350px|Ornette Coleman Ornette Coleman, als Saxophonist und Komponist großteils Autodidakt, erhält am 17. Januar 2006 die Ehrendoktorwürde des Berklee College of Music in Boston. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 2006.

Ereignisse Populäre Musik und Jazz 14. Januar: Eminem heiratet nach fünf Jahren Trennung seine Ex-Ehefrau Kim erneut. 17. Januar: Ornette Coleman, als Saxophonist und Komponist großteils Autodidakt, erhält die Ehrendoktorwürde des Berklee College of Music. 8. Februar: Die 48. Grammy Awards werden in Los Angeles verliehen. Madonna eröffnet die Preisverleihung zum dritten Mal. U2 sind die Gewinner des Abends mit fünf Auszeichnungen und sind damit nach ihrem Gewinn im Jahr 1988 für The Joshua Tree die einzige Rockband, die mit ihrem Album How to Dismantle an Atomic Bomb zwei Grammys in der Kategorie Album des Jahres gewinnen konnte. Sie gewinnen außerdem den Preis für den Song des Jahres für Sometimes You Can’t Make It on Your Own, während Boulevard of Broken Dreams von Green Day als Aufnahme des Jahres ausgezeichnet wird. John Legend gewinnt den Preis als bester neuer Künstler. Mariah Carey gewinnt drei ihrer acht Nominierungen und erhält damit ihre ersten Grammys seit 1991. Kelly Clarkson ist die erste Teilnehmerin von American Idol, die einen Grammy gewinnen kann. 18. Februar: Die Rolling Stones spielen auf ihrer A Bigger Bang-Tour das bisher größte Konzert aller Zeiten vor rund 1,2 Millionen Menschen an der Copacabana in Rio de Janeiro. 22. Februar: Auf iTunes wird der einmilliardste Titel heruntergeladen; es handelt sich dabei um Speed of Sound von Coldplay. 3. März: Der in Ungnade gefallene Glam-Rock-Sänger Gary Glitter wird wegen sexuellen Missbrauchs zweier junger Mädchen in seiner Villa zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. 5. März: Bon Jovis zweite Singleauskopplung Who Says You Can’t Go Home aus ihrem Album Have a Nice Day erreicht Platz eins der US-amerikanischen Hot Country Charts und kann sich dort für zwei Wochen halten. Dies markiert das erste Mal, dass eine Rockband einen Nummer-eins-Hit in den US-Country-Charts landen kann. 11. März: James Blunt erreicht mit seiner Single You’re Beautiful die Spitze der US-amerikanischen Billboard Hot 100 und ist damit der erste britische Musiker seit Elton John im Jahr 1997, dem dies gelingt. 5. April: Nur weniger als drei Monate nach ihrer zweiten Hochzeit reicht Eminem zum zweiten Mal die Scheidung von seiner Frau Kim ein. 10. April: Der britische Sänger Robbie Williams startet in Durban seine Close Encounters Tour. 23. April: Die britische Boygroup Take That startet in Newcastle upon Tyne ihre The Ultimate Tour. 29. April: Daft Punk geben ihr erstes gemeinsames Konzert seit 1997 beim Coachella Festival in Indio (Kalifornien). Ihr Auftritt trägt maßgeblich dazu bei, Dance-Musik einem breiteren Publikum, insbesondere in den Vereinigten Staaten, zugänglich zu machen. 1. Mai: 1.951 polnische Gitarristen spielen auf dem Marktplatz von Breslau gleichzeitig den Titel Hey Joe von Jimi Hendrix und sichern sich damit einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. 20. Mai: Die Hard-Rock-Formation Lordi gewinnt in Athen als erste finnische Band den Eurovision Song Contest 2006. 21. Mai: Die US-amerikanische Sängerin Madonna startet in Inglewood ihre Confessions Tour. 3. Juni: Mit dem neuen künstlerischen Leiter Reiner Michalke öffnet sich das Moers Festival erstmals dem Avant-Pop und Singer-Songwriting und schafft zugleich seine African Dance Night ab. 21. Juni: Die Single Suzumiya Haruhi no Tsumeawase wird in Japan veröffentlicht und verweilte 133 Wochen in den Single-Charts. Sie ist damit die bisher erfolgreichste Seiyū-Single. 23. Juni: Kevin Richardson verlässt die Backstreet Boys, um anderen Interessen nachzugehen. Er kehrt jedoch 2012 dauerhaft zur Gruppe zurück. 