Hansjörg Weißbrich (* 6. Februar 1967 in Siegen) ist ein deutscher Filmeditor.

Leben und Werk Weißbrich wuchs im Ortsteil Hofolpe in der Gemeinde Kirchhundem auf. Nach dem Abitur studierte er Musik, Französisch sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Dortmund und Bochum. Nach ein paar Schnittassistenzen wird die Kinoproduktion Nach Fünf im Urwald (1995) sein erster Langfilm als eigenständiger Editor; seitdem war er bei fast allen Filmen von Regisseur Hans-Christian Schmid für die Montage verantwortlich.

Für seine Arbeit am Film Frauen lügen besser erhielt Weißbrich 2000 den Deutschen Fernsehpreis. Zehn Jahre später erhielt er für seine Arbeit an dem Spielfilm Sturm (2010) den Deutschen Filmpreis.vgl. Offizielles Twitter-Profil des Deutschen Filmpreises (aufgerufen am 23. April 2010) Eine weitere Nominierung folgte 2011 für die Arbeit an Andres Veiels Spielfilmdebüt Wer wenn nicht wir. 2014 wurde Hansjörg Weißbrich erneut mit dem Deutschen Filmpreis für den besten Schnitt ausgezeichnet für den Film Zwei Leben des Regisseurs Georg Maas. Im gleichen Jahr erhielt er den Deutschen Kamerapreis für Traumland.

Hansjörg Weißbrich ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und wurde 2018 in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen, die jährlich die Oscars vergibt.Academy invites 928 to Membersphip. In: oscars.org (abgerufen am 26. Juni 2018). Außerdem ist er Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor e. V. (BFS).

Filmografie (Auswahl) 1995: Nach Fünf im Urwald 1995: Palumbina – Eine Trivialromanze 1996: Prélude 1996: Workaholic 1997: Weihnachtsfieber 1998: 2 Männer, 2 Frauen – 4 Probleme!? 1998: Eine ungehorsame Frau (Fernsehfilm) 1998: 23 – Nichts ist so wie es scheint 1999: Musical Man 1999: Pain au chocolat – Chocolate Pain 1999: S. geht rund 1999: Südsee, eigene Insel 1999: Unschuldige Biester 2000: Crazy 2000: Quiero ser (Kurzfilm) 2000: Einer geht noch 2000: Frauen lügen besser (Fernsehfilm) 2001: Was tun, wenn’s brennt? 2001: Ein göttlicher Job 2002: Bibi Blocksberg 2002: Himmelreich auf Erden (Fernsehfilm) 2003: Lichter 2003: Soloalbum 2003: Tor zum Himmel 2004: Schatten der Zeit 2004: Sommersturm 2005: NVA 2006: Requiem 2006: Der Liebeswunsch 2006: Die Wilden Hühner 2007: Trade – Willkommen in Amerika (Trade) 2007: Sieben Tage Sonntag 2008: Krabat 2009: Sturm 2009: John Rabe 2010: Morgen das Leben 2011: Wer wenn nicht wir 2011: Hotel Lux 2011: Was bleibt 2012: Zwei Leben 2012: Nachtzug nach Lissabon (Night Train to Lisbon) 2012: Freedom Bus 2012: Zum Geburtstag 2013: Traumland 2013: Master of the Universe 2013: Der letzte Mentsch 2013: Coming In 2015: Francofonia 2015: Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück (Colonia) 2016: Vor der Morgenröte 2017: Die göttliche Ordnung 2017: Das Verschwinden (Miniserie) 2017: Eleanor & Colette (55 Steps) 2018: 3 Tage in Quiberon 2019: Die Agentin (The Operative) 2019: 7500 2019: Das Vorspiel 2019: Auerhaus (Film) 2020: Exil 2020: Unorthodox (Miniserie, 4 Episoden) 2020: Enfant Terrible 2020: Rivale 2021: Ich bin dein Mensch 2021: Endlich Witwer – Forever Young 2022: Mehr denn je (Plus que jamais) 2022: Nicht ganz koscher 2022: She Said 2022: Wir sind dann wohl die Angehörigen 2023: Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste 2023: Adiós Buenos Aires 2024: We Were Dangerous 2024: Die Herrlichkeit des Lebens 2024: September 5 – The Day Terror Went Live 2025: Zikaden 2025: Heldin 2025: Das Verschwinden des Josef Mengele 2026: Frank & Louis

Auszeichnungen (Auswahl) 2000: Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie Bester Schnitt für Frauen lügen besser 2002: Deutscher Kamerapreis in der Kategorie Szenischer Schnitt für Was tun, wenn’s brennt? 2003: Filmplus Schnitt-Preis in der Kategorie Spielfilm für Lichter 2004: Preis der deutschen Filmkritik in der Kategorie Bester Schnitt für Lichter 2006: Deutscher Kamerapreis in der Kategorie Schnitt Kinospielfilm für NVA 2006: Filmplus Schnitt-Preis in der Kategorie Schnitt Preis Spielfilm für Requiem 2007: Filmplus Schnitt-Preis in der Kategorie Schnitt Preis Spielfilm für Der Liebeswunsch 2009: Preis der deutschen Filmkritik in der Kategorie Bester Schnitt für Sturm 2010: Deutscher Filmpreis in der Kategorie Bester Schnitt für Sturm 2014: Deutscher Filmpreis in der Kategorie Bester Schnitt für Zwei Leben 2014: Deutscher Kamerapreis in der Kategorie Szenischer Schnitt für Traumland 2025: Deutscher Filmpreis in der Kategorie Bester Schnitt für September 5

Weblinks

Hansjörg Weißbrich beim Bundesverband Filmschnitt Editor e. V. (BFS)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmeditor Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Mann