Auguste Rodin – Die Kunst. Gespräche des Meisters (Originaltitel: ) ist ein von Paul Gsell 1911 verfasstes Werk über den Bildhauer Auguste Rodin. Es wurde von Paul Prina (1898–1918) aus dem Französischen ins Deutsche übertragen. Walter Tiemann stattete die 7. Auflage (9. bis 13. Tausend) von 1918 in der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig aus, die fotografische Abbildungen der Werke wurden für diese Auflage von den Firmen Braun & Co., Bulloy, Druet und Giraudon hergestellt.
Inhalt Gsell interviewte Rodin und veröffentlichte die Gespräche in diesem Werk. Rodin hatte mehrfach vergeblich versucht an der École des Beaux-Arts angenommen zu werden. Doch stand man seiner Kunst lange Zeit mit Ablehnung und Unverständnis gegenüber. Erst im Alter wurde er weltberühmt. Gsell berichtet über Rodins Beziehung zur Natur, der Bewegung in der Kunst, der weiblichen Schönheit oder seinen Gedanken über dem Nutzen der Künstler. Im Vorwort berichtet Gsell, wie er bei einem Spaziergang mit Rodin den Künstler fragte, ob er nach dessen Diktat ein Buch über Rodins Betrachtungen über die Kunst niederzuschreiben dürfe. Dieser fand das Ansinnen zunächst verwunderlich, und entgegnete:
Letztlich aber willigte Rodin ein. Der Inhalt ist in 11 Kapitel gegliedert: Vorwort () Der Realismus in der Kunst () Für den Künstler ist in der Natur alles schön () Das Modell () Die Bewegung in der Kunst () Zeichnung und Farbe () Die Schönheit des Weibes () Menschen und Werke einst und jetzt () Der Gedanke in der Kunst () Das Mysterium in der Kunst () Phidias und Michelangelo () Der Nutzen der Künstler ()
In der Zeitung Der Tag hieß es zu dem Buch:
Die Kreuz-Zeitung urteilte:
Abbildungen (Auswahl) In der Ny Carlsberg Glyptotek Der Denker, Eva, Jeanne D’Arc, Der letzte Notschrei, Ovidische Metamorphose, Ewiger Frühling, Victor Hugo (Büste) und weitere Im Musée du Luxembourg Paris Vieille Heaulmière
Neben einigen Werken Rodins sind in dem Buch auch Fotografien von Werken anderer Künstler abgebildet, darunter: Die heilige Magdalena von Donatello (Holzstatue, ehemals im Baptisterium in Florenz) Die mediceische Venus (Uffizin, Florenz) Die Schiffbrüchigen von Eugène Delacroix, Pferderennen zu Epsom von Théodore Géricault, Konzert im Freien von Giorgione, Die Fahrt nach Cythera von Antoine Watteau, Büsten Voltaires, Mirabeus von Jean-Antoine Houdon, Die drei Grazin von Raffael (Louvre, Paris) Zeichnungen von Raffael, Madonnenstudie, Michelangelo und Rembrandt
Insgesamt sind in der Übersetzung von 1918 auf 61 Zwischenseiten Fotografien (schwarzweiß) eingebunden. Die Bebilderung im Original (L’Art 1911) weicht teilweise stark von den übersetzten Versionen ab, sowohl die Anordnung auf den Seiten als auch die Auswahl der Bilder selbst kann je nach Auflage unterschiedlich sein. Die erste Übersetzung 1912 richtete sich hingegen noch streng nach der Originalvorlage.
Ausgaben (Auswahl) L’art; entretiens réunis par Paul Gsell. Bernard Grasset, Paris 1911 (französisch, ). Auguste Rodin – Die Kunst – Gespräche des Meisters gesammelt von Paul Gsell. Zweite Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Leipzig 1912 (projekt-gutenberg.org). Auguste Rodin – Die Kunst – Gespräche des Meisters gesammelt von Paul Gsell. Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1918 (Nachdruck, Copyright: Ernst Rowohlt Verlag, Leipzig 1913).
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Einzelnachweise
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Auguste Rodin Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Literatur (Frankreich) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Sachliteratur (Bildende Kunst) Kategorie:Biografie