17. Juli: Avril Lavigne heiratet in einer privaten Zeremonie den Sum-41-Sänger Deryck Whibley. Die Ehe hält bis 2010. 30. Juli: Mit der letzten ausgestrahlten Ausgabe von Top of the Pops wird die britische Fernseh-Chartshow nach 42 Jahren eingestellt. 31. Juli: Die Chicagoer Rockband OK Go veröffentlicht ihr Video zu ihrer Single Here It Goes Again, das sich schnell zu einem Internetphänomen auf YouTube entwickelt. 25. August: Aerosmith-Bassist Tom Hamilton muss sich wegen einer Kehlkopf-Krebserkrankung einer Behandlung unterziehen und fällt daher für die erste Hälfte der Route of All Evil Tour aus. Bis zu Hamiltons Rückkehr springt sein langjähriger Freund David Hull für ihn ein. 29. August: Am ersten Jahrestag des Hurrikans Katarina treten in New Orleans im Konzert Rebuilding the Soul of America Stevie Wonder, Wynton Marsalis, Yolanda Adams, Ivan Neville sowie Earth, Wind & Fire auf. 8. September: Eddie Van Halen gibt bekannt, dass sein Sohn Wolfgang am Bass auf dem nächsten Studioalbum seiner Band Van Halen mitwirken wird. Michael Anthony, der langjährige Bassist der Band, mit dem Eddie eigenen Angaben zufolge im Streit liegt, erfährt erst durch die öffentliche Vermeldung dieser Nachricht von seinem Rauswurf. 27. September: Die 2001 aufgelöste britische Boygroup Five kündigt ihre Wiedervereinigung an, allerdings ohne das ursprüngliche Bandmitglied Sean Conlon. 7. Oktober: Die Liquidation der insolventen Musikhandelskette Tower Records beginnt, nachdem deren Vermögenswerte von der Great American Group erworben wurden. 10. Oktober: Justin Hawkins, Frontmann der Band The Darkness, gibt aufgrund von Alkohol- und Drogenproblemen seinen Ausstieg aus der Band bekannt. 15. Oktober: Der New Yorker Musikclub CBGB schließt nach einem langwierigen Mietstreit seine Pforten. Patti Smith gibt dort an diesem Abend das letzte Konzert. 24. Oktober: Die 16-jährige Taylor Swift veröffentlicht ihr gleichnamiges Debütalbum. 25. Oktober: Brian May verkündet auf seiner Website, dass Queen erstmals seit 1997 für neue Aufnahmen ins Studio zurückkehren. Die neue Besetzung besteht aus May, Sänger Paul Rodgers (ehemals Sänger bei Free und Bad Company) und dem langjährigen Schlagzeuger Roger Taylor und firmiert unter dem Namen Queen + Paul Rodgers. Das Pluszeichen im Bandnamen soll darauf hinweisen, dass Rodgers nicht als Ersatz für den 1991 verstorbenen, legendären Queen-Frontmann Freddie Mercury zu verstehen ist. Der ehemalige Queen-Bassist John Deacon, der sich bereits 1997 gänzlich aus dem Musikgeschäft zurückgezogen hatte, nimmt an der Reunion nicht teil. 26. Oktober: Duran-Duran-Gitarrist Andy Taylor verlässt die Band erneut nach einer Reihe von musikalischen Differenzen während der Arbeit am kommenden Studioalbum Red Carpet Massacre. Als Grund wird seine Missbilligung der Zusammenarbeit der Band mit Timbaland und Justin Timberlake genannt. Duran Duran engagieren einen Interimsgitarristen als Taylors Ersatz; ein Nachfolger wird nicht offiziell benannt. 30. Oktober: Mit Nothing in My Way, der dritten Auskopplung aus ihrem zweiten Studioalbum Under the Iron Sea, veröffentlichen Keane die weltweit erste Single, die exklusiv auf einem USB-Stick erscheint. 31. Oktober: Mit Endless Wire veröffentlichen The Who ihr erstes Studioalbum seit 1982. 7. November: Nach zwei Jahren Ehe reicht Britney Spears die Scheidung von Kevin Federline ein. 7. November: Auf einer Pressekonferenz im Londoner Mayfair Hotel geben Genesis ihre Wiedervereinigung mit ihrem 1996 ausgestiegenen Sänger und Schlagzeuger Phil Collins bekannt und kündigen eine Welttournee für das kommende Jahr an. 11. November: Der US-amerikanische Musiker Prince startet im Rio All-Suite Hotel and Casino am Las Vegas Strip in Nevada seine Konzerttournee Per4ming Live 3121. 