300px|rechts|Moto Guzzi Logo Moto Laverda war ein italienischer Motorradhersteller. Das 1949 gegründete Unternehmen ging 1987 in die Insolvenz. 1993 als International Moto Laverda S.p.A. neu gegründet, wurde Laverda 2004 vom Piaggio-Konzern übernommen, als Piaggio Aprilia (den damaligen Besitzer) übernahm. 2006 wurde das Unternehmen nach dem Tod von Massimo Laverda, einer Schlüsselperson in der Geschäftsführung des Unternehmens, endgültig geschlossen.

1950 bis 1987 mini|Milan Taranto 75 Während dieser Zeit stand das Unternehmen Laverda unter der Kontrolle der Familie Laverda.

Eigenmodelle und Importeurs-Editionen mini|Tipo Sport 100 mini|LZ 125 mini|500 S mini|750 SF mini|750 SFC mini|1000 3C mini|JOTA 1000 mini|1000 3C Endurance Bol d'Or mini|1000 V6

Hubraum ModellBauzeit Merkmale/Besonderheiten50 cm³ Laverdino 1959 50-cm³-Viertakt-Moped. Angeboten in der Version Laverdino Sport (S) und Laverdino Turismo (T) Gebaut wurden 400 (S) und 1400 (T) 48 Laverdino 2T 1964–1967 Einzylinder-Zweitakt- (1:20) Moped / Der erste 2-Takter von Laverda mit mechanischer Scheibenbremse 4500 Exemplare 49 Mini 1960–1962 49-cm³-Viertakt-Roller mit 2-Gang-Getriebe und Einzelsitz. Ab 1962 mit 3 Gängen und Doppelsitz ausgestattet LZ 50 1981–1983 Leichtkraftrad mit Zweitaktmotor der Marke Zündapp Parallel dazu gab es noch die gleich aussehende LZ 50 Pippo, die als Mofa lediglich eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreichte. (1,4 PS bei 4000 rpm) LZ 50 Sport 1981–1983 Sport-Version der LZ 50 mit kleiner Frontverkleidung OR 50 Atlas 1985–1990 Zweitakt-Enduro mit Motor von Cagiva/Minarelli Die kleine Schwester der Atlas wurde erst unter staatlicher Kontrolle von LAVERDA produziert. 60 cm³ 60 Mini 1962 Hubraumvergrößerte Version der 49 Mini. (Vor allem der Exportmarkt verlangte eine stärkere Motorisierung)75 cm³ Motoleggera 75(in versch. Vers.) 1949–1960 Präsentation 1949 mit einem 75-cm³-OHV-Motor. 3-Gang-Getriebe, Pressstahlrahmen und Cantileverschwinge. Ab 1950 mit Pressstahl-Rückgratrahmen. 1952 erhielt das Modell einen Rohrrahmen, eine geänderteHinterradaufhängung und ein 4-Gang-Getriebe. Ca 500 Stück (alle Varianten) Milan Taranto 75 1952–1960 Leistungsgesteigerte Version der Motoleggera nach dem Erfolg beim Giro d’Italia. Auch als Laverda 75 Corsa bekannt. Mit Rohrrahmen, Teleskop vo+hi und Doppelsitzbank75 cm³ Tipo Sport 100 1953–1960 Neuauflage der Milan Taranto 75 mit vergrößertem Hubraum. In versch. Versionen, unter anderem als Laverda 100 Sport Lusso 1957 Tipo Tourismo 100 1953–1960 Touring-Version der Tipo Sport 100125 cm³ 125 Sport 1965 OHV-Einzelzylinder mit nahezu horizontal geneigtem Zylinder 125 Trail 1965 Offroad-Version der 125 Sport 125 CR 1975–1976 Geländemotorrad mit luftgekühltem Husqvarna-Zweitaktmotor LH 125 1976–1979 Aus der 125 CR entwickeltes Offroad-Motorrad. Von diesem Modell wurden 3 Generationen produziert: LH1 / LH 2 / LH3 ca. 2000 (alle LH) LZ 125 1977–1983 Straßenmotorrad mit wassergekühltem 2-Takt-Motor von Zündapp ca. 20.000 (Alle LZ) LZ 125 Sport 1980–1983 Sport-Version der LZ 125 mit kleiner Frontverkleidung LZ 125 Elegant 1981–1983 