Schmellenhof (oberfränkisch: SchmellahufJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 48. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šmellahūf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Schnabelwaid im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Schmellenhof liegt in der Gemarkung Preunersfeld.
Lage Der Weiler liegt auf einer Hochebene im nördlichen Teil der Fränkischen Alb. Gegen Osten fällt das Gelände in das Tal des dort entspringenden Bärenwinkelgraben ab. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gößmannsreuth (0,2 km westlich) bzw. zur Kreisstraße BT 22 (0,9 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1692 als „Schmellenhof“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort kann smelche (mhd. für dünnes, langhalmiges Gras) oder smelhe (mhd. für schmal) sein. 1740 gab es zwei Untertanen.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 48. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schmellenhof aus einem Haus und einer Scheune. Dazu gehörten 7 Tagewerk Acker und 6 Tagewerk Wiesen. Pfalz-Neuburg war Grundherr des Anwesens. Das Hochgericht stand dem Fürstentum Bayreuth zu.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 646. Von 1791/92 bis 1810 gehörte der Ort zum preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Schmellenhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Lindenhardt und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Zips zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schmellenhof am 1. Mai 1978 nach Schnabelwaid eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 3 6 9 5 6 5 8 13 8 9 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 2 3 3Quelle
Religion Schmellenhof ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vitus (Büchenbach) gepfarrt, seit 1950 ist die Pfarrei St. Thomas von Aquin (Trockau) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schnabelwaid) Kategorie:Weiler im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1692