Eine Internationale PlanspracheThe term was used at least as early as 1908, by Otto Jespersen. (englisch international auxiliary language, manchmal als IAL oder auxlang abgekürzt) ist eine Sprache, die zur Kommunikation zwischen Menschen aller Nationen dient, die keine gemeinsame Muttersprache haben. Eine Plansprache ist in erster Linie eine Fremdsprache und oft eine konstruierte Sprache. Das Konzept ist verwandt mit der Idee einer Lingua franca (oder dominanten Sprache), die Menschen zur Kommunikation verwenden müssen. Das Studium internationaler Plansprachen heißt Interlinguistik.

Der Begriff „Plansprache“ (Hilfssprache) bedeutet, dass sie als zusätzliche Sprache für die Kommunikation zwischen den Menschen auf der Welt gedacht ist und nicht als Ersatz für ihre Muttersprachen. Oft wird der Begriff speziell für geplante oder konstruierte Sprachen verwendet, die die internationale Kommunikation erleichtern sollen wie Esperanto, Ido und Interlingua. Normalerweise werden Wörter aus weit verbreiteten Sprachen verwendet. Sie kann sich jedoch auch auf das Konzept einer solchen Sprache beziehen, die durch internationalen Konsens bestimmt wird, einschließlich sogar einer standardisierten natürlichen Sprache (z. B. Internationales Englisch), und wird auch mit dem Projekt der Konstruktion einer Universalsprache in Verbindung gebracht.

Über Jahrhunderte hinweg haben die Sprachen dominanter Gesellschaften als Lingua Franca gedient, die manchmal beinahe internationales Niveau erreicht haben. In der Vergangenheit wurden Latein, Griechisch, Sanskrit, Persisch, Tamil und die mediterrane Lingua Franca verwendet. In jüngster Zeit werden Hocharabisch, Hochchinesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch in vielen Teilen der Welt als solche verwendet.Bodmer, Frederick. The loom of language and Pei, Mario. One language for the world. Da Lingua Francas traditionell mit eben jener Dominanz – kultureller, politischer und wirtschaftlicher – in Verbindung gebracht werden, die sie populär gemacht hat, stoßen sie häufig auch auf Widerstand. Aus diesem und anderen Gründen haben sich manche der Idee zugewandt, eine konstruierte Sprache in Form einer „Plansprache“ als mögliche Lösung zu fördern, wie beispielsweise Esperanto.

Geschichte Der Gebrauch einer vermittelnden Hilfssprache (auch „Arbeitssprache“, „Brückensprache“, „Vehikelsprache“ oder „Vereinssprache“ genannt) zur Ermöglichung der Kommunikation zwischen Menschen, deren Muttersprache nicht dieselbe ist, insbesondere wenn es sich dabei um eine dritte Sprache handelt, die sich von beiden Muttersprachen unterscheidet,Viacheslav A. Chirikba, "The problem of the Caucasian Sprachbund" in Pieter Muysken, ed., From Linguistic Areas to Areal Linguistics, 2008, p. 31. ISBN 90-272-3100-1 ist möglicherweise fast so alt wie die Sprache selbst. Auf jeden Fall hat es sie seit der Antike gegeben. Latein und Griechisch (oder Koine-Griechisch) waren die vermittelnden Sprachen aller Gebiete des Mittelmeerraums; Akkadisch und dann Aramäisch blieben über mehrere frühere Reiche hinweg die gemeinsamen Sprachen großer Teile Vorderasiens.Ostler, 2005 pp. 38–40 Solche natürlichen Sprachen zur Kommunikation zwischen Menschen, die nicht dieselbe Muttersprache haben, heißen Lingua francas.

Lingua francas (natürliche internationale Sprachen)

Lingua francas (Verkehrssprache) sind im Laufe der Menschheitsgeschichte überall auf der Welt entstanden, manchmal aus kommerziellen Gründen (sogenannte „Handelssprachen“), aber auch aus diplomatischen und administrativen Gründen und als Mittel zum Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern und anderen Gelehrten verschiedener Nationalitäten. Der Begriff stammt von einer solchen Sprache, der Mittelmeer-Lingua Franca, einer Pidgin-Sprache, die vom 11. bis zum 19. Jahrhundert im Mittelmeerraum als Handelssprache verwendet wurde. Beispiele für Lingua francas gibt es nach wie vor zahlreich und auf allen Kontinenten. Das offensichtlichste Beispiel im frühen 21. Jahrhundert ist Englisch. Ein weiterer Sonderfall des Englischen ist das Basic English, eine vereinfachte Version des Englischen mit derselben Grammatik (wenn auch vereinfacht) und einem reduzierten Wortschatz von nur 1.000 Wörtern, mit der jeder mit Grundkenntnissen des Englischen in der Lage sein soll, auch ziemlich komplexe Texte zu verstehen.

Konstruierte Sprachen

Da alle natürlichen Sprachen eine Reihe von grammatikalischen Unregelmäßigkeiten aufweisen, die ihr Erlernen erschweren, und diese auch mit der nationalen und kulturellen Dominanz der Nation verbunden sind, deren Muttersprache sie ist, rückte die Idee, als mögliche Lösung eine künstliche oder konstruierte Sprache zu schaffen, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Konzept, eine bestehende Sprache zu vereinfachen, um sie zu einer Plansprache zu machen, wurde bereits in der Encyclopédie des 18. Jahrhunderts erwähnt, wo Joachim Faiguet de Villeneuve in dem Artikel über Langue einen kurzen Vorschlag für eine „lakonische“ oder regularisierte Grammatik des Französischen verfasste.

Einige der Philosophischen Sprachen des 17.–18. Jahrhunderts könnten als Proto-Plansprachen betrachtet werden, da ihre Schöpfer sie als Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Sprachen und zur Disambiguierung und Klärung von Gedanken konzipierten. Soweit sich aus den überlieferten Veröffentlichungen darüber erkennen lässt, waren die meisten oder alle dieser Sprachen jedoch zu unvollständig und unfertig, um als Plansprachen (oder für andere praktische Zwecke) zu dienen. Die ersten vollständig entwickelten Plansprachen, die wir kennen, sowie die ersten Plansprachen, die primär als Hilfssprachen entwickelt wurden, entstanden im 19. Jahrhundert. Solresol von François Sudre, eine auf Musiknoten basierende Sprache, erlangte als erste breite Aufmerksamkeit, obwohl sie offenbar nicht fließend gesprochen wurde.

Volapük

Im 19. Jahrhundert wurde eine verwirrende Vielfalt solcher konstruierten internationalen Plansprachen (IALs) vorgeschlagen. Louis Couturat und Léopold Leau überprüften in Histoire de la langue universelle (1903) 38 Projekte.

Volapük wurde erstmals 1879 von Johann Martin Schleyer in einem Artikel und im darauf folgenden Jahr in Buchform beschrieben. Es war das erste, das eine große internationale Sprechergemeinschaft erreichte. Drei große Volapük-Kongresse wurden abgehalten, 1884, 1887 und 1889; der letzte von ihnen verwendete Volapük als Arbeitssprache. André Cherpillod schreibt über den dritten Volapük-Kongress: „In August 1889 the third convention was held in Paris. About two hundred people from many countries attended. And, unlike in the first two conventions, people spoke only Volapük. For the first time in the history of mankind, sixteen years before the Boulogne convention (World Congress of Esperanto), an international convention spoke an international language.“Foreword to Konciza Gramatiko de Volapuko, André Cherpillod. Courgenard, 1995. Allerdings kam es schon bald darauf zu einer Zersplitterung der Volapük-Sprechergemeinschaft. Der Grund dafür waren verschiedene Faktoren, unter anderem Kontroversen zwischen Schleyer und anderen prominenten Volapük-Sprechern sowie das Aufkommen neuerer, leichter zu erlernenden Plansprachen, vor allem Esperanto.

Idiom Neutral und Latino Sine Flexione

Als Reaktion auf die Bedürfnisse der ersten erfolgreichen Gemeinschaft künstlicher Sprachen gründeten die Volapükisten auf dem zweiten Volapük-Kongress in München im August 1887 ein Regulierungsorgan für ihre Sprache unter dem Namen International Volapük Academy (Kadem bevünetik volapüka).Schmidt, Johann. 1964. Jenotem valemapüka Volapük. Amsterdam: Volapükagased.Schmidt, Johann. 1996. Historio de la universala lingvo Volapuko. Translator: Philippe Combot. Courgenard: La Blanchetière. ISBN 2-906134-30-9 Die Akademie wurde eingerichtet, um die Plansprache Volapük zu bewahren und zu vervollkommnen. Schon bald kam es jedoch zu Konflikten zwischen konservativen Volapükisten und jenen, die Volapük reformieren wollten, um es zu einer naturalistischeren Sprache zu machen, die auf der Grammatik und dem Wortschatz der wichtigsten Weltsprachen basierte. Im Jahr 1890 verließ Schleyer selbst die ursprüngliche Akademie und gründete aus ihm vollkommen loyalen Leuten eine neue Volapük-Akademie gleichen Namens, die bis heute besteht.

Unter Waldemar Rosenberger, der 1892 Direktor wurde, begann die ursprüngliche Akademie, die Grammatik und den Wortschatz des Volapük erheblich zu verändern. Der Wortschatz und die grammatikalischen Formen, die den Westeuropäern unbekannt waren, wurden vollständig verworfen, so dass die Veränderungen tatsächlich zur Schaffung einer neuen Sprache führten, die den Namen „Idiom Neutral“ erhielt. Der Name der Akademie wurde 1898 in Akademi Internasional de Lingu Universal geändert und die Rundschreiben der Akademie wurden ab diesem Jahr in der neuen Sprache verfasst.

Im Jahr 1903 veröffentlichte der Mathematiker Giuseppe Peano seinen völlig neuen Ansatz zum Sprachaufbau. Inspiriert von den Ideen des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz entschied er sich, statt schematische Strukturen und eine apriorische Sprache zu erfinden, für die Vereinfachung einer bestehenden und einst weit verbreiteten internationalen Sprache: Latein. Dieses vereinfachte Latein ohne Beugungen und Deklinationen wurde von Peano Interlingua genannt, wird aber normalerweise als „Latino sine flexione“ bezeichnet.

Beeindruckt von Peanos Interlingua entschied sich die Akademi Internasional de Lingu Universal 1908, Idiom Neutral zugunsten von Peanos Interlingua aufzugeben, und wählte Peano zu ihrem Direktor. Der Name der Gruppe wurde später in Academia pro Interlingua geändert (wobei Interlingua für Peanos Sprache steht). Die Academia pro Interlingua bestand bis etwa 1939. Peanos Interlingua war teilweise die Inspiration für das bekanntere Interlingua, das 1951 von der International Auxiliary Language Association (IALA) vorgestellt wurde.

Esperanto

Nach dem Aufkommen von Volapük wurden in den 1880er-1900er Jahren zahlreiche andere Hilfssprachen erdacht und vorgeschlagen, aber außer Esperanto konnte keine eine nennenswerte Sprechergemeinschaft aufbauen. Esperanto wurde zwischen 1873 und 1887 entwickelt (eine erste Version war 1878 fertig) und schließlich 1887 von L. L. Zamenhof veröffentlicht. Es war eine vorwiegend schematische Sprache; die Wortstämme sind aus romanischen, westgermanischen und slawischen Sprachen entlehnt. Der Schlüssel zum relativen Erfolg von Esperanto war wahrscheinlich das hochproduktive und elastische System der Wortbildung, das es den Sprechern ermöglichte, durch das Lernen einer einzigen Wortwurzel Hunderte anderer Wörter abzuleiten. Außerdem ist Esperanto schneller zu lernen als andere Sprachen, normalerweise in einem Drittel bis einem Fünftel der Zeit. Schon früh schufen Esperantisten ihre eigene Kultur, die zur Bildung der Esperanto-Sprachgemeinschaft beitrug.

Innerhalb weniger Jahre gab es Tausende von Menschen, die diese Sprache fließend sprachen, vor allem in Osteuropa. 1905 fand in Boulogne-sur-Mer der erste Weltkongress statt. Seitdem wurden jedes Jahr Weltkongresse in verschiedenen Ländern abgehalten, mit Ausnahme der beiden Weltkriege. Esperanto wurde zur „unglaublichsten erfundenen Sprache aller Zeiten“ und zur am weitesten verbreiteten konstruierten internationalen Plansprache.Jason Zasky: (englisch) Esperanto gehört wahrscheinlich zu den fünfzig international am häufigsten verwendeten Sprachen.See e. g. Gregory Grefenstette, Julien Nioche. Estimation of English and non-English Language Use on the WWW. 2000 (Esperanto ranks #27 among languages using the Latin alphabet). The Esperanto Wikipedia is #32 among the language Wikipedia s.