Die Suche (Originaltitel: The Search) ist eine Doppelfolge der US-amerikanischen Science-Fiction-Fernsehserie Star Trek: Deep Space Nine. Es handelt sich um die erste und die zweite Folge der dritten Staffel. Sie wurde in den Vereinigten Staaten über Syndication vermarktet und erstmals am 26. September und 3. Oktober 1994 auf verschiedenen Fernsehsendern ausgestrahlt. In Deutschland war sie zum ersten Mal am 15. und 16. Februar 1996 in einer synchronisierten Fassung auf Sat.1 zu sehen.
Handlung Teil I Im Jahr 2371 bei Sternzeit 48212.4 findet auf der Raumstation Deep Space Nine eine Übung statt, um die Mannschaft auf eine mögliche Invasion des Dominion vorzubereiten, das vor zwei Monaten erstmals offen in Erscheinung getreten ist. Die Ergebnisse sind niederschmetternd: Alle Simulationen enden mit einem raschen Sieg des Dominion. Plötzlich entdecken die Sensoren der Station Hinweise auf ein getarntes Raumschiff. Als es sich enttarnt, ist die Überraschung groß: Es handelt sich um ein Föderationsraumschiff unbekannter Bauart, die USS Defiant. An Bord befindet sich Commander Benjamin Sisko. Sisko informiert seine Führungsoffiziere darüber, dass die Defiant ein Prototyp ist, der ursprünglich als Reaktion auf die Bedrohung durch die Borg entwickelt wurde. Im Gegensatz zum Rest der Sternenflotte ist sie nicht als Forschungs-, sondern als reines Kriegsschiff konzipiert. Eigentlich ist es der Föderation vertraglich untersagt, Tarnvorrichtungen zu benutzen; angesichts der außerordentlichen Bedrohungslage haben sich die Romulaner aber bereit erklärt, der Sternenflotte eine Tarnvorrichtung auszuleihen – unter der Bedingung, dass sie ausschließlich im Gamma-Quadranten verwendet und von der romulanischen Offizierin Subcommander T’Rul bedient wird.
Neben T’Rul hat Sisko noch einen weiteren Neuankömmling mitgebracht: Lieutenant Commander Michael Eddington von der Sternenflotten-Sicherheit. Das verärgert Constable Odo, der seine Autorität als Sicherheitschef der Station untergraben sieht. Er bietet sogar seinen Rücktritt an, aber Sisko kann ihn etwas beschwichtigen und erklärt, dass ihm Eddington vom Sternenflottenkommando aufgedrängt wurde.
Sisko plant, mit der Defiant in den Gamma-Quadranten zu fliegen und dort direkten Kontakt zu den Gründern des Dominion aufzunehmen, um weitere Feindseligkeiten zu beenden. Dabei soll ihm der Barbesitzer Quark behilflich sein, der vor acht Monaten im Namen der Ferengi Verhandlungen führte, durch die Handelsbeziehungen zum Dominion aufgebaut werden sollten. Er fand damals heraus, das der Handel über die Karemma abgewickelt wird. Sisko hofft, dass über diese der Kontakt zu den Gründern hergestellt werden kann.
Am nächsten Morgen startet die Expedition. Kurzfristig entschließt sich auch Odo zum Mitkommen. Er muss sich ein Quartier mit Quark teilen. Darüber ist er nicht erfreut und er zeigt zudem erste Anzeichen einer merkwürdigen Unruhe. Nachdem die Defiant das Wurmloch passiert hat und im Gamma-Quadranten angekommen ist, wird die Tarnvorrichtung aktiviert. Wenig später werden zwei Jem’Hadar-Kriegsschiffe registriert, die sehr nahe an der Defiant vorbeifliegen werden. Sisko hält dies für eine gute Gelegenheit, um zu testen, ob die Tarnvorrichtung wirklich funktioniert. Als sie die Defiant passiert haben, kehren sie plötzlich um und scannen die Umgebung. Nach einer Weile drehen sie jedoch ab und es bleibt unklar, ob die Defiant entdeckt wurde.
Als die Defiant die Heimatwelt der Karemma erreicht hat, kommt der erste Minister Ornithar an Bord. Er erklärt, dass sein Volk keinen direkten Kontakt zu den Gründern hat, sondern dass dieser durch die Vorta erfolgt. Er zeigt auf einer Karte den Standort einer unbemannten Relaisstation im Callinon-System, über die die Kommunikation mit den Vorta abgewickelt wird. Ein anderer Ort auf der Karte erregt Odos Aufmerksamkeit. Ornithar identifiziert ihn als den Omarion-Nebel. Odo fühlt sich aus einem unerklärlichen Grund äußerst stark zu diesem Nebel hingezogen.