Custom-Version (Sonderauflage) der LZ 125 in Schwarz und Gold LZ 125 Elegant 1981–1983 Chopper-Version der LZ 125 LB 125 Sport 1983–1985 Nach dem Ende von Zündapp begann Laverda mit der Produktion eigener Motoren auf Basis der Zündapp-Bauweise LB 125 Uno 1984–1986 Überarbeitete Version des Modell Sport mit Rahmen aus Vierkantrohren, 16-Zoll-Vorderrad und Öleinspritzung LB 125 Lesmo 1986–1989 Nachfolge-Modell der Uno mit Vollverkleidung und gesteigerter Leistung LB 125 Sabbia 1986–1987 Tourenversion mit Gepäckträger und Satteltaschen 175 cm³ LZ 175 1977–1983 Straßenmotorrad mit wassergekühltem Zweitaktmotor von Zündapp 200 cm³ 200 Bicilindrico 1962–1976 200-cm³-Viertakt-Zweizylinder250 cm³ 250 Chott 1974–1976 Zweitakt-Gelände-Motorrad 250 2T/R 1976–1977 Überarbeitung der Chott mit mehr Leistung und stabilerem Rahmen 250 Enduro 1977–1979 Ersatz-/Nachfolger der 2T/R mit einem Husqvarna-Zweitaktmotor350 cm³ 350 1978–1981 DOHC-Twin, abgeleitet von der 500T. Eingeführt, nachdem Italien die Mehrwertsteuer auf Motorräder über 350 cm³ erhöht hatte GS Lesmo 350 1985 350er wassergekühlter V3-Zweitakt-Prototyp, der nie in Produktion ging500 cm³ 500T 1977–1978 Luftgekühlter DOHC-Viertakt-Reihentwin. In Großbritannien als „Alpino“ und in den USA als Zeta bezeichnet 500S 1978–1983 Aktualisierte und neu gestaltete Version der 500T mit Motorausgleichswelle. In Großbritannien als „Alpino S“ bekannt Formula 500 1978–1980 Für den Rennseinsatz modifizierte Version der 500S Montjuic 1979–1984 Nur in Großbritannien erhältliche Hochleistungsversion der 500S 500SFC 1981–1983 Nur in Deutschland erhältliche Version als Cafe Racer der 500S (Von Moto-Witt umgebaut)600 cm³ OR 600 Atlas 1986–1989 On-/Offroad-Maschine mit einem 571-cm³-DOHC-Twin, abgeleitet vom 500T CR 600 Cruiser 1986–1989 Roadster mit dem gleichen Motor wie die OR 600 Atlas 650 cm³ 650 GT 1968 650-cm³-SOHC-Zweizylinder 668 cm³ 668 CR Cruiser 1986 Prototyp mit einer Weiterentwicklung des 600-cm³-Twins mit Ölkühlung, einer Kraftstoffeinspritzung von Weber-Marelli und vergrößertem Hubraum auf 668 cm³750 cm³ 750 GT 1968–1974 750-cm³-SOHC-Zweizylinder 750 S 1969–1970 Sportversion der 750 GT 750 SF 1970–1973 Weiterentwicklung der 750 S SF1 1973 Update der SF SF2 1974–1975 Update der SF1 SF3 1976 Update der SF2 SFC 1971–1976 Handgefertigter „Production-Racer“, entwickelt aus der SF 750 GTL 1974–1977 Überarbeitete Version der 750 GT1000 cm³ 1000 1973–1974 981-cm³-DOHC-Dreizylinder. Die ersten 50 in 1972 gebauten Fahrzeuge hatten eine 3 in 1 Auspuffanlage, Trommelbremsen vorne und hinten, und das Zündschloss im linken Seitendeckel. Produktionszahlen (230 Stück) wurden absichtlich niedrig gehalten da das Nachfolgemodell bereits geplant war. 3 C 1974–1975 Aktualisierte Version der 1000er mit Scheibenbremsen. Das Modell wurde oft auf Trommeln zurückgerüstet da das Nassbremsverhalten zu wünschen übrig liess. 2122 Stück wurden produziert. 