mini|hochkant|St. Nikolaus in Opfenbach Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Nikolaus steht in Opfenbach, einer Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) in Bayern. Das denkmalgeschützte Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Opfenbach unter der Nr. D-7-76-122-4 eingetragen. Die Pfarrei gehört zum Dekanat Lindau des Bistums Augsburg.
Geschichte Es wird vermutet, dass unter der heutigen Pfarrkirche römische Baureste zu finden sind. Der heilige Gebhard, Bischof von Konstanz (979–995), soll in Opfenbach eine Kirche eingeweiht haben, ansonsten ist wenig über die erste mittelalterliche Kirche bekannt. Nachdem die Kirche im Dreißigjährigen Krieg 1632 von schwedischen Soldaten abgebrannt wurde, wurde die damalige Pfarrkirche nur notdürftig wiederhergestellt. Da eine Renovierung mit Vergrößerung so viel wie ein Neubau gekostet hätte, entschied man sich im Jahr 1772, eine neue spätbarocke Kirche zu bauen. Joseph Gunz, Amtswerkmeister aus Bregenz, lieferte die Pläne für den Neubau. Dieser wurde 1776 fertig gestellt, nur der mittelalterliche Kirchturm blieb bestehen. 1782 wurde die Kirche von Weihbischof Josef Leopold aus Konstanz geweiht.
1820 und 1880–1890 wurde die Kirche renoviert. 1927 wurde eine zweite Empore errichtet. Die letzte Renovierung fand 2005/06 statt.
Architektur Die Saalkirche besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten und einem Chorflankenturm auf quadratischem Grundriss an der Nordwand des Chors, der vom mittelalterlichen Vorgängerbau stammt. Er wurde mit einem Geschoss aufgestockt, das die Turmuhr und den Glockenstuhl mit vier Kirchenglocken beherbergt, und zwischen den Giebeln mit einem spitzen Helm bedeckt. Der Innenraum des Langhauses ist mit einem Stichkappengewölbe überspannt.
Ausstattung mini|Innenansicht Aus der Erbauerzeit stammen der Hochaltar, die beiden Seitenaltäre, die Beichtstühle und die Kanzel. Die Statuen des Nikolaus von Myra und des Severin von Köln, die den Hochaltar flankieren werden Johannes Paul Hops zugeschrieben. Die um 1774 entstandenen Gemälde der Apostel werden Johann Georg Mesmer zugeschrieben. In Medaillons befinden sich Reliefs der Rosenkranzgeheimnisse aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Die Fresken wurden 1927 von Oswald Völkel gestaltet.
Orgel Die Orgel auf der Empore wurde 2011 von der Orgelbaufirma Josef Maier gebaut und besitzt 20 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Literatur
Weblinks
St. Nikolaus in Opfenbach
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Lindau (Bodensee) Kategorie:Baudenkmal in Opfenbach Kategorie:Nikolaikirche Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Augsburg Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Erbaut in den 1770er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa