Der FC Gütersloh (offiziell: Fußball-Club Gütersloh e. V.) ist ein Fußballverein aus Gütersloh. Die Frauenfußballmannschaft spielte fünf Jahre lang in der 2. Bundesliga, bevor sich die Abteilung im Jahre 2009 als FSV Gütersloh 2009 selbständig machte.
Geschichte Im Januar 1984 gründete Michael Horstkötter beim historischen FC Gütersloh eine Frauenfußballmannschaft. Der Verein wurde am 14. Februar 2000 insolvenzbedingt aufgelöst. Als Nachfolgeverein wurde am 23. Februar 2000 der FC Gütersloh 2000 gegründet. Trotz der Turbulenzen wurde die Frauenmannschaft unter dem neuen Vereinsnamen in der Saison 2000/01 Meister der seinerzeit drittklassigen Verbandsliga Westfalen und stieg in die Regionalliga West auf. Bereits zwei Jahre später sicherten sich die von Andreas Norek trainierten Gütersloherinnen die Meisterschaft mit zwei Punkten Vorsprung auf die SpVgg Oberaußem-Fortuna. Es folgte die Aufstiegsrunde zur Bundesliga, wo sich die Mannschaft zum Auftakt mit 1:1 gegen den späteren Aufsteiger Hamburger SV trennte. Die folgenden drei Spiele gegen den 1. FC Saarbrücken, dem USV Jena und den SC Sand gingen jedoch allesamt verloren, so dass die Gütersloherinnen die Runde als Letzter abschlossen. Als Dritter der folgenden Saison 2003/04 qualifizierte sich die Mannschaft für die neu geschaffene 2. Bundesliga Nord.
Mit Uwe Kotrischat übernahm ein neuer Trainer die Mannschaft, die in der Premierensaison 2004/05 im gesicherten Mittelfeld landete. Im November 2005 übernahm der ehemalige DDR-Nationalspieler Heiko Bonan das Traineramt. Unter seiner Führung lieferten sich die Gütersloherinnen mit dem VfL Wolfsburg ein langes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft, welches die Niedersächsinnen am vorletzten Spieltag für sich entscheiden konnten. Zur Saison 2006/07 stellte der FC Gütersloh mit Steffen Enge einen neuen Trainer vor, der die Mannschaft in seiner ersten Spielzeit auf Platz vier führte. Besser lief es in der Saison 2007/08, als sich die Gütersloherinnen einen Dreikampf um die Meisterschaft mit dem Herforder SV und Tennis Borussia Berlin lieferten. Als Tabellenführer ging die Mannschaft in den letzten Spieltag, an dem das Team nicht über ein 1:1 gegen die zweite Mannschaft vom 1. FFC Turbine Potsdam hinauskam. Konkurrent Herford kam zu einem 2:1-Sieg über die Reserve des Hamburger SV und stieg auf. Im DFB-Pokal scheiterten die Gütersloherinnen im Viertelfinale nach Elfmeterschießen am TuS Köln rrh. 1874.
Steffen Enge verließ am Saisonende den Verein und wurde durch André Birker ersetzt. Nach einem schlechten Start in die Saison 2008/09 musste Birker im November gehen und wurde zunächst interimsweise durch Christina Krüger ersetzt. Im Januar 2009 kehrte Heiko Bonan zum FC Gütersloh zurück und führte die Mannschaft noch auf den vierten Tabellenplatz. Da der Hauptverein unter ständigen finanziellen Problemen litt, machte sich die Abteilung Frauenfußball am Ende der Saison unter dem Namen FSV Gütersloh 2009 selbständig. Unter diesem Namen stieg die Mannschaft in der Saison 2011/12 in die Bundesliga auf, musste aber als Tabellenletzter der Saison 2012/13 direkt wieder absteigen. Ab April 2024 verhandelte der FSV Gütersloh 2009 mit dem FC Gütersloh über eine Verschmelzung zur Saison 2025/26. Im Januar 2025 gaben die Vereine bekannt, dass die Verschmelzung zur Saison 2025/26 nicht weiterverfolgt wird, da der FSV über ein negatives Eigenkapital in Höhe von 40.000 Euro verfügt.
Statistik Erfolge Meister der Regionalliga West: 2003 Meister der Verbandsliga Westfalen: 2001 Westfalenpokalsieger: 2002, 2003 Deutscher Meister der B-Juniorinnen: 2002 Deutscher Vizemeister der B-Juniorinnen: 2003, 2005 Gewinn des Gütersloher Hallenmasters (inoffizielle deutsche Hallenmeisterschaft der B-Juniorinnen): 2007
Saisonbilanzen Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte einen Abstieg.
Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal 2000/01 Verbandsliga Westfalen 1. 94:14 61 nicht qualifiziert 2001/02 Regionalliga West 7. 10 2 12 56:42 32 nicht qualifiziert 2002/03 Regionalliga West 1. 17 2 5 68:25 53 1. Runde Aufstiegsrunde zur Bundesliga 5. 0 1 3 2:10 1 2003/04 Regionalliga West 3. 17 4 3 67:23 55 nicht qualifiziert 2004/05 2. Bundesliga Nord 6. 11 5 10 57:34 38 Achtelfinale 2005/06 2. Bundesliga Nord 2. 17 4 1 80:21 55 1. Runde 2006/07 2. Bundesliga Nord 4. 13 2 7 66:33 39 Achtelfinale 2007/08 2. Bundesliga Nord 3. 12 6 4 38:18 42 Viertelfinale 2008/09 2. Bundesliga Nord 4. 12 3 7 43:27 39 2. Runde
Persönlichkeiten
Spielerinnen
Trainer Beginn Ende Trainer Ereignisse 2000 30. Juni 2004 Aufstieg in die Regionalliga West 2001, Qualifikation für die 2. Bundesliga 2004 1. Juli 2004 30. Oktober 2005 1. November 2005 30. Juni 2006 1. Juli 2006 30. Juni 2008 1. Juli 2008 November 2008 November 2008 Januar 2009 Interimstrainerin Januar 2009 30. Juni 2009
Stadion mini|Heidewaldstadion
Heimspielstätte des Fußballerinnen des FC Gütersloh war das Heidewaldstadion im Stadtteil Sundern. Das Stadion bietet 12.500 Plätze, davon 1150 Sitzplätze auf der überdachten Haupttribüne. Aufgrund von Brandschutzbestimmungen ist die Kapazität auf 8400 Zuschauer begrenzt. Das Stadion wurde im Jahre 1933 eröffnet und hieß bis 1945 Adolf-Hitler-Kampfbahn. Im Jahre 1972 wurde das Stadion für zwei Millionen Mark in ein reines Fußballstadion mit 15.000 Plätzen umgebaut. Bereits die Vorgängervereine SVA Gütersloh, DJK Gütersloh und der historische FC Gütersloh nutzten das Stadion. Der aus der Frauenfußballabteilung des FC Gütersloh hervorgegangene FSV Gütersloh 2009 nutzte zunächst ebenfalls das Heidewaldstadion, bezog jedoch im Herbst 2012 die neu entstandene Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück.
Einzelnachweise
Frauenfußball Gutersloh Frauenfußball, FC Kategorie:Vereinsgründung 2000 Kategorie:Aufgelöst 2009