3 CL 1975–1981 Aktualisierte Version der 3 C mit Gussrädern. Bei der US-Version wurden die linksseitige Schaltung und das Getriebe geändert und das Modell erhielt die Bezeichnung „Jarama“. Sie wurde nur in den Farben Rot und Grün ausgeliefert. Jota 1976–1982 Hochleistungsversion der 1000-cm³-Dreizylinder. Die Jota war von 1976 bis 1981 das schnellste Serienmotorrad der Welt.Roland Brown, (2006), The Ultimate History of Fast Motorcycles, Bath, UK: Parragon, Seiten 214–215, ISBN 1-4054-7303-7John Carroll, (1997), The Motorcycle a Definitive History: A Comprehensive Chronicle of Motorcycles Throughout the World, Smithmark, ISBN 0-8317-6292-6Robert Smith, (Juli–August 2009), "The Laverda Jota 1000", Motorcycle Classics, abgerufen am 23. Juni 2011 Es wurden acht verschiedene Versionen aufgelegt. 1000 V6 1977 V6-Langstreckenrennmaschine. Es wurde eine einzige Maschine gebaut, die 1978 beim Bol d'Or startete. Im folgenden Jahr waren Langstreckenrennmaschinen auf vier Zylinder beschränkt, sodass das Projekt beendet wurde. 1991 wurde aus Ersatzteilen eine zweite Maschine aufgebaut, bevor die geplante Produktion von 25 Maschinen begann, die später eingestellt wurde. Jota 120 1982–1984 Weiterentwicklung der Jota mit 120°-Kurbelwelle RGS 1982–1985 Weiterentwicklung der 1000er-Dreizylinder mit 120°-Kurbelwelle. Es wurden 1300 Stück zum damaligen Preis von 13.000 DM hergestellt. RGS Executive 1982–1983 Hochwertige (Luxus-)Version der RGA. Tourer mit Vollausstattung (Fahrgestellnummern ca.2300-2350) ca. 50 Stück. RGS Corsa 1984–1986 Leistungsgesteigerte Version der RGS. 250 Stück / Neupreis: 16.000 DM RGA 1984–1985 Abgespeckte Version der RGS RGA Jota 1984–1985 Sportlich gestaltete Version der RGA RGA Jota Special 1984–1985 Hochleistungsversion der RGA, hergestellt vom britischen Importeur Three Cross Motorcycles. Das Modell hatte einen Motor nach RGS-Corsa-Spezifikation. 1000 SFC 1985–1988 Leistungsstarker Ersatz für die RGS-Serie. Fahrgestellnummern zwischen #2790 und #2858 sowie zwischen #2900 und #3400. 540 Stück 1000 SFC Classic 1988–1989 60 Stück wurden gebaut und für den deutschen Importeur Moto Witt auf Speichenfelgen umgerüstet1200 cm³ 1200T 1977–1979 Dreizylinder mit 1116 cm³, entwickelt aus dem 3CL mit 981 cm³. Ab Fahrgestell-Nr. #1367 Marzocchi-Dämpfer vorne. Zwischen #1519 und #1534 geänderte Zylinderköpfe, die jedoch wieder zurückgebaut wurden (1200 Stück gebaut) Jota America 1977–1979 US-Version der 1200T, die den US-amerikanischen Lärm- und Emissionsvorschriften entspricht und mit Linksschaltung ausgestattet ist Mirage 1978–1982 Britische Hochleistungsversion der 1200T. Die Mirage, wieder ein Modell, das von Slater kam, wurde mit den Teilen der Jota versehen und nur in Grün mit gelbem Schriftzug verkauft. Formula Mirage 1981 Limitierte Sonderversion (14 Stück) der Mirage mit nochmals gesteigerter Leistung 30th Anniversary 1200 1979 Limitierte Auflage zur Feier des 30. Jubiläums von Laverda. In Gold und Schwarz lackiert. Jeder Käufer erhielt ein persönliches Dankschreiben von Massimo Laverda sowie eine Medaille. Limitiert auf 200 Stück (Fahrgestellnummern: 2200-2399). 1200TS 1979–1982 Gran-Turismo-Version der 1200T und der Jota America. Fahrgestell-Nr: 2400 bis 3062. Ab 2568 hydraulische Kupplung. 663 Exemplare 1200TS Mirage 1979–1982 Leistungsstärkere Version der 1200TS

American Eagle mini|American Eagle 150 Renegade Von 1968 bis 1970 wurden Laverdas von John McCormack unter der Marke American Eagle in die USA importiert

Hubraum ModellBauzeit Merkmale/Besonderheiten 150 cm³ 150 Renegade 1968–1970 Basierend auf dem europäischen 125 Trail mit vergrößertem Motor und Karosserie von UNICON750 cm³ 750 Classic 1968 Basierend auf der europäischen 750GT mit Buckhorn-Lenker, neu gestaltetem Sitz und Tank, Sturzbügel und Gepäckträger 750 Road Sport 1969–1970 Überarbeitete Version der 750 Classic."Bald Eagles". Walneck's Classic Cycle Trader. November 2002. p. 180. Ca. 200 Stück 750 Super Sport 1969–1970 Leistungsstärkere Version der Road Sport mit höherem Verdichtungsverhältnis und „schärferer“ Nockenwelle

1987 bis 1990 Laverda wurde als staatlich geförderte Arbeitergenossenschaft geführt. Der Firmenname wurde 1989 in Nuova Moto Laverda geändert.

Hubraum ModellBauzeit Merkmale/Besonderheiten150 cm³ 125 Toledo 1989 Wassergekühlter Zweitaktmotor im Chopper-Stil 125 GSR 1989 Prototyp eines Ersatzmodells für die 125 Lesmo, die nie in Produktion ging 125 GP racer 1990 Zweitakt-Rennmotorrad mit „Disc-Valve-Technik.“ Der einzige Auftritt war beim GP von Mugello 1990668 cm³ 700 El-Cid 1989 Enduro-Prototyp mit dem 668-cm³-Motor, der erstmals im CR 668 Cruiser-Prototyp gezeigt wurde 700 Hidalgo 1989 Cruiser-Prototyp mit 668-cm³-Motor 650 Sport 1989 Vollverkleideter Sportmotorrad-Prototyp mit 668-cm³-Motor und einem von Nico Bakker entworfenen Aluminium-Doppelholmrahmen

1990 bis 1993 Laverda wurde 1990 von Gruppo Zanini übernommen, die eine Partnerschaft mit dem japanischen Shinken-Konzern einging. Zanini steckte 1983 in finanziellen Schwierigkeiten und die italienische Regierung intervenierte

Hubraum ModellBauzeit Merkmale/Besonderheiten 150 cm³ 125 Navarro 1990–1992 Sportbike mit gleichem Motor wie die Cagiva Freccia 668 cm³ 650 Sport 1992–1994 Vollverkleidetes Sportmotorrad mit Bakker-Chassis und einer aktualisierten Version des 668-cm³-Motors

1993 bis 2000 Laverda wurde von einer Investorengruppe unter der Leitung von Francesco Tognon übernommen und das Unternehmen in I.Mo.La. SpA (International Moto Laverda) umbenannt. Die Produktion wurde von Breganze nach Zanè, etwa neuneinhalb westlich, verlegt.