Karl-Hermann Meyer zum Büschenfelde (* 27. September 1929 in Hüllhorst-Oberbauerschaft/Westfalen; † 1. September 2019) war ein deutscher Arzt (Internist).

Leben Meyer zum Büschenfelde studierte Veterinärmedizin in Hannover und München. Während seines Studiums wurde er im Wintersemester 1950/51 Mitglied der Burschenschaft Teutonia Hannover.Burschenschafter-Stammrolle 1991. S. 144. Er wurde 1955 promoviert.Titel der Dissertation: Die Vererbung von Leistung, Fruchtbarkeit und Lebenskraft der wichtigsten Bullen des Kreises Lübbecke und ihre Bedeutung für die westfälische Schwarzbuntzucht. Anschließend studierte er Humanmedizin an der Universität zu Köln und der Universität Hamburg (wo er 1960 promoviert wurdeThema der Dissertation: Tierexperimentelle Untersuchungen über die Bedeutung photodynamischer Reaktionen für die Entstehung des Lichtkrebses.) mit anschließender Facharztausbildung zum Internisten in Marburg bei Hans-Erhard Bock und Mainz bei Paul Schölmerich. Nach der Habilitation in Mainz (Thema: Über die immunbiologische Spezifizität des Leberparenchyms.Veröffentlicht als: Klinische Untersuchungen zur immunologischen Spezifität des Leberparenchyms. Archiv für klinische Medizin, Band 215, 1968, S. 107–132. Untersuchungen über die immunbiologische Bedeutung löslicher Leberproteine. Zeitschrift für die gesamte experimentelle Medizin, Band 148, 1968, S. 131/163.) und einer Gastprofessur an der Universität Genf wurde er 1977 Professor an der FU Berlin, wo er Klinikdirektor und zeitweise Dekan der Medizinischen Fakultät war. Ab 1981 war er Professor für Innere Medizin an der Gutenberg-Universität in Mainz, an der er später emeritiert wurde.

Er forschte im Bereich Hepatologie und Immunologie, speziell immunologische Krankheitsursachen in der Inneren Medizin. Er war Mitbegründer des Sonderforschungsbereichs Immunpathogenese.

Ab 1989 war er Senatsmitglied in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und ab 1993 deren Vizepräsident. Er war lange im wissenschaftlichen Beirat der Robert-Koch-Stiftung und bis 1999 im Vorstand der Deutschen Krebshilfe. Meyer zum Büschenfelde starb am 1. September 2019 im Alter von 89 Jahren.

Ehrungen 1968: Theodor-Frerichs-Preis 1996: Ernst-Jung-Medaille in Gold 1996: Ehrendoktor der Universität Löwen 1997: Lucie-Bolte-Preis 2005: Gustav-von-Bergmann-Medaille auf dgim.de 2009: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Schriften Herausgeber: Hepatologie in Klinik und Praxis: Grundlagen, Diagnostik und Therapie. Thieme 1989. Herausgeber: Immunology and Liver. Kluwer 1993 (Falk Symposium Basel 1992).

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Internist Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Kategorie:Person (Stiftung Deutsche Krebshilfe) Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2019 Kategorie:Mann