Das Infanterie-Regiment „Hessen-Homburg“ Nr. 166 war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Zum 1. April 1897 wurde das preußische Heer durch Befehl des Armeeoberkommandos erweitert und das Regiment aus Bataillonen der Infanterie-Regimenter Nr. 81, Nr. 87, Nr. 88 sowie dem Füsilier-Regiment Nr. 80 in Bitsch gebildet.
Bis 1899 war es der 83. Infanterie-Brigade in Erfurt, der 21. Division in Frankfurt/Main und dem XI. Armee-Korps in Kassel unterstellt. Anschließend gehörte sie bis 1909 zum XVIII. Armee-Korps in Frankfurt und zur 42. Infanterie-Brigade. Danach war sie bis 1914 dem XV. Armee-Korps in Straßburg, der 31. Division in Straßburg sowie der 62. Infanterie-Brigade unterstellt. Im August 1914 musste das Regiment im Rahmen der Mobilmachung ein Ersatz-Depot aufstellen. Mit Kriegsbeginn wurde das Unterstellungsverhältnis geändert und die Brigade/Division dem XXI. Armee-Korps und der 6. Armee zugeordnet.
Kampfhandlungen, Gefechte und Schlachten
1914 bis Januar 1915 Westfront
31. Juli bis 8. August – Grenzschutz gegen Frankreich 8. bis 19. August – Grenzschutzgefechts in Lothringen 20. bis 22. August – Schlacht in Lothringen 22. August bis 14. September – Schlacht von Nancy-Epinal 23. September bis 6. Oktober – Schlacht an der Somme 7. bis 10. Oktober – Stellungskämpfe westlich St. Quentin ab 7. Oktober – Stellungskämpfe an der Somme bis 18. Januar – Stellungskämpfe an der Somme 19. Januar bis 2. Februar – Transport nach Osten
4. Februar 1915 bis 17. Dezember 1917 Ostfront
4. bis 22. Februar – Winterschlacht in Masuren 23. Februar bis 6. März – Gefechte am Bobr 9. bis 12. März – Gefechte bei Sejny 25. bis 30. März – Gefechte bei Krasnopol und Krasne 31. März bis 20. Juli – Stellungskämpfe zwischen Augustów, Mariampol und Pilwiszki 21. Juli bis 7. August – Kämpfe an der Jesia und bei Wejwery 8. bis 18. August – Belagerung von Kowno 19. August bis 8. September – Njemen-Schlacht 9. September bis 2. Oktober – Schlacht bei Wilna ab 3. Oktober – Stellungskämpfe zwischen Krewo-Smorgon-Narotsch und Tweretsch 1. Januar bis 31. Dezember – Stellungskämpfe zwischen Krewo-Smorgon-Narotsch und Tweretsch bis 17. September – Stellungskämpfe zwischen Krewo-Smorgon-Narotsch und Tweretsch 18. September bis 5. Dezember – Stellungskämpfe zwischen Njemen-Beresina-Krewo-Smorgon-Narotsch und Tweretsch 6. bis 17. Dezember – Waffenruhe und Transport nach Westen
18. Dezember 1917 bis 11. November 1918 Westfront ab 18. Dezember – Stellungskämpfe in Flandern bis 9. April – Stellungskämpfe in Flandern 10. bis 29. April – Schlacht um den Kemmel 30. April bis 27. Juli – Stellungskrieg in Flandern 29. Juli bis 11. September – Stellungskämpfe zwischen Maas und Mosel 12. bis 14. September – Ausweichkämpfe im Mihiel-Bogen 15. September bis 10. Oktober – Stellungskämpfe in der Woëvre-Ebene und westlich der Mosel 11. bis 28. Oktober – Stellungskämpfe auf den Höhen westlich der Mosel 29. bis 31. Oktober – Abwehrkämpfe zwischen Argonnen und Maas 29. Oktober bis 11. November – Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas 1. bis 11. November – Abwehrkämpfe zwischen Aire und Maas, Rückzugskämpfe und Übergang auf das rechte Maasufer ab 12. November – Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat
Regimentskommandeure Name DatumOberst Richard Lorenz1. April 1897Georg von Tempski18. April 1900Erich Tülff von Tschepe und Weidenbach4. Februar 1904Franz von Branconi11. September 1908Paul Scholz27. Januar 1911Paul Hucke1. Oktober 1913Paul von Joeden18. Oktober 1914Albert Karl Spalding21. April 1915Carl Maaß24. April 1915Oberstleutnant Dieckmann29. Juni 1915Erich Sittig Graf von Hopffgarten2. Februar 1916Karl Auer von Herrenkirchen12. Mai 1916Oberstleutnant Pohlmann7. September 1916Joachim von Schlichting9. Mai 1919
Sonstiges Das Kriegsgericht in Nancy hat im Jahre 1924 mehrere Todesurteile gegen deutsche Offiziere verhängt, die mutmaßlich an der Massenhinrichtung in Gerbéviller beteiligt waren. So auch gegen den ehemaligen Regimentskommandeur Paul Hucke. Diese (Fehl)Urteile ergingen in Unkenntnis der Kommandostrukturen der deutschen Einheiten Paul Heinrich Rosenthal (1849–1909) war Oberstabsarzt im Regiment Nr. 166 Georg Theodor Bauer war 1908 Kompaniechef in dem Regiment.
Literatur Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914–1918. Teil VI: Infanterie. Band 1: Infanterie-Regimenter. Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-14-4, S. 258.
Weblinks
http://www.preussenweb.de/neuregiment7.htm http://www.deutsche-kriegsgeschichte.de/schaef_l.html
Einzelnachweise
Infanterie-Regiment „Hessen-Homburg“ Nr. 166 Preußen Infanterieregiment #:::166