Saira Keltaeva (* 16. Mai 1961 in Kumyshkan, Viloyat Taschkent) ist eine usbekische Künstlerin, die für ihre Ölgemälde in leuchtenden, lebendigen Farben und mit ehnographisch-dekorativen Elementen bekannt ist.

Leben Saira Keltaeva wurde im Dorf Kumyshkan in der Region Taschkent geboren. Schon in jungen Jahren besuchte sie die Nationale Musikkunstschule, besuchte Malkurse des usbekischen Nationalkünstlers A. P. Perova und graduierte bereits 1979. Von 1979 bis 1985 studierte Keltaeva am Theater- und Kunstinstitut in Taschkent und nahm an Workshops von Y. Zorkin und Rahim Akhmedov teil. Von 1985 bis 2001 arbeitete Saira Keltaeva als Kunstlehrerin am Republikanischen Lyzeum für Bildende und Angewandte Kunst und teilte so ihre künstlerische Ausrichtung mit usbekischen Studierenden.

Seit 1989 ist Saira Keltaeva Mitglied der Creative Union of Artists an der Kunstakademie in Usbekistan. Zwischen 2001 und 2007 lebte Saira Keltaeva in Ankara und Istanbul. Heute lebt und arbeitet sie in Tashkent.

Werk Saira Keltaeva malt vor allem Porträts von Heldinnen aus der Zeit ihrer Vorfahren in Zentralasien und des Ostens. Sie verbindet dabei usbekische Kunsttraditionen und Bräuche mit modernen Merkmalen europäischer Gemälde. Keltaeva integriert spirituelle, mythologische, mystische sowie erotisch-sinnliche Elemente und erforscht Charakteristika weiblicher Identität. Die mythologischen Charaktere ihrer eigenen Vorfahren werden dabei mit den Mythen moderner weiblicher Ideale kombiniert. Saira Keltaeva nimmt so mit ihrer Kunst am modernen feministischen Diskurs teil. Ihre Werke wurden oft mit denen der Wiener Secession verglichen, da beide verschiedene Genres integrieren. Besonders das Werk von Gustav Klimt weist Ähnlichkeiten mit Kompositionen von Saira Keltaeva auf. Wie Klimt fokussiert sie auf den weiblichen Körper und kasachische, usbekische und tadschikische Schönheitsideale.

Einen wesentlichen Einfluss auf Keltaevas Entwicklung als Künstlerin hatte neben ihrem Kunststudium auch die Zeit, die sie in ihrer Kindheit bei ihrer Großmutter in einem Bergdorf verbrachte. Hier entwickelte sie eine Wertschätzung für ihre ethnische und kulturelle Geschichte und erinnerte sich an die traditionellen Stickereien, Filze und Silberschmuckstücke, die ihre Großmutter gesammelt hatte. In ihren Porträts erforscht Saira Keltaeva Ideale und Vorstellungen, die normalerweise ihren östlichen Vorfahren, den Nomaden Zentralasiens, zugeschrieben werden, und definiert sie neu. Im Stil der Moderne werden historische Heldinnen mit sinnlicher Schönheit gemalt.

Werke (Auswahl)

Ausstellungen Werke von Saira Keltaeva werden in Museen und Kunstgalerien sowie in Privatsammlungen in Korea, China, der Türkei, Deutschland, Holland, Italien, Frankreich und den Vereinigten Staaten ausgestellt.

How beautiful this world is … 2011: Iskra Sheen, Saira Keltaeva und Marina Borodina in CEH AAUz P2Die Ausstellung zeigt Saira Keltaevas frühe Werke, sowohl Porträts als auch Landschaften. Zudem werden mehrere Gemälde aus Keltaevas türkischer Zeit gezeigt, in der sie von 2001 bis 2007 lebte und arbeitete. Ein wesentlicher Teil der Ausstellung widmet sich Keltaevas moderner Kunst. 2013: Women in Art, Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen

Preise und Auszeichnungen

2011: Silbermedaille der Akademie der Künste, Usbekistan

Rezeption

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Künstler (Usbekistan) Kategorie:Usbeke Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Frau