Ute Feuerbach (* 1958) ist eine deutsche Historikerin und Archivarin.

Leben Ute Feuerbach wuchs in der Gemeinde Obervolkach im unterfränkischen Landkreis Gerolzhofen auf, die im Jahr 1978 in die Stadt Volkach eingemeindet wurde. Nach dem Abitur am Franken-Landschulheim Schloss Gaibach nahm sie ein Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg auf. Dieses schloss sie im Jahr 2002 mit einem Dissertationsprojekt am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte bei Harm-Hinrich Brandt ab. Für die Dissertation wurde Feuerbach im Jahr 2002 mit dem Otto-Meyer-Promotionspreis ausgezeichnet.

Anschließend wurde Ute Feuerbach Kuratorin im von der Stadt Volkach neu errichteten Museum Barockscheune. Seit dem Jahr 2008 ist sie Stadtarchivarin der Stadt Volkach und steht dem Stadtarchiv in der Kartause Astheim vor. Sie ist als Herausgeberin der Volkacher Hefte tätig. Daneben arbeitete sie als freischaffende Historikerin und veröffentlichte mehrere Stadtchroniken, so unter anderem für die Stadt Gerolzhofen und die Gemeinde Nordheim am Main.Main-Post: Gedächtnis der Stadt ist lebendig, abgerufen am 11. Oktober 2024.

Werke (Auswahl) Feuerbach thematisiert in ihren Monografien vor allem die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, wobei ein Fokus auf den historischen Entwicklungen an der Volkacher Mainschleife liegt. Aufsätze erschienen in renommierten Reihen wie den Würzburger Diözesangeschichtsblättern, Im Bannkreis des Schwanbergs und dem Frankenland. Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege.

Als Autorin 100 Jahre Kindergarten Obervolkach (= Volkacher Hefte 10). Volkach 1993. „... die Stimme der Unzufriedenheit“. Feudalrechtsprozesse des frühen 19. Jahrhunderts. Beispiele bäuerlichen Konfliktverhaltens in Unterfranken (= Mainfränkische Studien Bd. 59). Würzburg 1996. Konflikt und Prozess. Bäuerliche Interessenpolitik für Freiheit und Eigentum in Mainfranken 1802–1848 (= Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte Bd. 46). Wegener Verlag, Neustadt an der Aisch 2003, ISBN 3-768-69297-3. Kloster St. Maria Volkach 1856–2006. 150 Jahre Erziehung und Leben (= Volkacher Hefte 14). Volkach 2006. Ein Herz und eine Seele auf Gott hin sein. Gemeinschaft der Augustinusschwestern Vogelsburg 1957–2007. Festschrift 50 Jahre Augustinusschwestern Vogelsburg. Volkach 2008. Frau und Caritas 1906–2006. 100 Jahre Verein für ambulante Krankenpflege Volkach e. V. (= Volkacher Hefte 15). Volkach 2008. mit Christa Volk: Volkach und seine Ortsteile (= Archivbilder). Sutton Verlag, Erfurt 2011, ISBN 978-3-866-80783-9. Vom Untertan zum Staatsbürger. 200 Jahre erste bayerische Verfassung im Landkreis Kitzingen. Ausstellung 25. März–15. Juli 2018. Volkach 2018.

Als Herausgeberin Volckach 906–2006. 1100 Jahre verbriefte Geschichte. Obervolkach, Eichfeld, Astheim, Rimbach, Krautheim, Gaibach, Fahr, Escherndorf, Köhler, Dimbach (= Volkacher Hefte 12/13). Volkach 2006, ISBN 3-000-17943-7. Unsere Mainschleife. Beiträge zu Kunst und Geschichte an der Volkacher Mainschleife. Januar 1978–Dezember 1992 (= Volkacher Hefte 16). Volkach 2008. Unsere Mainschleife. Beiträge zu Kunst und Geschichte an der Volkacher Mainschleife. Januar 1993–Dezember 2007 (= Volkacher Heft 17). Volkach 2008. Unsere Mainschleife. Beiträge zu Kunst und Geschichte an der Volkacher Mainschleife. 2008–2017 (= Volkacher Hefte 18). Volkach 2018. mit Klaus Arnold: Das Volkacher Salbuch 2. Bde. Volkach 2009.Regesta Imperii: Autoren: Feuerbach, Ute, abgerufen am 12. Oktober 2024.

Auszeichnungen 2002: Otto-Meyer-Promotionspreis für Konflikt und ProzessMain-Post: Pionierleistung für Sozialgeschichte, abgerufen am 11. Oktober 2024.

Weblinks Deutsche Biographie: Feuerbach, Ute

Einzelnachweise

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