Quark verlässt zusammen mit Ornithar die Defiant, um auf einem zivilen Schiff nach Deep Space Nine zurückzukehren. Sisko lässt Kurs auf das Callinon-System setzen. Dort enttarnt sich die Defiant für wenige Sekunden, um Chefingenieur Miles O’Brien und Wissenschaftsoffizierin Jadzia Dax auf die Relaisstation zu beamen. Sie erlangen Zugriff auf deren Systeme, doch plötzlich lösen sie einen Alarm aus und werden eingeschlossen. Gleichzeitig tauchen mehrere Jem’Hadar-Schiffe auf. Sisko ist gezwungen, den Rückzug anzutreten und O’Brien und Dax zurückzulassen. Odo kann unterdessen an nichts anderes mehr denken als an den Omarion-Nebel. Odo ist ein Formwandler, der ursprünglich aus dem Gamma-Quadranten stammt, aber nichts über sein Volk weiß. Er hofft, im Omarion-Nebel Antworten zu finden und bittet die erste Offizierin Kira Nerys, ihm ein Shuttle zu überlassen, damit er sofort losfliegen kann. Sie ist dazu bereit, will aber warten, bis die Suche nach den Gründern abgeschlossen ist. Ihr Gespräch wird unterbrochen, als die Defiant beschossen wird. Offenbar konnte sie trotz Tarnvorrichtung geortet werden. Es kommt zu einem Kampf und schließlich wird die Defiant von Jem’Hadar-Soldaten geentert.
Kira verliert das Bewusstsein. Als sie wieder erwacht, findet sie sich gemeinsam mit Odo an Bord eines Shuttles wieder. Odo fliegt jedoch nicht zurück nach Deep Space Nine, sondern zum Omarion-Nebel. Dort entdeckt er einen einzelnen Planeten, der keinen Stern umkreist. Das Shuttle landet auf der Oberfläche und dort finden Odo und Kira einen See aus einer zähflüssigen Masse vor. Aus dieser Masse formen sich plötzlich mehrere Wesen, die Odo sehr ähnlich sehen. Eine Frau begrüßt ihn mit den Worten „Willkommen zuhause“.
Teil II Die Formwandlerin bestätigt Odo, dass er endlich sein Volk gefunden hat. Sie erklärt, die Formwandler hätten vor langer Zeit die Sterne bereist, sie wurden aber von den „Solids“ (ihre Bezeichnung für alle Wesen, die nicht die Fähigkeit zum Formwandeln haben) allzu häufig feindselig behandelt. Daher zogen sie sich auf diesen Planeten zurück, der ihnen eine Zuflucht bot. Ihr Forscherdrang war aber ungebrochen und sie schickten 100 junge Formwandler hinaus in die Galaxie. Ein innerer Drang sollte sie alle irgendwann wieder hierher zurück führen. Dank der Entdeckung des Wurmlochs ist Odo als erster zurückgekehrt – deutlich früher als erwartet. Die Formwandlerin will Odo lehren, sein volles Potential als Formwandler zu entfalten – und sie macht ihn mit der großen Verbindung vertraut, einem Zustand, in dem die Einzelwesen miteinander verbunden sind. Kira versucht unterdessen, Kontakt zur Besatzung der Defiant herzustellen. Die Formwandlerin untersagt ihr jedoch, Funksignale zu senden, die sich zu diesem Planeten zurückverfolgen lassen.
Sisko und Stationsarzt Bashir haben die Defiant in einem Shuttle verlassen können und befinden sich auf dem Rückweg nach Deep Space Nine. Zur restlichen Besatzung haben sie den Kontakt verloren. Nach sechs Tagen Flug wird das Shuttle plötzlich von einem Traktorstrahl erfasst. Zu ihrer großen Überraschung stellen die beiden fest, dass sie von O’Brien und Dax gerettet wurden. Sie kehren zur Station zurück, wo inzwischen einiges passiert ist. Sisko wird von Admiral Alynna Nechayev empfangen, die ihn über die Ankunft einer Delegation des Dominion informiert. Ein Vorta namens Borath stellt sich ihm vor und gibt an, einer der Gründer des Dominion zu sein. Er hofft, dass schon bald eine Allianz zwischen der Föderation und dem Dominion zustande kommen wird.
Bashir trifft auf dem Promenadendeck den cardassianischen Schneider Garak. Der erzählt, dass seine Regierung die bevorstehenden Verhandlungen mit dem Dominion sehr begrüßt. Die Stimmung von Bashir und Garak wird aber schnell getrübt, als sie T’Rul begegnen. Sie ist außer sich, denn das Dominion hat alle Großmächte des Alpha-Quadranten zu den bevorstehenden Verhandlungen eingeladen – nur nicht die Romulaner. T’Rul ist sicher, dass das Krieg bedeuten wird. Auch Sisko bereitet diese Entscheidung Sorgen, doch Nechayev ist der Meinung, die Romulaner seien gänzlich irrelevant, wenn die Allianz mit dem Dominion erst einmal steht.
In Quarks Bar kommt es zu einem Zwischenfall, als Bashir und O’Brien von einem Jem’Hadar-Soldaten angegriffen werden. Eddington, der aktuell für die Sicherheit zuständig ist, sperrt ihn aber nicht ein, denn da die Jem’Hadar mit den hiesigen Gepflogenheiten noch nicht vertraut sind, hat er die Anweisung, ihnen einen großzügigen Spielraum einzuräumen. Sie können daher de facto tun und lassen, was sie wollen. Zugleich erhält Dax die Nachricht, dass sie versetzt werden soll, ohne dass Sisko hierzu konsultiert wurde. Beide Vorfälle bringen Sisko in Rage. Er stellt Nechayev zur Rede und sie meint, es gebe keinen Grund zur Besorgnis: Der Vertrag mit dem Dominion ist bereits unterzeichnet. Als Bedingung für die Allianz wird sich die Föderation von Deep Space Nine zurückziehen. Die Station, das Wurmloch und der Planet Bajor gehören jetzt zum Einflussbereich des Dominion. Die Bajoraner wurden zwar nicht gefragt, aber Nechayev und Borath sind sich sicher, dass sie dagegen keinerlei Einwände haben werden.
Sisko hält dies alles für einen riesigen Fehler, weiß aber nicht, was er jetzt noch dagegen tun kann. Als er sich mit Garak unterhält, kommt T’Rul plötzlich schreiend auf ihn zugelaufen und wird dabei von einigen Jem’Hadar-Soldaten erschossen. Sisko geht auf die Angreifer los, wird aber überwältigt und in eine Zelle gesperrt. Garak, Dax und Bashir bestehen darauf, ihn zu sehen. Eddington will ihnen zunächst den Zugang zu den Zellen verwehren, doch Garak verpasst ihm ein Betäubungsmittel und sie befreien Sisko. Dax erklärt, dass sie einen Plan entwickelt haben, um das Wurmloch zu zerstören und so das Eindringen weiterer Dominion-Schiffe zu verhindern. O’Brien wartet bereits im Runabout USS Rio Grande, das mit mehreren Photonentorpedos bestückt ist. Sisko, Dax, Bashir und Garak machen sich auf den Weg, werden aber von zwei Jem’Hadar aufgehalten. Garak erschießt sie, wird aber seinerseits von einem weiteren Jem’Hadar tödlich getroffen. Die Anderen erreichen die Rio Grande. Trotz der Warnungen von Nechayev und Borath setzen sie ihren Plan um und bringen das Wurmloch zur Implosion. Ohne diese Abkürzung würden weitere Dominion-Schiffe Deep Space Nine erst in 70 Jahren erreichen.
Auf dem Planeten der Formwandler entdeckt Kira unterdessen eine Höhle, die durch eine Tür verschlossen ist, die von ihrem Scanner nicht durchdrungen werden kann. Sie und Odo finden es merkwürdig, warum Wesen, die beliebig ihre Form verändern können, eine Tür benutzen sollten. Bei genauerer Betrachtung des Schlosses fällt Odo auf, dass es nur von Formwandlern ohne größeren Aufwand geöffnet werden kann und dass die Tür wohl nicht dazu gedacht ist, jemanden am Eintreten, sondern vielmehr am Verlassen der Höhle zu hindern. Odo gelingt es, sie zu öffnen, doch dahinter warten bereits Jem’Hadar-Wachen. Sie führen Odo und Kira tiefer in die Höhle und sie gelangen in einem Raum mit fünf Liegen. Darauf liegen Sisko, Dax, Bashir, O’Brien und T’Rul bewusstlos angeschnallt. Bei ihnen steht Borath. Er erklärt, er führe ein Experiment durch. Die Versuchspersonen durchleben ein virtuelles Szenario, in dem getestet werden soll, wie sie auf einen Versuch des Dominion reagieren würden, im Alpha-Quadranten Fuß zu fassen.