Die 11. Feldartillerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 11. Feldartillerie-Brigade hatte ihren Ursprung in der 5. Artillerie-Brigade, die am 16. Juni 1864 durch Trennung der Feldartillerie von der Festungsartillerie gebildet wurde. Am 18. Juli 1872 wurde sie in 6. Feldartillerie-Brigade umbenannt und das Fußartillerie-Regiment (früher Festungs-Artillerie-Regiment) direkt dem Armee-Korps unterstellt. Dafür wurde das Feldartillerie-Regiment in seinem Bestand erweitert und geteilt. Bezeichnung und Nummer blieben bei den beiden Feldartillerie-Regimentern gleich. Das eine Regiment erhielt den Zusatz „Divisions-Artillerie“ und das andere „Korps-Artillerie“. Dies verdeutlichte ihre Einsatzbestimmung im Kriegsfall. Mit der Auflösung der Feldartillerie-Inspektionen (AKO-Erlass vom 14. März 1889) wurden die Feldartillerie-Brigaden direkt dem Armee-Korps unterstellt und so wurde sie zum 25. März 1899 in 11. Feldartillerie-Brigade umbenannt und hatte ihren Standort in Breslau. Am 16. Februar 1917 wurde sie zum Artillerie-Kommandeur 11 umfunktioniert, dem damit die taktische Führung der gesamten Feld- und schweren Artillerie oblag. Die Brigade war von 1899 an Teil der 11. Division (Standort Brandenburg), die dem VI. Armee-Korps in Breslau zugeordnet war.
Gliederung 1864 bis 1872 Schlesisches Feldartillerie-Regiment Nr. 6 und Schlesisches Festungsartillerie-Regiment Nr. 6 1872 bis 1874 Schlesisches Feldartillerie-Regiment Nr. 6 Korps-Artillerie und Schlesisches Feldartillerie-Regiment Nr. 6 Divisions-Artillerie 1874 bis 1890 Schlesisches Feldartillerie-Regiment Nr. 6 und Oberschlesisches Feldartillerie-Regiment Nr. 21 1891 bis 1899 Wie vor, zusätzlich Schlesisches Train-Bataillon Nr. 6 1899 bis 1914 Feldartillerie-Regiment von Peucker (1. Schlesisches) Nr.6 und 2. Schlesisches Feldartillerie-Regiment Nr.42 Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 Wie vor Kriegsgliederung 1918 Artillerie-Kommandeur 11: 2. Schlesisches Feldartillerie-Regiment Nr.42 und Fußartillerie-Bataillon Nr. 131
Deutscher Krieg 1866
Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich wurde die Brigade unter Führung des Generals Friedrich Wilhelm Eduard Herkt in der Königgrätz eingesetzt.
Deutsch-Französischer Krieg 1870/1781
Mit der Mobilmachung übernahm General Adolf von Ramm das Kommando über die Brigade und war neben der Beschießung von Pfalzburg und Toul und dem Gefecht bei Moulin Saquet an der Belagerung von Paris beteiligt.
Erster Weltkrieg
Mit Kriegsbeginn wurde die Brigade im Verband der 11. Division ausschließlich an der Westfront eingesetzt. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 11. Division.
Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.6. Artillerie-BrigadeKarl von Ramm25. Juni 1864 bis 11. Dezember 1865Friedrich Wilhelm Eduard Herkt12. Dezember 1865 bis 12. Mai 1869Adolf von Ramm13. Mai 1869 bis 25. März 1871Karl Gustav Köhler26. März 1871 bis 1. November 18726. Feldartillerie-BrigadeKarl Gustav Köhler1. November 1872 bis 14. September 1876Paul von Krenski15. September 1876 bis 13. Februar 1878Ludwig von Lyncker14. Februar 1878 bis 5. Dezember 1883Carl von der Hude6. Dezember 1883 bis 31. März 1889Carl Küper1. April 1889 bis 17. April 1891Eduard von Davidsohn18. April 1891 bis 17. Juni 1895Otto Pochhammer18. Juni 1895 bis 23. Mai 1898Otto von Dulitz24. Mai 1898 bis 25. März 189911. Feldartillerie-BrigadeOtto von Dulitz25. März 1899 bis 17. April 1899Benno von Brause18. April 1899 bis 17. Mai 1901Friedrich Fritsch18. Mai 1901 bis 17. Dezember 1901Adolf Schuch18. Dezember 1901 bis 19. Juli 1904Johann von Wasmer20. April 1904 bis 13. Oktober 1909August von Hahn 14. Oktober 1909 bis 17. Februar 1913 Edwin Julius Albrecht von Bischoffshausen18. Februar 1913 bis 18. Juli 1915 Karl Fouquet19. Juli 1915 bis 15. August 1916Hans Lepper16. August 1916 bis 9. Januar 1917Ernst von Stockhausen10. Januar 1917 bis 16. Februar 1917Arko 11Ernst von Stockhausen16. Februar 1917 bis 26. Mai 1917Ferdinand Streuber27. Mai 1917 bis 17. Juni 1917Paul von Krenski18. Juni 1917 bis März 1918Karl von HerffMärz 1918 bis KriegsendeWilliam Georg Ernst von Zglinicki12. Februar 1919 bis 20. März 1919 (Demobilisierung)Franz Launhardt21. März 1919 bis 30. September 1919 (Demobilisierung)
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Einzelnachweise
11. Feldartillerie-Brigade Kategorie:Artillerieverband (Deutsches Kaiserreich)