Die Rue de Grenelle ist eine Straße auf der Rive Gauche von Paris. Nur der äußerste östliche Abschnitt der Straße liegt im 6., ihr gesamter weiterer Verlauf im 7. Arrondissement.

Situation und Erreichbarkeit Die Rue de Grenelle hat eine Länge von ungefähr 2,2 Kilometern. Sie beginnt an der Place Michel Debré, führt in nordwestlicher Richtung bis zur Place des Invalides (gelegen zwischen Hôtel und Esplanade des Invalides) und setzt nach dem Platz ihren Verlauf in südwestlicher Richtung fort bis in die unmittelbare Nähe des Champ de Mars. Sie passiert dabei Teile von vier Pariser Quartiers – vom Quartier Saint-Germain-des-Prés (bis zur Kreuzung mit der Rue des Saints-Pères), vom Quartier Saint-Thomas-d’Aquin (bis zur Kreuzung mit der Rue de Bellechasse), vom Quartier des Invalides (bis zur Kreuzung mit dem Boulevard de la Tour-Maubourg) und vom Quartier du Gros-Caillou (bis zu ihrer Einmündung in die Avenue de La Bourdonnais). Jenseits der Avenue de La Bourdonnais liegt die Rue de Belgrade, die nach weniger als 100 Metern am Champ de Mars endet.

Sie ist mit den folgenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: Die nächstgelegenen Métrostationen zum Erreichen der Rue de Grenelle sind: Rue du Bac (Linie 12), Varenne (Linie 13) und La Tour-Maubourg (Linie 8; dort führt ein Ausgang direkt in die Rue de Grenelle). Die RATP-Buslinie 69 bedient innerhalb der Rue de Grenelle die Haltestellen Grenelle-Bellechasse, Bourgogne, Esplanade des Invalides, Invalides-La Tour Maubourg, Saint-Pierre du Gros Caillou und Bosquet-Grenelle.

Für den Autoverkehr ist die Rue de Grenelle auf ihrer gesamten Länge (mit Ausnahme der überquerten Place des Invalides) eine Einbahnstraße in westlicher Richtung.

Herkunft des Namens Die Herkunft des Namens leitet sich ab von der Straße, die Paris bis zum Jahr 1860 mit der Gemeinde Grenelle verband (deren Fläche ungefähr dem heutigen Quartier de Grenelle entsprach). Auf Vermessungskarten ist sie erstmalig im Jahr 1529 eingetragen, aber als „Chemin Neuf“ existierte der Weg nach Grenelle bereits im 14. Jahrhundert.Siehe Website „Histoire de la rue“ bei bercail.com. Abgerufen am 21. Oktober 2024 (französisch) Der Name „Grenelle“ entstand aus Abwandlungen von „garenne“ (deutsch: Kaninchenstall) und später „garanella“.Siehe: The History of Paris from the earliest period to the present day. Whittaker, London 1895, S. 247.

Einige bedeutende Gebäude Nr. 15: Hôtel de BérulleMonument historique; siehe Website „Ancien hôtel de Bérulle“ bei la plateforme ouverte du patrimoine. Abgerufen am 21. Oktober 2024 (französisch)., Nr. 36: „À la petite chaise“Monument historique: denkmalgeschützte Fassade; siehe Website „Boutique“ bei la plateforme ouverte du patrimoine. Abgerufen am 21. Oktober 2024 (französisch)., Nr. 44: Lycée privé Saint-Thomas-d'AquinWebsite des Lycée privé Saint-Thomas-d'Aquin. Abgerufen am 21. Oktober 2024 (französisch). Nr. 79: Hôtel d'EstréesFrüher genutzt als Botschaft der UdSSR in Paris; heute: Residenz des russischen Botschafters. sowie: Nr. 87: Hôtel de BauffremontWeiteres Hôtel particulier; Photographie des Innenhofs von Eugène Atget bei gallica.bnf.fr. Abgerufen am 22. Oktober 2024. Nr. 110: Hôtel de Rochechouart – Sitz des Ministère de l’Éducation nationale (Bildungsministerium) Nr. 116: Rathaus des 7. ArrondissementsWebsite der Mairie du 7ème Arrondissement. Abgerufen am 22. Oktober 2024 (französisch).

Einige ehemalige Bewohner Nr. 100: Hier wuchsen in den 1940er und 1950er Luc und Christian Boltanski auf.Christophe Boltanski: Das Versteck; s. Die Rue de Grenelle in der Literatur.

Die Rue de Grenelle in der Literatur J. R. Bechtle: 1965 – Rue de Grenelle. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt 2015, ISBN 978-3-627-00217-6. Christophe Boltanski: La Cache. Stock, Paris 2015, ISBN 978-2-234-07637-2. Das Versteck. Aus dem Französischen übersetzt von Tobias Scheffel. Carl Hanser, München 2017, ISBN 978-3-446-25642-2.

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Einzelnachweise

Grenelle Rue de Grenelle Rue de Kategorie:Straße in Europa