rahmenlos|rechts|Wappen derer von Cochenhausen

Cochenhausen ist der Name eines 1706 in den schwedischen Adelstand erhobenes pommerschen, später auch in Hessen (Hessen-Kassel), im kurzlebigen Königreich Westphalen und dann wieder in Kurhessen, sowie im Königreich Preußen und Königreich Sachsen bediensteten Adelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht stammt aus Mecklenburg und erscheint zuerst 1357 mit Johann Kok, Bürger in Schwerin, während die sichere Stammreihe mit Claus Kok (urkundlich 1419–1445) als Ratsherr zu Schwerin beginnt.Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band II, Band 58 der Gesamtreihe GHdA, 1974, S. 314.

Am 12. Dezember 1706 wurden in Altranstädt bei Leipzig die Brüder Behrend Michael Coch (1669–1730), Archivar der pommerschen Regierung und Gottfried Coch (1674–1738), Landrent- und Proviantmeister in Pommern, als „Cochenhausen“ ohne das Adelsprädikat „von“ in den schwedischen Adelstand erhoben. Danach bediente sich das Geschlecht der deutschen Adelsgewohnheit entsprechend stets unbeanstandet der Namensform „von Cochenhausen“.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. 1922, S. 143–144. Der Marsch-Commissarius des Plesser Kreises, Christoph Gottfried von Cochenhausen auf Mekzau im Kreis Pless, erhielt 1750 das schlesische Inkolat.Konrad Blažek: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Bd. 6, 8. Abt.: Der abgestorbene Adel der Preussischen Provinz Schlesien, 3. Teil, Nürnberg 1894, S. 127.

Der kurhessische General Johann Friedrich von Cochenhausen (1728–1793) soll den Reichsadelsstand erhalten haben.Otto Titan von Hefner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Bd. 3, 4. Abt.: Der Adel des Kurfürstenthums, Grossherzogthums und der Landgrafschaft Hessen, Nürnberg 1859, S. 6.

Am 26. März 1812 wurde seinem Sohn, dem im Königreich Westphalen bediensteten Christian Friedrich von Cochenhausen (1769–1839), von König Jérôme Bonaparte das Bestätigungspatent als Ritter überreicht und am 8. November 1812 wurde er in den Orden der Westphälischen Krone aufgenommen.Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 2. Verlag F. Voight, Leipzig 1860, S. 297–298.

Wappen Das Wappen (1706) ist gespalten, rechts in Gold ein blauer Schrägrechtsbalken, belegt mit einem goldenen Stern, links in Rot zwei silberne Balken. Auf dem Helm mit rechts blau-goldenen und links rot-silbernen Decken ein goldener Stern zwischen zwei blau-gold übereckgeteilten Büffelhörnern.

Stammreihe

Literatur Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Teil B, Justus Perthes, Gotha 1922, S. 143–146 (Stammreihe); Fortsetzungen: 1925, S. 123; 1928, S. 82; 1932, S. 86. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band II, Band 58 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1974, , S. 314. Otto Titan von Hefner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Bd. 3, 4. Abt.: Der Adel des Kurfürstenthums, Grossherzogthums und der Landgrafschaft Hessen, Nürnberg 1859, S. 6, Tafel 5.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht Kategorie:Stammliste