Die Liste der Stolpersteine in Erfurt enthält die bekannten, vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in Erfurt.
Verlegte Stolpersteine In Erfurt wurde am 31. Mai 2024 der erste Stolperstein verlegt. Im Herbst 2025 wurden zu zwei Terminen insgesamt 20 Stolpersteine neu verlegt.
Stolperstein Inschrift Standort Name, Leben 120pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q130420032 HIER WOHNTEKARL KLAARJG. 1890SEIT 1934 IN MEHRERENHEILANSTALTEN'VERLEGT' 28.11.1940BERNBURGERMORDET 28.11.1940'AKTION T4'Trommsdorffstraße 5 (1890–1940) Am 10. Juli 1890 in Lengsfeld geboren, wurde er als Kaufmann ab 1919 Mitinhaber der Erfurter Firma H. Schloß, einer Wäsche- und Schürzenfabrik mit Textilwarengroßhandlung, aus welcher 1928 die Erfurter Tapisserie-Manufaktur Klaar und Schloß wurde. Seit 1930 wurde er mehrfach in der Heil- und Pflegeanstalt Pfafferode bei Mühlhausen behandelt und nach 5-monatigen Aufenthalt in der Landesheilanstalt Hildesheim, lebte er ab 1934 in Pfaffenrode. Von dort wurde er 1940 im Rahmen der „Aktion T4“ über verschiedene Anstalten in die Tötungsanstalt Bernburg verbracht und am 28. November 1940 ermordet.Erfurts erster Stolperstein: Wer war Karl Klaar? 120px HIER WOHNTEANTONIA MARCUSJG. 1862UNFREIWILLIG VERZOGEN1939 BERLINDEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET 22.12.1942Charlottenstraße 8 (1862–1942) Am 12. August 1862 im mecklenburgischen Malchin geboren, zog die Familie 1881 zog die ins preußische Erfurt. Über das Leben von Antonia Marcus ist heute kaum noch etwas bekannt. Ob sie einen Beruf erlernt hat oder welche Interessen sie pflegte, können wir heute nicht mehr nachvollziehen. Sicher ist, dass sie nie eine Ehe einging. Antonia engagierte sich in der jüdischen Gemeinde, als ihre Schwester mit ihren beiden Töchtern Senta und Irma Wolff 1905 nach Erfurt zurückkehrte, erlebten sie hier den Aufstieg der Nationalsozialisten. Im September 1939 verließen Antonia und Gertrud ihre Heimatstadt in Richtung Berlin Am 13. Juli 1942 wurde Antonia Marcus mit einem sog. Alterstransport aus Berlin in das Ghetto Theresienstadt verschleppt wurde. Unter den dort herrschenden menschenunwürdigen Lebensbedingungen verstarb sie am 22. Dezember 1942.
Seit dem 18. September 2025 erinnert ein STOLPERSTEIN in der Charlottenstraße 8 an Antonia Marcus. 120px HIER WOHNTEGERTRUD WOLFFGEB. MARCUSJG. 1870UNFREIWILLIG VERZOGEN1939 BERLINDEPORTIERT 1942THERESIENSTADT1942 TREBLINKAERMORDETSchillerstraße 54 (1870–1942) Text wird noch ergänzt
Einzelnachweise
Weblinks
stolpersteine.eu Projektseite des Künstlers Gunter Demnig stolpersteine-erfurt.de Projektseite der Initiative „Stolpersteine Erfurt“
Erfurt Stolpersteine