Karl Heinrich Lieser (* 26. April 1921 in Ludwigshafen; † 16. April 2005 in Seeheim) war ein deutscher Chemiker, Hochschullehrer und Fachbuchautor.

Biographie Lieser wurde als Sohn von Anna-Maria Lieser, geborener Adam, und des Kaufmanns Heinrich Lieser geboren. Er studierte an der Universität Göttingen, der Universität Heidelberg (1939–1940) und von 1946 bis 1952 an der Technischen Hochschule Darmstadt, wo er 1949 sein Diplom in Chemie erhielt und 1952 zum Dr. rer. nat. promoviert wurde. 1957 habilitierte er sich und begann seine Lehrtätigkeit an der TH Darmstadt. 1962 wurde er außerordentlicher, 1964 ordentlicher Professor für Anorganische Chemie und Kernchemie an der Technischen Hochschule Darmstadt.

Karl Heinrich war ab 1952 mit der wie er zum Dr. rer. nat. promovierten Edith Lieser, geborener Schierandt, verheiratet. Er lebte und starb in Seeheim an der Bergstraße.

Werke Lieser veröffentlichte 1969 ein von ihm verfasstes einführendes Fachbuch. zur nuklearen Chemie, Einführung in die Kernchemie, als erstes Buch in der Serie Kernchemie in Einzeldarstellungen. Das Buch, dessen 2. Auflage 1980 erschien, wurde bis zur 3. Auflage aktualisiert und später von Jens Volker Kratz weitergeführt. Dieses Folgewerk wurde ins Englische übertragen und unter dem Namen Nuclear and Radiochemistry bis zur 4. Auflage (2022) verbessert. Es gilt bis heute als Standardwerk auf seinem Gebiet.

Ebenfalls war Lieser einer der Herausgeber der Buchserie Nukleare Entsorgung – Nuclear Fuel Cycle in 4 Bänden zusammen mit Franz Baumgärtner und Klaus Ebert.

Andere Publikationen (Auswahl)

Literatur Lieser, Karl Heinrich. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 1985, S. 764.

Einzelnachweise

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