Das Amtsgericht Römhild war ein deutsches Amtsgericht mit Sitz in Römhild.
Geschichte Nach der Märzrevolution wurden im Herzogtum Sachsen-Meiningen die Patrimonialgerichte abgeschafft und die Gerichte zum 1. Dezember 1850 als Kreisgerichte zusammengefasst. Bei den Kreisgerichten wurden Gerichtsdeputationen an den bisherigen Gerichtsstandorten eingerichtet. In Römhild entstand so die Gerichtsdeputation Römhild des Kreisgerichts Hildburghausen.Verordnung vom 22. Juni 1850, betreffend die Ausführung des Gesetzes über die für die Rechtspflege bestellten Behörden ()
Nach der Einführung der Reichsjustizgesetze 1879 entstand die Gerichtsstruktur, die bis zum Ende des Staates Bestand haben sollte. In Sachsen-Meiningen wurde dies mit dem Gesetz vom 16. Dezember 1878, betreffend Ausführungsbestimmungen zum deutschen GerichtsverfassungsgesetzGesetz vom 16. Dezember 1878, betreffend Ausführungsbestimmungen zum deutschen Gerichtsverfassungsgesetz vom 27. Januar 1877; in: Sammlung der landesherrlichen Verordnungen im Herzogtum Sachsen-Meiningen, 1878, S. 41 f. und der Verordnung vom 28. April 1879, betreffend die Sitze und Bezirke der künftigen AmtsgerichteVerordnung vom 28. April 1879, betreffend die Sitze und Bezirke der künftigen Amtsgerichte; in: Sammlung der landesherrlichen Verordnungen im Herzogtum Sachsen-Meiningen, 1878, S. 95 f. umgesetzt. In Römhild entstand das Amtsgericht Römhild. Zuständiges Landgericht war das gemeinsame Landgericht Meiningen.
Nachdem im Jahr 1920 die thüringischen Staaten im Land Thüringen aufgegangen waren, wurde der Gerichtssprengel mit dem Thüringer Gerichtsstandortgesetz angepasst. Das Amtsgericht Römhild umfasste nun Behrungen, Buchenhof (Dom.-Gut, Gemarkung), Dingsleben, Eicha, Exdorf, Gleichamberg, Gleicherwiesen, Haina, Hindfeld, Linden, Mendhausen, Milz, Mönchshof (Dom.-Gut, Gemarkung), Obendorf, Römhild, Sülzdorf, Westenfeld, Wolfmannshausen sowie verschiedene gemeindefreie Gebiete.Gesetz über die Sitze und Bezirke der ordentlichen Gerichte im Lande Thüringen vom 15. Juni 1923 (Ges.-S. S. 449)
Durch Gesetz vom 19. Mai 1949 und dessen Ausführungsverordnung vom 16. September 1949 wurde das Amtsgericht Römhild zum 1. Oktober 1949 aufgehoben. Der Amtsgerichtsbezirk wurde den Amtsgerichten Hildburghausen und Meiningen unterstellt.Archive in Thüringen: Bestand Thür. Amtsgericht RömhildAusführungsverordnung über die Sitze und Bezirke der Amtsgerichte im Lande Thüringen vom 16. September 1949 (Ges.-S. S. 55)
In der DDR wurden 1952 die Amtsgerichte abgeschafft und durch Kreis- und Bezirksgerichte ersetzt. Römhild kam zum Kreis Meiningen, entsprechend wurde das zuständige Kreisgericht Meiningen in Meiningen errichtet und dem Bezirksgericht Suhl nachgeordnet.
Einzelnachweise
Romhild Romhild Kategorie:Römhild Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1949