mini|Maria Bethânia (2025) Maria Bethânia Viana Telles Veloso (* 18. Juni 1946 in Santo Amaro da Purificação) ist eine brasilianische Sängerin, Komponistin und Liedermacherin.

Leben Maria Bethânia ist das sechste von sieben Kindern des Postangestellten der Empresa Brasileira de Correios e Telégrafos, José Telles Veloso, und seiner Frau Claudionor Vianna Telles Veloso. Einer ihrer Brüder ist der Musiker Caetano Veloso.

Karriere Bethânias Musikkarriere begann 1964 in Rio de Janeiro mit ihrem Auftritt in Opinião. Ihre erste Single, einen Protestsong mit dem Titel Carcará, veröffentlichte sie 1965, im selben Jahr, in dem ihr Bruder seine erste Platte herausbrachte. Danach kehrte sie aus Rio de Janeiro, wo sie studiert hatte, in ihre Heimatstadt in Bahia zurück. Zu diesem Zeitpunkt bereiste sie für Auftritte bereits ganz Brasilien. Carcará brachte ihr ein Angebot von RCA Records ein. In den 1970er Jahren wechselte Bethânia häufiger das Plattenlabel. 1973 erschien das Album Drama, Luz Da Noite, auf dem sie traditionelle brasilianische Lieder mit literarischen Elementen verband.

1976 veröffentlichte sie ein Live-Album mit Doces Bárbaros, einer Supergroup der Música Popular Brasileira. Es wurde am 24. Juni im Anhembi-Stadion in São Paulo aufgenommen. Die Mitglieder waren Gilberto Gil, Caetano Veloso, Maria Bethânia und Gal Costa. Ein 1977 erschienener Dokumentarfilm in der Regie von Jom Tob Azulay, Os Doces Bárbaros, dokumentierte die Aufnahmen.

1977 ging Bethânia auf Tournee mit dem Album Pássaro da Manhã, das mit Gold ausgezeichnet wurde. Ein Jahr später veröffentlichte sie Álibi, das mit über einer Million verkaufter Exemplare ebenfalls Gold erhielt. Gegen Ende der 1970er Jahre entfernte sich Bethania von der Tropicalismo-Musik der frühen Jahre. Ihr Erfolg setzte sich fort und sie trat kontinuierlich auf. As Canções Que Você Fez Para Mim wurde 1993 das erfolgreichste Album des Jahres in Brasilien. Mit verkauften 26 Millionen Alben war sie im Jahre 2005 die zweiterfolgreichste Künstlerin Brasiliens. 2008 nahm sie ein Album mit der aus dem Film Buena Vista Social Club bekannten kubanischen Sängerin Omara Portuondo auf, dem eine Live-DVD folgte. Die Begleitband leitete der Pianist Roberto Fonseca.

Ihr Album Meus Quintais wurde 2015 für die 16. Latin Grammy Awards in der Kategorie Bestes Album der Musica Popular Brasileira nominiert.

Mit ihrem Bruder Caetano Veloso sowie Gilberto Gil, Gal Costa und Tom Zé gehörte sie in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren zu den Erneuerern der Música Popular Brasileira und war Teil der Tropicalismo-Bewegung. Maria Bethânia hat sich nie auf nur einen Stil festgelegt. Sie begann ihre Karriere als Bossa-Nova-Sängerin. Dann sang sie Sambas, interpretierte afro-brasilianische Musik, Música Sertaneja, bis hin zu Forró, Pop und Balladen. Sie wurde nach dem Lied von Nelson Gonçalves Maria Bethânia genannt.

Für das Livealbum Caetano e Bethânia ao vivo erhielten sie und Veloso 2026 den Grammy in der Kategorie Best Global Music Album.Maria Bethânia in der Grammy-Datenbank (englisch)

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1965: Maria Bethania 1966: Edu e Bethania (Elenco Brazil-Serie; mit Edu Lobo) 1977: Pássaro Da Manhã 1978: Ao vivo (mit Caetano Veloso) 1979: Mel 1986: Dezembros 1987: Personalidade 1988: Simplesmente (Best of) 1989: Memória Da Pele 1990: Canções E Momentos 1992: Olho D’Água 1993: As Canções Que Voce Fez Prá Mi 1994: Meus Momentos 1994: Sonho Impossível 1996: Âmbar 1997: Imitação Da Vida 1999: A Força Que Nunca Seca 1999: Diamante Verdadeiro 2000: From Salvador Do Bahia 2002: Romantica 2003: Brasileirinho 2005: Que Falta Você Me Faz 2009: Encanteria (mit Gilberto Gil & Caetano Veloso)

Singles 1979: Cheiro de amor

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1994: für das Album Sonho Impossível 1996: für das Album Âmbar 1997: für das Album Imitação Da Vida 1999: für das Album A Força Que Nunca Seca 2004: für das Album Diamante Verdadeiro 2025: für die Single Cheiro de amor

Weblinks

(portugiesisch) [ Biographie in Englisch] Review zu Maria Bethânia - Que Falta Você Me Faz bei bluerhythm.de

Quellen

Kategorie:Weltmusik-Sänger Kategorie:Grammy-Preisträger Kategorie:Brasilianer Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Frau