350px|Wim Wenders Der deutsche Regisseur und Fotograf Wim Wenders setzt mit seinem Film Buena Vista Social Club dem gleichnamigen Musikprojekt des US-amerikanischen Gitarristen Ry Cooder mit Altmeistern kubanischer Musik (Ibrahim Ferrer, Compay Segundo, Omara Portuondo, Rubén González und Eliades Ochoa) ein filmisches Denkmal. Der Film wird bei der 49. Berlinale am 17. Februar 1999 uraufgeführt und erhält zahlreiche Filmpreise. 350px|Buena Vista Social Club Orchestra Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1999.

Ereignisse Populäre Musik und Jazz 7. Januar: Nach acht Jahren Ehe geben Rod Stewart und seine Frau Rachel Hunter ihre Trennung bekannt. 12. Januar: Die 17-jährige Britney Spears veröffentlicht ihr Debütalbum … Baby One More Time. 25. Januar: Die britische Rockband The Rolling Stones startet in Oakland ihre No Security Tour. 10. Februar: Iron Maiden geben die Rückkehr ihres Frontmannes Bruce Dickinson bekannt, der die Band sechs Jahre zuvor verlassen hatte. 14. Februar: Elton John hat einen Gastauftritt als er selbst in der Episode I’m with Cupid (deutscher Titel: Apu und Amor) der Zeichentrickserie Die Simpsons. 15. Februar: Jesse Ventura, Gouverneur von Minnesota und ehemaliger Leibwächter der Rolling Stones, ruft den dortigen Rolling Stones Day aus. 16. Februar: Belle and Sebastian gewinnen den British Breakthrough Award bei den BRIT Awards 1999, was Fans der Gruppe Steps zu Vorwürfen der Manipulation zu Gunsten von Belle and Sebastian veranlasst. Fans von Belle and Sebastian argumentieren hingegen, die Band habe eine große Anhängerschaft unter Studenten und der Preis solle ihrer Meinung nach für künstlerische Leistungen und nicht für Popularität oder CD-Verkäufe verliehen werden. 24. Februar: Sängerin und Rapperin Lauryn Hill schreibt bei den Grammy Awards Geschichte, indem sie als erste Künstlerin mit fünf Grammys ausgezeichnet wird. 25. Februar: Der Musiker, der früher als Prince bekannt war, reicht eine Klage gegen neun Websites wegen Urheberrechts- und Markenrechtsverletzung ein und behauptet, dass die Websites Raubkopien von Aufnahmen verkaufen und nicht autorisierte Song-Downloads anbieten. 2. März: Chers Single Believe erreicht Platz eins der Billboard Hot 100 und macht Cher (im Alter von 52 Jahren) damit zur ältesten Künstlerin der US-amerikanischen Hitparaden-Geschichte, der dieses Kunststück gelingt. Cher stellt dort zudem den Rekord für die längste Karriere mit zahlreichen Hits auf: zwischen der Veröffentlichung ihrer ersten und letzten Nummer-eins-Single in den Billboard Hot 100 (1965 und 1999) liegen 33 Jahre. 21. März: B*Witched landen mit ihrer Single Blame It on the Weatherman ihren vierten Nummer-eins-Hit in Folge in den britischen Singlecharts und sind damit die erste irische Musikgruppe, deren erste vier Singles im Vereinigten Königreich direkt auf Platz eins eingestiegen sind. Dieser Rekord wird ein Jahr später von der irischen Boygroup Westlife gebrochen. 9. April: Der mit seiner E Street Band wiedervereinte Bruce Springsteen startet in Barcelona die gemeinsame Bruce Springsteen and the E Street Band Reunion Tour. 10. April: In der Royal Albert Hall in London findet ein Gedenkkonzert für Paul McCartneys im April des Vorjahres verstorbene Frau Linda statt. Unter dem Titel Here, There and Everywhere: A Concert For Linda treten McCartney, Chrissie Hynde, Elvis Costello, Sinéad O’Connor, Tom Jones und George Michael auf. Der Erlös der Veranstaltung kommt Krebsforschungen und Tierschutzorganisationen zugute. 19. April: Neil Young gibt ein Konzert im New Yorker Madison Square Garden. Aufgrund eines Fehlers eines Mitarbeiters des Madison Square Gardens steht auf der Anzeigetafel am Eingang der Halle „Bob Dylan, Tonight at 8pm“. Während des Auftritts stellt Young einen seiner Gitarristen scherzhaft als „Bob Dylan“ vor. 20. April: Billy Joel kündigt an, künftig keine Pop-Alben mehr veröffentlichen zu wollen und sich vorrangig der klassischen Musik zu widmen. 20. April: Der Amoklauf an der Columbine High School löst eine weitverbreitete moralische Diskussion aus, die letztlich gewaltverherrlichenden Medien, darunter auch als gewalttätig und/oder mit der Gothic-Szene verbunden wahrgenommener Musik, die Schuld zuschreibt. Unter anderem wird Marilyn Manson ins Kreuzfeuer genommen und verantwortlich gemacht, obwohl Beweise vorliegen, dass keiner der Täter ein Fan von ihm war. Manson zieht sich daraufhin zunächst aus der Öffentlichkeit zurück, nur um das Thema ein Jahr später im Lied Disposable Teens auf seinem vierten Studioalbum Holy Wood erneut aufzugreifen. Auch die deutschen Industrial-Rock-Bands Rammstein und KMFDM, deren Fans die Täter waren, gerieten in die Kritik. Diese Sensationsgier ebbt in den folgenden Jahren allmählich ab, und ironischerweise erlangten alle drei Bands in den USA mehr Akzeptanz als vor dem Massaker. 28. April: Tom Petty & the Heartbreakers erhalten einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 28. April: The Verve geben nach 1995 zum zweiten Mal ihre Auflösung bekannt. Frontmann Richard Ashcroft kündigt an, eine Solokarriere starten zu wollen. 30. April: Vor ihrem Konzertauftritt in Denver besuchen Aerosmith Lance Kirklin, ein Opfer des Amoklaufs an der Columbine High School, in einem örtlichen Krankenhaus. 1. Mai: Der britische Sänger Robbie Williams startet in Toronto seine 1999 Tour. 10. Mai: Die britische Rockband Mike and the Mechanics startet in London ihre M6 Tour. 18. Mai: Die Backstreet Boys veröffentlichen ihr drittes Studioalbum Millennium, das sich mit weltweit über 24 Mio. verkauften Exemplaren als meistverkauftes Album einer Boygroup einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde sichert. 1. Juni: Die Musik-Tauschbörse Napster wird gestartet. 13. Juni: Die aus sieben Mitgliedern bestehende Popgruppe S Club 7 steigt mit ihrer Debüt-Single Bring It All Back auf Platz 1 der britischen Singlecharts ein und ist damit die Musikgruppe mit den meisten Mitgliedern, die jemals im Vereinigten Königreich an der Spitze debütiert hat. 18. Juni: Mike Oldfield geht zum letzten Mal in seiner Karriere auf Tournee und startet in Budapest seine Tour Live ’99: Then and Now. 22. Juni: Die US-amerikanische Sängerin Whitney Houston startet in Chicago ihre My Love Is Your Love World Tour. 22.–25. Juni: Das mit Spannung erwartete zweite Woodstock-Revival-Festival Woodstock III findet in Rome (New York) statt. Zu den auftretenden Bands und Künstlern gehören die Red Hot Chili Peppers, Korn, Kid Rock, Limp Bizkit, Rage Against the Machine, DMX, James Brown und Jamiroquai. Das Festival wird von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Vergewaltigungen unter den Konzertbesuchern überschattet. 27. Juni: Michael Jackson tritt neben vielen anderen Künstlern wie Peter Maffay, Andrea Bocelli, Vanessa-Mae, André Rieu, Boyzone, Sasha und der Kelly Family im Rahmen des Benefiz-Konzerts Michael Jackson & Friends im Münchener Olympiastadion auf. Es ist der letzte Konzertauftritt Jacksons in Deutschland. 12. Juli: Während ihre Single You Get What You Give weltweite Erfolge feiert, geben die New Radicals ihre Auflösung bekannt. Frontmann Gregg Alexander zieht sich danach aus der Öffentlichkeit zurück und arbeitet künftig nur noch als Songwriter und Produzent (u. a. für Ronan Keating, Santana, Rod Stewart, Melanie C und Enrique Iglesias.) 17. Juli: Lou Bega tritt mit seinem Sommerhit Mambo No. 5 (A Little Bit of …) in der Sommerausgabe von Wetten, dass..? in Palma de Mallorca auf und wird vom Publikum so sehr umjubelt, dass er seinen Hit ein weiteres Mal als „Zugabe“ spielt. Dies ist vor und nach ihm keinem weiteren Musiker in der Sendung gelungen. 14. und 15. August: Der früher als Prince bekannte Musiker veranstaltet in seiner Heimatstadt Minneapolis eine Auktion in seinen Paisley Park Studios, bei denen nicht mehr benötigte Musikinstrumente und Studiozubehör unter den Hammer kommt. Die Erlöse kommen gemeinnützigen Vereinen zugute, die sich um benachteiligte Jugendliche kümmern. 