Zakrzewiec () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Braniewo (Braunsberg) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg).
Geographische Lage Zakrzewiec liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer südlich der früheren und heute auf russischem Staatsgebiet gelegenen Kreisstadt Heiligenbeil () bzw. neun Kilometer östlich der heutigen Kreismetropole Braniewo ().
Geschichte Im Jahre 1361 wurde das damals Vogelsangk und erst nach 1629 Vogelsang genannte Dorf erstmals urkundlich erwähnt.Dietrich Lange: Vogelsang, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Die Landgemeinde Vogelsang kam 1874 zum neu errichteten Amtsbezirk Grunenfeld () im ostpreußischen Kreis Heiligenbeil, Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Grunenfeld
In Vogelsang waren im Jahre 1910 325 Einwohner registriert. Ihre Zahl belief sich im Jahre 1933 auf 315 und im Jahre 1939 auf 305.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Heiligenbeil
Am 1. November 1884 wurde Vogelsang Bahnstation an der neu erbauten Bahnstrecke (Allenstein–) Göttkendorf–Braunsberg. Die Bahnhofsbezeichnung lautete bis 1901 „Vogelsang“, danach bis 1945 „Vogelsang (Ostpreußen)“, und von 1945 bis 1947 „Słowik“polnische Bezeichnung für „Nachtigall“. Seither trägt die Station den Namen des neuen Nachbarorts „Grodzie“.kein deutscher Name bekannt
Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam Vogelsang 1945 in Kriegsfolge zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Zakrewiec“ und gehört jetzt zur Gmina Braniewo im Powiat Braniewski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Zakrzewiec zählt etwa 100 Einwohner.
Religion Bis 1945 war Vogelsang in das Kirchspiel der evangelischen Kirche Lindenau (polnisch Lipowina) im Kirchenkreis Heiligenbeil in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 459 Mit seiner jetzt überwiegend römisch-katholischen Einwohnerschaft ist Zakzrewiec der bis 1945 evangelischen, jetzt römisch-katholischen Pfarrei in Lipowina im Erzbistum Ermland zugeordnet.
Verkehr Durch Zakrzewiec verläuft die verkehrsreich Woiwodschaftsstraße 507 (einstige deutsche Reichsstraße 142), die von Braniewo (Braunsberg) über Pieniężno (Mehlsack) und Orneta (Wormditt) bis nach Dobre Miasto (Guttstadt) führt. Eine von Tolkowiec (Tolksdorf) über Kiersy (Kirschdorf) kommende Nebenstraße endet in Zakrzewiec.
Das Dorf ist außerdem über einen Landweg mit Grodzie, dem Nachbarort mit Bahnstation, verbunden.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Vogelsang
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1361 Kategorie:Gmina Braniewo