Christoph Steinmeyer (* 1967 in DüsseldorfDatensatz Christoph Steinmeyer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek) ist ein deutscher Künstler, Maler und Kurator. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Leben und Wirken Steinmeyer studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Köln und Bonn. Neben seiner künstlerischen Praxis ist Steinmeyer auch als Kurator tätig. Er war maßgeblich an der Entwicklung der „Bilderberg Sammlung“ beteiligt, von der Teile 2014 im Engadin ausgestellt wurden. Darüber hinaus fungiert er als Berater für verschiedene internationale Sammlungen.
Werk Steinmeyer zählt zu einer Generation von Malern, die sowohl die Integrität des Mediums Malerei als auch die Ursprünge und Prozesse ihrer Bildentstehung kritisch hinterfragen. Sein Steinmeyers Neo-Surrealistisches Werk ist vor allem durch Malerei gekennzeichnet und hinterfragt konzeptionell das Medium des Tafelbildes als solches. Philosophische Fragen zu Ontogenese und Wahrnehmungspsychologie sind wiederkehrende Momente seines Werkes, ebenso Überlegungen zur Dichotomie zwischen Original und Reproduktion.
Seinen Werkgruppen der 2000er Jahre liegt eine intensive kunstgeschichtliche und popkulturelle Beobachtung zugrunde: Immer wieder zitiert er bekannte Gemälde, und verfremdet sie zu surrealistischen Gebilden oder erfindet Interieurs, die sich scheinbar auf klassische Schwarz-Weiß-Filmstils beziehen. Laut Ralf Christofori hat sich Steinmeyer mit diesen Arbeiten „einer Art magischem Symbolismus verschrieben, der seine Sujets wie die Art seiner Malerei ins Hybride führt, zu einer gleichwohl gefährlichen wie fundierten Liaison.“ Zusätzlich findet er in seinen hyperrealistisch und akribisch gemalten Arbeiten Motive in Abbildungen von Photographien aus den Massenmedien und fügt diese zu malerischen Collagen zusammen, teilweise stark verfremdet, teilweise indem er sie direkt übernimmt.
Seit 2014 untersucht Steinmeyer die populäre Bildsprache des digitalen Zeitalters und deren kulturelle Auswirkungen. Seine Serie „The Most...“ reflektiert den Einfluss und die Mechanismen von Algorithmen, Cookies und IP-Ortung auf visuelle Inhalte. Dabei integrierte er Elemente der Internetkultur wie Memes, um die Kommodifizierung und Verbreitung von Bildern zu kommentieren. Diese Gemälde sind zugleich analytisch und poetisch, indem sie die Dynamik zwischen Technologie und Kunst thematisieren.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen (Quelle: )
2003: The Happy Lion, Leo Koenig, Inc. & Michael Janssen, Los Angeles 2003: Elizabeth Dee Gallery, New York 2006: Hotel Déjàvue, Michael Janssen, Köln 2007: Chateau Fleur du Mal, Galleri K, Oslo 2008: The Long Goodbye, Kunstverein Heilbronn, Heilbronn Katalog 2008: Disco Inferno, Galerie Michael Janssen, Berlin 2009: Lavender Falls, Galerie Suzanne Tarasiève, Paris 2010: Nocturne Drive, Galleri Van Bau, Vestfossen 2012: Trooping The Colour. Dirimart, Istanbul 2014: Bilder für Alle und Keinen, Galerie Michael Janssen, Berlin 2014: St. Moritz Art Masters, St. Moritz 2014: Richard Oelze – Christoph Steinmeyer: Surreale Wege gestern und heute, Galerie Brockstedt, Berlin, Katalog 2015: Transit, Cube Galerie Volker Diehl, Berlin 2016: Retratos sin Retratos, Galeria Saro León, Las Palmas de Gran Canaria 2018: Situation Suites, Galerie Michael Janssen, Berlin 2021: Autorestratos, Sala d‘Exposicions‚ Ajuntament Vell, Formentera, ES 2023: Haben oder Sein, Galerie Michael Janssen, Berlin 2023: Physiologie du Goût, Showroom Reiner Opoku, Berlin
Gruppenausstellungen
Steinmeyers Werke wurden unter anderem im Landesmuseum Bonn, in der Kunsthalle Basel, im Kunstverein Heilbronn, im Institut Valencià d’Art Modern in Valencia, im Cleveland Institute for Art in Ohio, im Visual Arts Building in Pennsylvania, bei der Hall Art Foundation in Connecticut und in der Galleria d’arte moderna di Bologna ausgestellt.
Sammlungen Steinmeyers Arbeiten sind unter anderem in folgenden Sammlungen vertreten: Julia Stoschek Foundation in Düsseldorf, Sammlung Haubrok in Berlin, Hall Art Foundation Kunstmuseum Schloss Derneburg, Mugrabi Collection in New York, Christen Sveas Art Foundation in Norwegen, Astrup Fearnley Museum in Oslo, Sammlung Malkasten in Düsseldorf sowie IVAM Collection in Valencia.
Rezeption
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Mann