mini|hochkant|Wappen derer von Uthmann und Ransern (Rudolf Stein, Der Rat und die Ratsgeschlechter des alten Breslau, 1963) Die Herren von Uthmann und Ransern, auch Uthmann-Schweinern genannt, waren ein oberlausitzisches Adelsgeschlecht. Ihr Stammvater Christoph, ein Görlitzer Ratsherr wurde um das Jahr 1470 in den erblichen Adelsstand erhoben. Die naheliegende Verwandtschaft zur Familie Uthmann bzw. zu den Linien Uthmann und Rathen und Uthmann und Schmolz wurde von Witzendorff-Rehdiger behauptet, aber nicht belegt und ist daher offen.

Die beiden Namenszusätze rühren vom Erwerb der Güter Ransern bzw. Schweinern (im Westen des Breslauer Ortsteils Psie Pole), die Nikolaus, der Ältere erworben hatte.

Geschichte Nach einer Veröffentlichung Witzendorff-Rehdigers war der Stammvater Christoph Uthmann ein Sohn des Hans Uthmann, der in Freystadt in Schlesien in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts Hofschöffe gewesen sein soll. Witzendorff-Rehdiger behauptete, dass dieser Hans Stammvater aller bekannten Linien der Uthmanns sei. Oskar Pusch, der Witzendorff-Rehdiger grundsätzlich als fehleranfällig und zu unwissenschaftlich beschrieb, merkte jedoch die fehlende Quelle zu dieser Behauptung von Witzendorff-Rehdiger an.

Die gesicherte Stammlinie der Uthmann und Ransern beginnt bei dem Görlitzer Ratsherren Christoph Uthmann († 1483). Er wurde im Jahr 1470 einschließlich seiner Nachkommenschaft geadelt. Im Gegensatz zu den anderen zwei Linien fielen die Uthmann und Ransern durch zahlreiche Verbrechen und daraus folgende Hinrichtungen auf.

Christoph war in erster Ehe mit Margarethe Lauterbach verheiratet, sie war eine Tochter des Bürgermeisters in Jauer, Hans Lauterbach, und der Barbara, geborener Küchler. In zweiter Ehe heiratete Christoph Margarethe Schleiffe, Tochter eines der angeblichen Initiatoren der Görlitzer Pulververschwörung Christoph hatte aus seinen Ehen zwölf Kinder:

Wappen mini|hochkant|Wappen derer von Uthmann und Ransern (Alfred Schellenberg, Schlesisches Wappenbuch, 1938) Das Wappen der Uthmann und Ransern zeigt in Rot einen aufgerichteten nach rechts (heraldisch) schreitenden goldenen Leoparden. Kleinod: Der Leopard aus gewulstetem Helm wachsend. Helmdecken: rot-golden.

Literatur Von Uthmann I. Stamm – Oberlausitz, Ransern. In: Oskar Pusch: Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741 (= Veröffentlichung der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund, Reihe B), Band 4, Dortmund 1990, S. 327–331. (PDF) Uthmann-Schweinern in: Alfred Schellenberg: Schlesisches Wappenbuch, Band 1 (= Bücherei deutscher Wappen und Hausmarken in Städten und Landschaften, Band 2). Görlitz 1938. S. 155, Tfl. 14 (Online: Text; Tafel)

Einzelnachweise

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