Die 2. Garde-Infanterie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 2. Garde-Infanterie-Brigade wurde am 29. April 1852 neu aufgestellt, nachdem ihre Vorgängerin in 3. Garde-Infanterie-Brigade umbenannt worden war. Bis zum 26. Januar 1917 war sie Teil der 1. Garde-Division des Gardekorps, gehörte danach zur 5. Garde-Division und hatte ihr Kommando von 1852 bis zur Demobilisierung im Jahre 1919 in Berlin.
Gliederung 1852 bis 1859 2. Garde-Regiment zu Fuß, 2. Garde-Landwehr-Regiment, Garde-Reserve Infanterie-Regiment 1860 bis 1872 2. Garde-Regiment zu Fuß, Garde-Füsilier-Regiment, 4. Garde-Regiment zu Fuß, 2. Garde-Landwehr-Regiment 1873 bis 1914 Wie vor, zusätzlich 2. Garde-Landwehr-Regiment, 4. Garde-Landwehr-Regiment, Garde-Füsilier-Landwehr-Regiment Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3, 2. Garde-Regiment zu Fuß Kriegsgliederung am 5. Juni 1917 Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3, 3. Garde-Regiment zu Fuß, Infanterie-Regiment Graf Tauentzien von Wittenburg (3. Brandenburgisches) Nr.20, MG-Scharfschützen-Abteilung 75
Deutscher Krieg 1866
Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich war die Brigade im Verband der 1. Garde-Division unter Führung des Generals Heinrich von Plonski an den Kämpfen beteiligt.
Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871
Im Deutsch-Französischen Krieg war die Brigade an den Schlachten bei Gravelotte und Sedan beteiligt, ebenso an der Belagerung von Paris.
Erster Weltkrieg Mit der Mobilmachung im August 1914 musste die Brigade das Garde Brigade Ersatz Bataillon 2 aufstellen. Im Ersten Weltkrieg war die Brigade zunächst an der Westfront eingesetzt und wurde Mitte April 1915 an die Ostfront verlegt, wo sie an der Durchbruchsschlacht bei Gorlice-Tarnów beteiligt war, sowie von Juli an bei Krasnystaw und Biskupice sowie von der Wieprz bis Jasiolda im Einsatz. Im September 1915 kehrte sie an die Westfront zurück und kämpfte dort bis zu ihrem Wechsel zur 5. Garde-Division, die im Januar 1917 an der Westfront gebildet wurde und dort ausschließlich zum Einsatz kam. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 1. Garde-Division sowie Kampfgeschehen der 5. Garde-Division .
Verbleib Im Zuge der durch den Friedensvertrag von Versailles bedingten Demobilisierung wurde die Brigade 1919 aufgelöst.
Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Eduard von Schlichting 4. Mai 1852 bis 24. April 1854Eduard von Brauchitsch25. April 1854 bis 11. Juni 1855Ferdinand von Kleist12. Juni 1855 bis 2. Juni 1858Otto von der Mülbe3. Juni 1858 bis 12. Mai 1861Hermann von Walther und Croneck13. Mai 1861 bis 13. Januar 1862Friedrich von Clausewitz14. Januar 1862 bis 16. Oktober 1864Constantin von Alvensleben 17. Oktober 1864 bis 29. Oktober 1866Alexander von Pape30. Oktober 1866 bis 17. Juli 1870Alexander von Medem18. Juli 1870 bis 16. Juni 1871Ernst von Krosigk17. Juni 1871 bis 11. Dezember 1874Oktavio von Boehn12. Dezember 1874 bis 10. März 1876Oskar von Meerscheidt-Hüllessem11. März 1876 bis 5. April 1880Leo von Caprivi 6. April 1880 bis 14. Mai 1883Otto von Derenthall15. Mai 1883 bis 23. November 1885Hans Karl Georg von Kaltenborn-Stachau24. November 1885 bis 26. Januar 1888Wilhelm von Preußen27. Januar 1888 bis 18. Juni 1888Maximilian Vogel von Falckenstein19. Juni 1888 bis 21. März 1889Hermann von Wilczeck22. März 1889 bis 17. April 1893Adolf Keller18. April 1893 bis 13. Mai 1894Alkmar von Alvensleben14. Mai 1894 bis 26. Januar 1897Georg von Sausin de Montanières27. Januar 1897 bis 15. November 1899Dietrich Graf von Hülsen-Haeseler16. November 1899 bis 8. April 1901Reinhard von Scheffer-Boyadel9. April 1901 bis 17. Mai 1903Hermann von Strantz18. Mai 1903 bis 15. Oktober 1906Gustav von Berg16. Oktober 1906 bis 26. Oktober 1908Ferdinand von Quast27. Oktober 1908 bis 12. Oktober 1910 Otto Freiherr von Stein zu Nord- und Ostheim13. Oktober 1910 bis 19. März 1911Walther Freiherr von Lüttwitz20. März 1911 bis 30. September 1912Roderich von Schoeler 1. Oktober 1912 bis 3. Juli 1913Hans Karl Schach von Wittau4. Juli 1913 bis 6. September 1914Engelbert von dem Busch7. September 1914 bis 9. September 1914Bernhard Finck von Finckenstein10. September 1914 bis 2. Juni 1917Georg Johow3. Juni 1917 bis 2. Juli 1918Ernst von Radowitz3. Juli 1918 bis 6. Dezember 1918Bernhard Finck von Finckenstein 7. Dezember 1918 bis 9. Februar 1919Wilhelm Reinhard10. Februar 1919 bis 6. Juni 1919 (Demobilisierung)
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Weblinks
Einzelnachweise
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