Walther Siegismund von Pflugk, auch Walter von Pflugk, (* 17. April 1864 in Dresden; † 27. Mai 1936 in DresdenAdelsquellen.de/Adelsforschung (Hrsg.): Gedruckte Trauerannoncen des deutschen Adels 1912 bis 2009.) war ein deutscher Jurist und höherer sächsischer Staatsbeamter. Er war Amtshauptmann, Geheimer Rat und Ministerialdirektor im Ministerium des Innern.
Leben und Wirken Nach dem Besuch.Hermann Peter: Jahresbericht der Fürsten- und Landesschule St. Afra in Meissen vom Juli 1881 bis Juli 1882. Progr.-Nr. 483: Verzeichnis der Alumnen und Extraneer der Fürsten- und Landesschule St. Afra in Meissen: Schulfest 1882, C. E. Klinkicht & Sohn, Meissen 1882, S. 42 ff-Anlagen. Insbs. S. 46. der Fürstenschule St. Afra in Meißen um 1881/1882 trat er als Einjährig-Freiwilliger beim 2. Grenadier-Regiment Nr. 101 in Dresden ein. Danach studierte er Rechtswissenschaft an den Universitäten Leipzig und Heidelberg. Nach Bestehen der ersten juristischen Staatsprüfung trat er in den juristischen Vorbereitungsdienst bei den Amtsgerichten DresdenMinisterium der Justiz (Hrsg.): Justizministerialblatt für das Königreich Sachsen. Jahrgang 24-1890, Verlag der Redaktion, Dresden 1890, S. 22. und Zwickau ein. Im Jahre 1892 wurde er bei der Polizeidirektion Dresden angestellt und war in dieser Behörde mit Wohnsitz in Dresden auch noch 1893.Einwohnermeldeamt der Königlichen Polizeidirektion: Wohnungs- und Geschäfts-Handbuch der Königlichen Residenz- und Hauptstadt Dresden für das Jahr 1893. 1. Th. I. Abschnitt, Ausgabe 39, Arthur Schönfeld-G. A. Kaufmann, Dresden 1893, S. 528.
Vom 1. Juli 1895 bis 31. März 1897 war er Bezirksassessor bei der Amtshauptmannschaft Borna und danach bis zum 30. April 1899 zweiter juristischer Sekretär und Hilfsarbeiter beim Evangelisch-Lutherischen Landeskonsistorium Dresdcn. Im Anschluss war er Regierungsassessor an der Amtshauptmannschaft Pirna und vom 1. Oktober 1901 bis 31. Mai 1903 Regierungsrat an der Kreishauptmannschaft Bautzen.
Plfugk übernahm am 1. Juni 1903 die Leitung der Amtshauptmannschaft Löbau und am 1. Oktober 1909 die der Amtshauptmannschaft Bautzen. Am 1. Juni 1919 wurde ihm unter Verleihung der Dienstbezeichnung Geheimer Rat die Stelle eines Ministerialdirektors im sächsischen Ministerium des Innern übertragen. Amtshauptmann von Pflugk wurde auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden bestattet.
Familie Er war der Sohn des Geheimen RegierungsratesNachlass des Pflugk, Ludwig Ferdinand von, Geheimer Regierungsrat, In: Sächsisches Staatsarchiv, Stand 2022. 11045 Amtsgericht Dresden, Nr. 817/Registratursignatur: II P 22/85; Cap. 4a, Lit. P, Nr. 425. Ludwig Ferdinand von Pflugk (1809–1868)Illustri(e)rter Kalender für 1870. Jahrbuch der Ereignisse, Bestrebungen und Fortschritte im Völersleben und im Gebiete der Wissenschaften, Künster und Gewerbe. Verlag J. J. Weber, Leipzig 1870, S. 85. und dessen Ehefrau Maria Therese Eleonore Michalesi (1831–1913), der aus Bernburg/Anhalt stammte. Dem Großvater Heinrich Erdmann Sigismund von Pflugk und dem Urgroßvater Wilhelm Sigismund von Pflugk (1739–1802) gehörte das ihrer Familienlinie namensgebende Hauptgut Strehla-Burg Strehla samt Trebnitzer Anteils. Sein jüngerer Bruder Albert Otto von Pflugk war 1920 Prof. und Augenarzt in Dresden.
Walther Siegismund von Pflugk war zweimal verheiratet, zuerst mit Elsa Isidora helene Maria Mater (1872–1895), dann mit Marie Anna Bläß verheiratet. Überliefert sind vier Kinder, aus erster Ehe der kgl. sächs. Leutnant Walter Cäsar August von Pflugk (* 1892). Aus der zweiten Ehe stammen der 1918 gefallene kgl. sächs. Fähnrich Wolfgang Ludwig Konrad, die 1905 in Löbau geborene Tochter Brigitte Sybille von Pflugk, die u. a. als Schulleiterin wirkte und 1967 in Neuendettelsau b. Nürnberg starbPeter Reinicke: Die Ausbildungsstätten der sozialen Arbeit (1899 - 1945). In: SD, 51; Auflage-Online-Ressource, Berlin 2012, ISBN 978-3-7841-2258-8, S. 180 f. Bis zu seinem Tod war er 37 Jahre lang Vorsitzender des Familienverbandes von Pflugk. Die Unterlagen des Familienverbandes v. Pflugk wurden nach dem Beschluss des Familientages am 9. Mai 1937 dem Sächsischen Hauptstaatsarchiv in depositalische Aufbewahrung gegeben.Vgl. Deutsche Digitale Bibliothek: Nachlass Familie von Pflugk (Bestand) / Sächsisches Staatsarchiv, 12605 ( 15 lfd. m.) sowie die 1913 in Bautzen geborene Ursula.
Literatur Adolf Greß, Christian Klötzer, Georg Paulus, Bruno Schulze (Hrsg.): Kalender für den Sächsischen Staatsbeamten auf das Jahr 1920 mit 366 Tagen. Wilhelm und Bertha von Baesch-Stiftung/Eigenverlag der Herausgeber, Dresden 1920, S. 10. (Mit Porträtfoto). Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1921. Jahrgang 22, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 590–591. (Vgl. FamilySearch-Diese Ausgabe ist z. Zt. dort erreichbar). Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1928. Jahrgang 27, Justus Perthes, Gotha 1927, S. 457. (Unausgewertet / Vgl. FamilySearch-z. Zt. nicht erreichbar). Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1936. Jahrgang 35, Justus Perthes, Gotha 1935. (Unausgewertet / Vgl. FamilySearch-z. Zt. nicht erreichbar).
Einzelnachweise
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