mini|hochkant|Gerda Maurus (Photographie von Alexander Binder, 1925 oder 1926) rahmenlos|zentriert|klasse=notpageimage skin-invert-image|hochkant=0.6|Unterschrift Gerda Maurus (1903–1968) Gerda Maurus (eigentlich Gertrud Maria Pfiel; * 25. August 1903Getrud Maria Pfiels Taufeintrag der Pfarre Breitenfurt (St. Johann Nepomuk) Taufbuch 01-05 (1899-1913), Folio 65. in Breitenfurt bei Wien, Niederösterreich; † 27. JuliStadtarchiv Düsseldorf, Sterberegister Standesamt Düsseldorf-Benrath, Nr. 550/1968. 1968Laut der amtlichen Ergänzung zu ihrem Taufeintrag ist sie bereits 1967, nicht erst 1968, in Düsseldorf verstorben. Siehe: Getrud Maria Pfiels Taufeintrag der Pfarre Breitenfurt (St. Johann Nepomuk) Taufbuch 01-05 (1899-1913), Folio 65. in Düsseldorf) war eine österreichische Schauspielerin, die durch ihre Auftritte in Stummfilmen zum Star wurde.
Leben und Werk Gerda Maurus war die Tochter des Chemikers und Erfinders Josef PfielTraueintrag von Gerda Maurus’ Eltern: Pfarre Josef ob der Laimgrube Trauungsbuch 02-22 (1899-1901) und wuchs in Wien auf. Bereits 1918 erhielt sie erste Engagements an Wiener Bühnen. Als Bühnenschauspielerin agierte sie in München am Volkstheater und in Nürnberg und Ende der 1920er Jahre auch in Berlin am Deutschen Theater.
In Berlin wurde Gerda Maurus vom Regisseur Fritz Lang entdeckt, der sie für die weibliche Hauptrolle in seinem Film Spione (1928) auserkor. Sie faszinierte ihn derart, dass er die Verbindung mit seiner Partnerin und Ehefrau Thea von Harbou, die auch einige seiner Drehbücher schrieb, löste. Der Film Spione bedeutete den Durchbruch für Gerda Maurus. Auch im zweiten Film mit Fritz Lang, Frau im Mond (1929), an der Seite von Willy Fritsch war sie erfolgreich.
Gerda Maurus spielte anschließend noch in etwa 20 Tonfilmen mit, unter anderem in Der Dschungel ruft (1935), doch die ganz großen Erfolge blieben aus. Sie konzentrierte sich mehr auf die Bühnenarbeit und spielte in Berlin, Wien, München und Düsseldorf. 1937 heiratete Gerda Maurus den Regisseur Robert A. Stemmle, deren gemeinsame Tochter Philine 1943 auf die Welt kam. Während der Naziherrschaft hatte die Schauspielerin Kontakt zu Joseph Goebbels und wurde des Öfteren in seinem Salon gesehen.
Nach 1945 spielte Gerda Maurus noch in drei westdeutschen Filmproduktionen, darunter Die kleine Stadt will schlafen gehn (1953), und zwei Fernsehproduktionen mit. An ihre früheren Erfolge konnte sie jedoch nicht mehr anknüpfen. Sie starb 1968 im Städtischen Krankenhaus Düsseldorf-Benrath.
Wissenswertes Gerda Maurus gehörte zu den begehrten Zigarettensammelbildern der Serie Gallery of Modern Beauty des Fabrikanten Josef Garbáty. Das Filmmuseum Potsdam wählte den eindringlichen Blick von Gerda Maurus’ Augen als Motiv eines seiner Logos.
Filmografie (Auswahl) 1928: Spione 1929: Frau im Mond 1929: Hochverrat 1930: Der Schuß im Tonfilmatelier 1930: Seitensprünge 1931: Schachmatt 1931: Der Draufgänger 1932: Der weiße Dämon 1933: Unsichtbare Gegner 1934: Der Doppelgänger 1934: Ein Mädchen mit Prokura 1935: Der Kosak und die Nachtigall 1936: Der Dschungel ruft 1936: Arzt aus Leidenschaft 1937: Daphne und der Diplomat 1939: Grenzfeuer 1939: Prinzessin Sissy 1949: Die Freunde meiner Frau 1954: Die kleine Stadt will schlafen gehn 1962: Vor Sonnenuntergang (TV)
Hörspiele 1947: Erich Kästner: Ringelspiel 1947 – Regie: Hanns Korngiebel (RIAS Berlin)
Weblinks
Gerda Maurus bei Cyranos.ch
Einzelnachweise
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