11. November: Nach einer anderthalbjährigen Pause aufgrund einer Brustkrebsbehandlung setzt Kylie Minogue ihre im vorherigen Jahr abgebrochene Welttournee in Sydney fort. 16. November: Mit ihrer Single Chasing Cars steigen Snow Patrol als erste britische Rockband seit 1993 direkt in die Top 5 der Billboard Hot 100 ein. Zum Erfolg des Titels in den USA hatte das Finale der zweiten Staffel der Fernsehserie Grey’s Anatomy beigetragen, in dem das Lied zu hören war. 17. November: Die 1992 aufgelöste isländische Alternative-Rock-Band The Sugarcubes gibt in Reykjavík anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihrer Single Birthday ein einmaliges Reunion-Konzert in der Laugardalshöll. Björk, langjährige Frontsängerin der Band, erklärt hinterher, dass die Band in absehbarer Zukunft keine weiteren Konzerte geben oder neues Material aufnehmen wolle. 6. Dezember: Der 6. Dezember wird vom Bürgermeister von Miami, Manny Diaz, zum Día de Shakira (‚Tag der Shakira‘) erklärt. 22. Dezember: Die letzte Filiale der insolventen Musikhandelskette Tower Records schließt ihre Pforten. 31. Dezember: Unter dem Motto Ärzte statt Böller geben Die Ärzte an Silvester ein ausverkauftes Open-Air-Konzert im Kölner Rheinenergiestadion.

Klassische Musik und Musiktheater 9. Januar: Das Musical Das Phantom der Oper von Andrew Lloyd Webber nach dem Roman von Gaston Leroux bricht mit seiner 7486. Aufführung den Rekord von Cats als am längsten am Broadway laufendem Stück. 14. August: Konzerturaufführung des Taschengartens am 10. Todestag von Sergiu Celibidache im Münchner Herkulessaal. 26. August: In Rühstädt wird die Joachim-Wagner-Gesellschaft gegründet, die sich um die Erforschung und Pflege des Erbes des brandenburgischen Orgelbauers Joachim Wagner kümmern will. 28. September: Am Raimundtheater in Wien wird das Musical Rebecca von Sylvester Levay und Michael Kunze nach dem gleichnamigen Roman von Daphne du Maurier uraufgeführt. 25. Oktober: Das erste Konzert zum Nationalfeiertag findet in Wien statt.

Film 18. Februar: Bei der Preisverleihung der Berlinale wird der Spielfilm Esmas Geheimnis – Grbavica der bosnischen Regisseurin Jasmila Žbanić mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Der Film hat keine klassische Filmmusik. Der Soundtrack besteht aus (intradiegetisch) gesungenen Liedern, Schlagern und Popmusik aus dem Radio oder Fernsehen. In dem Nachtclub spielt eine Band Balkandisco. Der Score gibt so der Geschichte einen dokumentarischen Charakter, der die Atmosphäre des Films stark prägt. Movimentos Perpétuos – Cine-Tributo a Carlos Paredes – Dokumentarfilm des portugiesischen Regisseurs Edgar Pêra über den portugiesischen Musiker Carlos Paredes

Musikcharts Deutschland Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Silbermond – Das Beste (7 Wochen) Xavier Naidoo – Danke; Bob Sinclar presents Goleo VI feat. Gary „Nesta“ Pine – Love Generation (jeweils 5 Wochen) Tobias Regner – I Still Burn (4 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Red Hot Chili Peppers – Stadium Arcadium; Rosenstolz – Das große Leben (jeweils 5 Wochen) Xavier Naidoo – Telegramm für X (4 Wochen) Deutschland sucht den Superstar – Love Songs; Semino Rossi – Ich denk an Dich; Robbie Williams – Rudebox; Rammstein – Völkerball (jeweils 3 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Österreich Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Gnarls Barkley – Crazy (10 Wochen) Bob Sinclar presents Goleo VI feat. Gary „Nesta“ Pine (7 Wochen) Silbermond – Das Beste (6 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Red Hot Chili Peppers – Stadium Arcadium (7 Wochen) Kiddy Contest Kids – Kiddy Contest Vol. 12 (6 Wochen) Christina Stürmer – Lebe lauter (4 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Schweiz Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles