mini|Wappen derer von Dreer (Langentreer) im Wappenbuch des Westfälischen Adels Dreer (auch Drere, Dreys, Dreyre, Langentreer o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts.

Die Familie ist zu unterscheiden von dem Adelsgeschlecht Ovelacker, das sich Mitte des 13. Jahrhunderts ebenfalls Dreer (Drire) nach ihrem 1266 veräußerten Stammsitz (heute Niederschultenhof, Maihof oder Hof Maiweg) in Bochum-Langendreer nannte, aber ein anderes Wappen führte.

Geschichte Das hier behandelte Geschlecht Dreer hatte seinen Stammsitz ebenfalls in Langendreer, auf Haus Langendreer. Es handelte sich um ein altena-isenbergsches Lehen, auf dem die Familie die Schulten stellte. Die Familie erscheint ab Anfang des 14. Jahrhunderts. Hartmod und Henrich von Drere werden 1303 erwähnt. 1338 wird Hermann von Langendreyer genannt.Fahne (1858), S. 263. Man beachte, dass Fahne die Ovelacker und die Dreer fälschlicherweise zusammenfasst.Spießen (1901–1903), S. 78.

Für die folgenden Generationen ergibt sich folgende Stammfolge:

Wappen Blasonierung: In Silber ein schrägrechts gestelltes schwarzes Teerkranzeisen. Auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helm mit schwarz-silbernen Helmdecken ein offener silberner Flug, dazwischen das schrägrechts gestellte Teerkranzeisen vom Schild.

Ein 1343 siegelnder Johannes scultetus de Drere hatte dagegen nur den Kopf des Teerkranzeisens im Schild.

Es besteht eine Wappenverwandtschaft mit den bergischen von Winkelhausen.

Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 263 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 79 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 192 (uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht