mini|hochkant|Adelswappen derer von Hülst (ab 1801) im Wappenbuch des Westfälischen Adels Hülst (in den ersten bekannten Generationen auch Hulst) ist der Name eines aus den Niederlanden stammenden westfälischen Briefadelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht war im Münsterischen ansässig.Seyler (1909), S. 84. Ursprünglich stammt die Familie jedoch aus den Niederlanden. Der namensgebende Ort war Hulst in der Provinz Zeeland. Von dort kam sie über Oldenzaal in der Provinz Overijssel in das Emsland. Stammvater der Familie war Joan ter Hulst, der 1623 Getrudis ter Arkel heiratete. Ihr Sohn Joannes Hülst (1624–1677), Jurist, war mit Christina Holts van Amersfordt (1619–1675) verheiratet. Die Eheleute, die nach Lingen im Emsland zogen, hatten zwei Kinder: Magdalene Gertrud Hülst (*/† 1655), Joannes Hülst (1656–1704). Joannes Hülst war promovierter Jurist. Er heiratete Margarethe Meijknecht († 1712) und hatte mit ihr vier Kinder: Joan Henrich (*/† 1690), Hendrine Christine, Anna Maria und Joan Hermann Hülst (1689–1732). Joan Hermann Hülst war wie sein Vater promovierter Jurist und bekleidete das Richteramt. 1723 heiratete er Anna Maria Gertrud Bothe (* 1700) und hatte mit ihr einen Sohn namens Johannes Heinrich Ignatius Hülst (1724–1763). Johannes Heinrich Ignatius Hülst war ebenfalls promovierter Jurist und bekam Amt und Titel eines Hofpfalzgrafen verliehen. Mit seiner in Münster geehelichten Frau Clara Elisabeth Angela Homeyer (1722–1793) hatte er zwei Kinder: Henrietta Christina Maria Hülst (*/† 1758) und Laurenz Christian Alois Hülst (1759–1839). Laurenz Christian Alois Hülst bekam am 14. Dezember 1801 den Adelsstand mit Adelsprädikat „von“ verliehen. Die weitere Stammfolge stellt sich wie folgt dar:Genealogie der Familie von Hülst auf einegrossefamilie.de, abgerufen am 22. Oktober 2024.

Die Familie blüht fort.Spießen (1901–1903), S. 76.

Wappen Blasonierung des redenden Bürgerwappens: In Silber aus einem grünen Dreiberg eine grüne Pflanze der Stechpalme (Hulst = altes Wort für Stechpalme). Blasonierung des Adelswappens (1801): Von Rot und Silber schräglinks geteilt, unten ein grüner Zweig (der Stechpalme). Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein rot-silbern schräglinks geteilter Flügel.

Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 4: Graffen – Kalau v. Kalheim. Leipzig 1863, S. 512 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1: A–K, Berlin 1855, S. 384 (digitale-sammlungen.de). Gustav Adelbert Seyler: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 8. Abt.: Fünfzehnhundertachtundzwanzig bürgerliche Wappen, Nürnberg 1909, S. 84 (uni-goettingen.de) u. Tfl. 97 (uni-goettingen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 76 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 182 (uni-duesseldorf.de). Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band V, Band 84 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1984, S. 409,

Weblinks Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel RAA 202.18 Hülst, Lorenz Christian, JUDr., ansäßig im Gebiete des Hochstiftes Münster, Adelsstand, „von”, privilegium denominandi, Lehenberechtigung, 1801.12.14 Genealogie der Familie von Hülst auf einegrossefamilie.de.

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht