Anton Goß (* 22. Oktober 1899 in Stadtamhof;Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abteilung IV Kriegsarchiv. Kriegstammrollen, 1914–1918, Band 11029. Kriegsstammrolle: Bd. 3 (via Ancestry-Datenbank) † nach 1943Adreßbuch der Gau- und Landeshauptstadt Dresden 1943/44, Teil II, S. 235.) war bis zur Absetzung im Jahr 1926 ein Gau- und Ortsgruppenleiter der frühen NSDAP in Dresden.

Leben und Wirken Goß, Sohn des Regensburger Postverwalters Anton Goß, war bis Anfang 1924 bei der Landespolizei im Freistaat Bayern tätig und wechselte danach in die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Dort betätigte er sich verstärkt in rechtsradikalen Gruppen und trat zum 15. Mai 1925 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 4.850).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11521513 Noch im selben Jahr übernahm er die Führung des NSDAP-Gaues Ostsachsen. Am 31. Januar 1926 wurde er durch den sächsischen NSDAP-Gauleiter Martin Mutschmann abgesetzt und all seiner Ämter, darunter auch als Ortsgruppenleiter von Dresden-Altstadt, enthoben.Stephan Dehn: Mutschmanns Machtkampf gegen Anton Goß. Vom Konflikt um die Führung des NS-Gaues Ostsachsen zur „Lolita“-Posse in Dresden. In: Neues Archiv für sächsische Geschichte. Band 86, 2015, S. 225 ff. Anfang 1931 wurde Goß wieder Mitglied der NSDAP.Stephan Dehn: Mutschmanns Machtkampf gegen Anton Goß. Vom Konflikt um die Führung des NS-Gaues Ostsachsen zur „Lolita“-Posse in Dresden. In: Neues Archiv für sächsische Geschichte. Band 86, 2015, S. 225–239, hier S. 238. Zu dieser Zeit und mindestens bis 1943 betrieb er in der Dresdner Altstadt die Deutsche Buchhandlung Anton Goß.Nationalsozialist wo kaufst du deine Bücher? In: Der Freiheitskampf, 2. März 1931, S. 3.Adreßbuch der Gau- und Landeshauptstadt Dresden 1943/44, Teil II, S. 115.

Literatur Stephan Dehn: Mutschmanns Machtkampf gegen Anton Goß. Vom Konflikt um die Führung des NS-Gaues Ostsachsen zur „Lolita“-Posse in Dresden. In: Neues Archiv für sächsische Geschichte. Band 86, 2015, S. 225–239. doi:10.52411/nasg.Bd.86.2015 Andreas Peschel: Die Entwicklung der Dresdner NSDAP bis 1933. In: Dresdner Geschichtsbuch 18 (2013), S. 151–170.

Einzelnachweise

Kategorie:Gauleiter (NSDAP) Kategorie:Person (Dresden) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann