hochkant|miniatur|Max von Sieg als Oberst im Frühjahr 1910 in Metz Max Hermann Ferdinand Johann Sieg, ab 1901 von Sieg (* 4. März 1859 zu Raczyniewo (Kreis Kulm); † 24. März 1937 in Neureut) war ein preußischer Offizier und zuletzt General der Infanterie a. D.

Leben Herkunft Max Sieg war der Sohn des Rittergutsbesitzer Alexander Sieg (* 11. September 1814 in Billberge; † 18. April 1845 in Raczyniewo), seine Mutter war Adelheid Berta von Loga (1818–1867).Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, Jahrgang 1, Justus Perthes Verlag, Gotha 1907, S. 726–727. Digitalisat

Militärkarriere Nach dem Besuch der Kadettenhäuser zu Kulm und Berlin, begann seine militärische Laufbahn am 14. April 1877 als Sekondelieutenant im 4. Garde-Regiment zu Fuß.Bogislav von Bagensky: Geschichte des Königlich Preussischen 4. Garde-Regiment zu Fuss, 1860-1884, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1885, S. 135. Digitalisat Seit dem 11. November 1880 als Adjutant des 2. Bataillons und mit Beförderung am 16. Oktober 1886 zum Premierleutnant, daraufhin als Adjutant beim Regimentsstab seit dem 28. Oktober 1886. Am 21. Juni 1888 unter Stellung à la suite vom 4. Garde-Regiment zu Fuß, als Adjutant zur 3. Garde-Infanterie-Brigade abkommandiert.Militär-Wochenblatt. Nr. 57 vom 27. Juni 1888, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1888, S. 1216. Anschließende Rückkehr zum 4. Garde-Regiment zu Fuß mit Beförderung zum überzähliger Hauptmann am 29. Mai 1891 und als Chef der 10. Kompanie zum 22. August 1891.Militär-Wochenblatt. Nr. 74 vom 24. August 1891, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1891, S. 1914. Als Adjutant zur 1. Garde-Infanterie-Division am 22. März 1897 und unter Verleihung des Charakter als Major in das Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2Militär-Wochenblatt. Nr. 74 vom 3. September 1898, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1898, S. 2106. mit dem Patent vom 10. September 1898 zum Major.Militär-Wochenblatt. Nr. 82 vom 11. September 1898, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1898, S. 2183. Am 27. Januar 1900 als Bataillons-Kommandeur zum 2. Garde-Regiment zu Fuß mit Stellung als außeretatmäßiges militärisches Mitglied des Reichs-Militärgerichts, unter Versetzung zu den Offizieren à la suite der Armee ernannt.Militär-Wochenblatt. Nr. 85 vom 15. September 1900, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1900, S. 2091.

Zur Feier des zweihunderten Jahrestages der Annahme der Preußischen KönigswürdeMilitär-Wochenblatt. Nr. 7 vom 19. Januar 1901, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1901, S. 215–216. Digitalisat am 18. Januar 1901 wurde Max Sieg in den Adelsstand erhoben.Militär-Wochenblatt. Nr. 6 vom 18. Januar 1901, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1901, S. 154. Digitalisat

Am 22. April 1905 befördert zum Oberstleutnant und Versetzung zum Stab des Infanterie-Regiments Nr. 83 in Kassel.Militär-Wochenblatt. Nr. 50 vom 7. April 1908, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1908, S. 1151. Digitalisat Anschließende Beförderung zum Oberst am 21. März 1908Militär-Wochenblatt. Nr. 38 vom 22. März 1908, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1908, S. 859. wird Sieg am 2. April 1908 zum Kommandeur des Königs-Infanterie-Regiments Nr. 145 benannt.Militär-Wochenblatt. Nr. 45 vom 7. April 1911, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1911, S. 1037. Darauf folgte die Führung der 68. Infanterie-Brigade am 1. Juli 1911 in Metz.Militär-Wochenblatt. Nr. 84 vom 6. Juli 1911, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1911, S. 1950. und am 13. September 1911 zum Generalmajor mit Ernennung zum Kommandeur dieser Brigade.Militär-Wochenblatt. Nr. 115 vom 14. September 1911, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1911, S. 2639. Am 1. Oktober 1912 zum Inspekteur der Landwehr Inspektion Karlsruhe,Militär-Wochenblatt. Nr. 117/119 vom 14. September 1912, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1912, S. 2648. bei der er den Charakter als General-Leutnant am 20. Mai 1914 erlangte.Militär-Wochenblatt. Nr. 70 vom 21. Mai 1914, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1914, S. 1513.

Die Ernennung zum Kommandeur der 55. Reserve Infanterie-Brigade erfolgte am 2. August 1914Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939: Die höheren Kommandostellen 1815-1839, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, S. 358., bei der er am 28. September 1914 bei Contalmaison eine Verwundung erlitt.Verlustlisten Erster Weltkrieg: Preußische Verlustliste Nr. 114 vom 31. Dezember 1914. Nach erfolgter Genesung am 20. Oktober 1914 zum Kommandeur der 25. Reserve Infanterie-Brigade ernannt.Ehren-Rangliste des ehemaligen Deutschen Heeres: auf Grund der Ranglisten von 1914 mit den inzwischen eingetretenen Veränderungen. Hrsg.: Deutscher Offizier-Bund, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1926, S. 66. Am 10. August 1916 wird General-Leutnant v. Sieg in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs – mit der gesetzlichen Pension – zur Disposition gestellt.Militär-Wochenblatt. Nr. 33/34 vom 17. August 1916, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1916, S. 727. Nach dem Krieg erhielt er am 4. August 1920 den Charakter als General der Infanterie a. D.Militär-Wochenblatt. Nr. 12 vom 18. September 1920, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1920, S. 263. und schied aus dem Militärdienst aus.

Familie Max Sieg heiratete am 28. September 1899 Adelheid Emilie Margarete Sieg in Berlin. Aus der Ehe gingen die Söhne Gustav Alexander Max-Christian (* 26. August 1900) und Johann Alexander Gustav Max-Joachim (* 6. Oktober 1903) hervor.

Orden und Ehrenzeichen Rettungsmedaille am BandMilitär-Wochenblatt. Nr. 5 vom 18. Januar 1888, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1888, S. 104. Digitalisat Roter Adlerorden II. Klasse mit EichenlaubMilitär-Wochenblatt. Nr. 9 vom 18. Januar 1914, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1914, S. 157. Kronenorden II. KlasseRangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914, Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1914, S. 93 Österreichischer Franz-Joseph-Orden Ritterkreuz Verdienstorden (Waldeck) Offizierskreuz 3. Klasse Italienischer Orden der Heiligen Mauritius und Lazarus Ritterkreuz Russische Sankt-Stanislaus-Orden 2. Klasse Bulgarische Militärverdienstorden Kommandeurskreuz Griechischer Erlöserorden Ritter des goldenen Kreuzes Russischer Orden der Heiligen Anna III. Klasse Großoffizierkreuz des Ordens der Italienischen Krone Mexikanischer Guadalupe-Orden Komturkreuz

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, Jahrgang 1, Justus Perthes Verlag, Gotha 1907, S. 726–727. Digitalisat

Einzelnachweise

Kategorie:General der Infanterie (Königreich Preußen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Militärperson (Deutsches Heer) Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Nobilitierter (Preußen) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter) Kategorie:Träger des bulgarischen Militär-Verdienstordens Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna Kategorie:Träger des Sankt-Stanislausordens (Russland) Kategorie:Träger des Ordens der Krone von Italien (Großkomtur) Kategorie:Träger des Guadalupe-Ordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1937 Kategorie:Mann Kategorie:Richter (Reichsmilitärgericht)