Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2004. Das Drehbuch schrieb Elfie Donnelly, die den Stoff zugleich auch für ein gleichnamiges Buch aufbereitete.
Sidonie von Krosigk spielt die Titelrolle, wie im ersten Bibi-Blocksberg-Film, dem erfolgreichsten deutschen Film aus dem Jahr 2002.
Von der Figur der Elea Eluanda ist bei der Hörspielserie Bibi Blocksberg eine eigene Spin-off-Serie entstanden.
Handlung Bibi Blocksberg hat im vergangenen Schuljahr ihre Zeit mehr mit Hexerei als mit Mathematik zugebracht. Dementsprechend sehen ihre Noten aus. Dies veranlasst ihre Eltern, Barbara und Bernhard Blocksberg, Bibi auf das Ferieninternat Schloss Altenberg zu schicken.
Da sich Bibi am Beginn ihrer Pubertät befindet, protestiert sie heftigst gegen diese Pläne. Aller Protest nützt nichts, und Bibi befürchtet, dass sie viele langweilige Wochen im Internat verbringen muss.
Im Internat findet Bibi zwei neue Freunde: David, der sich in sie verliebt, und Elea Mischnik, die bei einem Unfall ihre Eltern verloren hat und seitdem querschnittgelähmt ist. Bibi möchte Elea helfen, jedoch sind ihre Hexenkräfte begrenzt. Durch die Oberhexe Walpurgia erfährt Bibi, dass es früher die blauen Tröstereulen gab. Der magische Eulenstaub könnte ausreichend in der Wirkung sein, damit Elea wieder laufen kann. Und ausgerechnet in einem Labyrinth unter dem Schloss Altenberg sollen sich die Überreste der blauen Eulen befinden.
Bibi und Elea sind jedoch nicht die einzigen, die sich auf der Suche nach den blauen Eulen befinden. Denn die Hexe Rabia konnte sich aus dem Gruselmoor befreien, in das sie nach den Taten an Bibi für 5 Jahre verbannt worden war (siehe dazu den ersten Film Bibi Blocksberg), und ist nach wie vor auf Rache an den Blocksbergs aus. Sie beobachtet Bibi und kommt schnell hinter ihre Pläne. Da der Eulenstaub enorme Zauberkräfte hat, möchte Rabia ihn ebenfalls besitzen. Schuldirektor Quirin Bartels ist auf der Suche nach dem Lomabarenirätsel, welches schließlich den Zugang zum Eulenstaub darstellt, er hat somit dasselbe Ziel.
Eine Ironie des Schicksals ist es, dass die blauen Eulen nur durch die Lösung eines komplizierten mathematischen Rätsels gefunden werden können. Doch da Elea sehr gut in Mathe ist und auch Bibi im Internat fleißig Mathe gelernt hat, können die beiden das Rätsel lösen. So kann Elea den magischen Eulenstaub benutzen, der sie zwar nicht heilen kann, ihr aber Trost spendet, indem er eine kleine Eulenstatue lebendig werden lässt und diese als Begleiter beisteht. Rabia wird vom Hexenrat die gesamte Hexenkraft entzogen und sie lebt ab Ende des Films als normale alte Frau.
Auszeichnungen Beim „22. Chicago International Children’s Film Festival“ wurde der Film als „Bester Spielfilm“ ausgezeichnet.
Filmmusik Das Titelthema von Enjott Schneider erinnert stark an die Musik der Harry-Potter-Filme von John Williams.
Wie im ersten Bibi-Blocksberg-Kinofilm sind wiederum kurze Tanz- und Gesangsszenen nach Musical-Art eingebaut.
Weiteres Ein Großteil des Films wurde im Gelände der Landesschule Pforta gedreht. Für die Szenen im Raum der blauen Eulen wurde die Kirche des ehemaligen Klosters genutzt. Wegen des Pentagramms, das für die Szene in der Vierung der Kirche formiert worden war, gab es heftige Diskussionen zwischen Schulleitung und der Pfarrerin und Religionslehrerin der Schule und dem Filmteam. Im Gegensatz dazu ist an einer Stelle des Films eine Landkarte zu sehen, welche die Stadt Altenberg im Erzgebirge und deren Umgebung zeigt. Im Film taucht ein Bild auf, das Hauke Diekamp als Arkadias Freund Jona zeigt. Der Film enthält weitere Anspielungen auf Harry Potter. So flackert zum Beispiel das Licht in einem Waschraum, als Rabia sich nähert, so als nähere sich ein Dementor.
Kritiken
Reboot Im Jahr 2025 wurde mit Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen ein Reboot veröffentlicht.
Literatur Elfie Donnelly: Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen. Das Buch zum Kinofilm. Egmont Schneider, München 2004, 245 S., ISBN 3-505-12084-7
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2004 Kategorie:Kinderfilm Kategorie:Fantasyfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Hexerei im Film Kategorie:Bibi Blocksberg