28. August: Kevin Rowland, ehemaliger Frontmann der Dexys Midnight Runners, wird beim Reading Festival, wo er in einem weißen Kleid den Titel Greatest Love of All singt, von Zuschauern im Publikum unter Pfiffen und Buhrufen mit einer Flasche beworfen. 29. August: Gitarrist Paul „Bonehead“ Arthurs und Bassist Paul „Guigsy“ McGuigan verlassen Oasis. Sie werden durch Colin „Gem“ Archer (ehemals Heavy Stereo) und Andy Bell (ehemals Ride und Hurricane No. 1) ersetzt. Damit sind Liam und Noel Gallagher die letzten in der Band verbliebenen Gründungsmitglieder 6. September: Die britische Progressive-Rock-Band Yes startet in Rio de Janeiro ihre The Ladder Tour. 17. September: Deborah „Debbie“ Nelson, die Mutter von Eminem, verklagt ihren Sohn auf 10 Mio. Dollar Schadenersatz. Sie wirft ihm vor, mit öffentlichen Äußerungen über sie verleumderisch gewesen zu sein und ihr emotionalen und finanziellen Schaden zugefügt zu haben. Letztendlich erhält sie 2001 eine Entschädigung in Höhe von 1.600 Dollar. 21. September: Hours, das 21. Studioalbum von David Bowie, ist das erste vollständige Album eines bekannten Musikacts, das legal über das Internet heruntergeladen werden kann und zwar zwei Wochen vor der physischen Veröffentlichung.Sue Cummings: The Flux in Pop Music Has a Distinctly Download Beat to It, auf nytimes.com 14. Oktober: Der britische Singer-Songwriter Sting startet in Paradise seine Brand New Day Tour. 20. Oktober: Bassistin Melissa auf der Maur gibt ihren Ausstieg bei Hole bekannt. 28. Oktober: Mit Twenty Four Seven veröffentlicht Tina Turner ihr zehntes und gleichzeitig letztes reguläres Soloalbum. 2. November: Genesis veröffentlichen zur Unterstützung ihrer Kompilation Turn It On Again – The Hits eine Neuaufnahme ihres Titels The Carpet Crawlers aus dem Album The Lamb Lies Down on Broadway aus dem Jahr 1974, die in der Bandbesetzung aus Tony Banks, Phil Collins, Peter Gabriel, Steve Hackett und Mike Rutherford eingespielt wurde. Dies ist somit seit 24 Jahren die erste Zusammenarbeit der von Genesis-Fans als klassisch angesehenen Besetzung, die zwischen 1970 und 1975 bestand. 5. November: Gary Cherone verlässt Van Halen nach nur drei Jahren und einem gemeinsamen, unter Van-Halen-Fans umstrittenen Album. 12. November: Gary Glitter wird wegen des Herunterladens von Kinderpornografie aus dem Internet zu vier Monaten Haft verurteilt. 4. Dezember: Die britische Girlgroup Spice Girls startet in Manchester ihre Christmas in Spiceworld Tour. 14. Dezember: Paul McCartney spielt ein exklusives Konzert vor 300 Fans im Liverpooler Cavern Club. Die 1957 ursprünglich als Jazzclub eröffnete Musikstätte entwickelte sich ab Ende der 1950er Jahre zu einem Zentrum der Rock-’n’-Roll-Szene in Liverpool und trug in den Anfangsjahren der Beatles regelmäßig deren Konzerte aus. 14. Dezember: Boy George wird bei einer Konzertprobe in New York City von einer 62 Pfund schweren Discokugel verletzt, die von der Decke des Konzertsaals fällt und ihn beinahe tötet, da sie fast auf seinem Kopf landet. 27. Dezember: Puff Daddy und sein Rap-Kollege Shyne werden nach einer Schießerei in einem New Yorker Nachtclub, bei der drei Menschen verletzt werden, wegen Waffenvergehen und anderer Delikte verhaftet. 30. Dezember: Ein geistig verwirrter Eindringling verletzt George Harrison, den früheren Leadgitarristen der Beatles, in dessen Schloss mit einem Küchenmesser schwer. 31. Dezember: Mike Oldfield tritt zur Feier der Jahrtausendwende 1999/2000 an der Siegessäule in Berlin beim Art in Heaven Concert auf, wo er vor nahezu 600.000 Zuschauern neben Klassikern wie Tubular Bells und Moonlight Shadow auch Stücke seines Albums The Millennium Bell live aufführt.

Klassische Musik und Musiktheater 6. April: Am Londoner Prince Edward Theatre wird das Jukebox-Musical Mamma Mia!, das sich aus bekannten Musikstücken der schwedischen Popgruppe ABBA zusammensetzt, offiziell uraufgeführt.