Das Mennoblatt ist eine mennonitische Zeitung in Paraguay seit 1930.

Geschichte Im Dezember 1930 wurde die erste Ausgabe des Menno-Blattes in der neu gegründeten Kolonie Fernheim im Gebiet Chaco in Paraguay herausgegeben. Es wurde das Mitteilungsblatt der mennonitischen Gemeinden in der Region, deren Mitglieder vor allem aus der Sowjetunion gekommen waren. Anfangs wurde es unter provisorischen Bedingungen hergestellt.Geschichte des Mennoblattes Press Guide, mit einigen Details zur Geschichte Der erste Herausgeber war Nikolai Siemens. 1935 erschien es zweimal im Monat und wurde an 1600 Deutsche in Paraguay kostenlos verteilt.Walther Heide, Handbuch der deutschsprachigen Zeitungen im Ausland, 1935, S. 71 Zu den Inhalten des Mennoblattes gehörten neben religiösen Texten vor allem Berichte über und für die Deutschen in der Region.

Ab 1956 übernahm die Siedlergemeinschaft die Herausgabe als offizielles Organ. In diesem Jahr wurde auch eine Rubrik zu Sprachfragen eingerichtet.Kai Rohkohl, Die plautdietsche Sprachinsel Chaco/Fernheim (Paraguay), 1993, S. 37 In den folgenden Jahren hatte das Mennoblatt eine Auflage von bis zu 2.900 Exemplaren. Es wurde auch von Auswanderern als Informationsblatt über die bisherige Heimat weiter gelesen.

In den folgenden Jahrzehnten nahm die Zahl der Leser auf Grund veränderter Bedingungen ab. Die Zeitung wird heute (September 2025) weiterhin zweimal im Monat veröffentlicht. Dem Schriftleiter steht ein Redaktionsteam zur Seite.

Literatur

Weblinks Menno-Blatt GAMEO

Einzelnachweise

Kategorie:Deutschsprachige Zeitung im Ausland Kategorie:Ersterscheinen 1930 Kategorie:Deutschsprachige Monatszeitung