierewicz dem Ältestenrat des Sejms eine Liste angeblicher ehemaliger Mitarbeiter der kommunistisch kontrollierten Geheimdienste UB und SB. Diese wurde noch am selben Tag den Medien zugespielt. Auf dieser Liste war auch Lasocki aufgeführt.„Lista Macierewicza“ auf www.glos.com.pl, abgerufen am 4. Mai 2026. Das PFChD benannte sich 1993 in Stronnictwo Demokracji Polskiej um und beteiligte sich an Jan Olszewskis „Koalicja dla Rzeczypospolitej“, die aber bei der Parlamentswahl 1993 mit 2,7 % der Stimmen an der neu eingeführten Sperrklausel scheiterte.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 611. Er selbst kandidierte erfolglos als unabhängiger Kandidat für den Senat der Republik Polen.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 775. Anschließend zog er sich aus der Politik zurück. 2005 befand das Lustrationsgericht in Warschau, dass seine Erklärung, nicht mit den Geheimdiensten der Volksrepublik Polen zusammengearbeitet zu haben, der Wahrheit entspreche.„GRUDZIEŃ 2005“ auf www.rzecznikip.gov.pl, abgerufen am 4. Mai 2026.

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Einzelnachweise

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